Sébastien Buemi hatte bei seinem Crash am Vormittag mehrere Schutzengel

Formel 1 2010

— 16.04.2010

Toro Rosso: Entwarnung nach Buemi-Crash

Ein Materialfehler war die Ursache für den schweren Unfall von Sébastien Buemi in Schanghai - Ermutigender Auftakt für Jaime Alguersuari

Nach dem bizarren Unfall von Sébastien Buemi kann Toro Rosso aufatmen, denn die Ursache für den Abflug des Schweizers ist geklärt. Offenbar war der rechte Radträger, der für Schanghai erstmals aus einer neuen Aluminiumlegierung gefertigt wurde, kollabiert. Dadurch brach sofort auch der linke Radträger, was den Anschein erweckte, beide Räder hätten sich gleichzeitig gelöst.

"Es gibt nicht viel darüber zu sagen", seufzt Buemi. "Ich bremste, die Räder flogen weg - und das war's! Zum Glück ist mir körperlich nichts passiert. Ich muss aber sagen, dass ich sehr enttäuscht darüber bin, weil ich wieder drei Trainingsstunden ohne mein eigenes Zutun verloren habe. Jetzt muss ich versuchen, meinen Rückstand am Samstagmorgen aufzuholen. Ich werde mir dafür die Daten anschauen, die Jaime heute gesammelt hat."

Rückkehr zu den alten Radträgern

Buemi musste das zweite Freie Training komplett auslassen, weil die Mechaniker mit der Reparatur nicht rechtzeitig fertig wurden. In der ersten Session konnte er bis zu seinem Abflug lediglich fünf Runden absolvieren - kein Wunder, dass er stocksauer an Teamchef Franz Tost vorbeimarschierte, als er zurück an die Box kam. Zumindest ist das Problem behoben, denn Toro Rosso hat auf die alte und bewährte Aluminiumlegierung zurückgerüstet.

"Sébastiens Unfall heute Morgen", berichtet Technikchef Giorgio Ascanelli, "lag an einem technischen Problem mit dem Radträger rechts vorne, der sich sehr leicht identifizieren ließ, sobald wir das Auto zurück hatten. Wir haben das Problem gelöst, wie die vielen Runden, die Jaime am Nachmittag absolviert hat, beweisen." Buemis Probleme vor dem Crash, aufgrund derer er lange an die Box gefesselt war, hätten damit jedoch nichts zu tun gehabt.

Ascanelli: "Sébastiens erstes Training wurde gleich zu Beginn unterbrochen, weil es ein Flüssigkeitsleck im Bereich der Pedale gab, das wir nach der Installationsrunde entdeckten. Außerdem wurde durch den Unfall das Getriebe beschädigt. In Kombination mit dem Wechsel der kaputten Frontpartie bedeutete das, dass wir es trotz unserer Anstrengungen nicht geschafft haben, Seb am Nachmittag noch einmal auf die Strecke zu schicken."

Problemloser Tag für Alguersuari

Dafür drehte Teamkollege Jaime Alguersuari am Vormittag (11.) 19 und am Nachmittag (8.) sogar 43 Runden. "Zum Glück", gibt Ascanelli zu Protokoll, "konnte Jaime in zwei problemlosen Sessions viele Runden absolvieren. Am Ende des ersten Trainings hielten wir ihn nur an der Box, um kein unnötiges Sicherheitsrisiko einzugehen, solange das Problem am anderen Auto nicht geklärt war. Für sein Debüt auf dieser Strecke hat sich Jaime ordentlich angestellt!"

Das sieht der Spanier selbst genauso: "Die Strecke ist beeindruckend, schwierig und sehr technisch, aber sie macht Spaß", so Alguersuari. "Es lief gut heute, wir konnten viel Arbeit erledigen, auch mit dem Setup und den Reifenvergleichen. Der harte Reifen braucht länger, um auf Temperatur zu kommen, aber der weiche Reifen ist sehr gut und sollte auch für das Rennen passen. Wir müssen uns noch steigern, aber ich bin bisher zufrieden."

Fotoquelle: xpb.cc


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