Sébastien Buemi steckt seinen Unfall in Schanghai ganz locker weg

Formel 1 2010

— 16.04.2010

Buemi: "Keine große Sache für mich"

Sébastien Buemi gibt sich nach seinem Horrorcrash im Freien Training cool, weiß aber, dass er nun vor dem Qualifying viel zu tun hat

Es war die Schrecksekunde des Tages eines ansonsten eher unspektakulären Trainingsauftakts in Schanghai: Sébastien Buemi bremste mit über 300 km/h die Haarnadelkurve an - und plötzlich knickten beide Vorderradaufhängungen fast gleichzeitig ein! Später stellte sich heraus, dass ein Materialfehler dafür verantwortlich war. Im Interview betont der junge Schweizer jedoch, dass der Abflug bei ihm keinerlei Spuren hinterlassen hat.

Frage: "Sébastien, hast du mitbekommen, was bei deinem Unfall passiert ist?"
Sébastien Buemi: "Schwer zu sagen. Wir wissen noch nicht ganz genau, was passiert ist, aber für mich im Auto war es kein Problem. Ich verlor die beiden Vorderräder und blieb dann neben der Strecke stehen, was sehr enttäuschend ist, wenn ich daran denke, wie viel Trainingszeit deswegen wieder verloren gegangen ist."

Frage: "Inwiefern schlägt sich ein Unfall wie dieser auf dein Selbstvertrauen nieder?"
Buemi: "Kaum. Es ist etwas gebrochen, aber das kann passieren. Wir haben die Teile ausgetauscht und es wird in Ordnung sein. Wir denken nicht mehr darüber nach."

Frage: "War es einer deiner schlimmsten Unfälle?"
Buemi: "Nein, das glaube ich nicht. Die Auslaufzone ist an der Stelle ja riesengroß. Es hat vielleicht spektakulär ausgesehen, aber für mich im Cockpit war es keine große Sache."

Frage: "Du bist aber ein Weilchen im Cockpit sitzen geblieben..."
Buemi: "Ich habe einen Moment gebraucht, um zu kapieren, was da gerade passiert war. Das war kein Schock oder so."

Frage: "Wirst du morgen wieder fahren können?"
Buemi: "Ja. Wir haben die zweite Session nur um ein paar Minuten verpasst. Die Frontpartie war schon fertig, nur der Unterboden war noch nicht angeschraubt. Es ist jetzt schwierig, weil ich nicht genau weiß, wie sich das Auto anfühlt, aber zumindest haben wir Alguersuaris Daten, die wir vor dem dritten Training studieren können. Das bedeutet eine Menge Arbeit, um für das Qualifying bereit zu sein."

Frage: "Wie schlimm waren die Bodenwellen heute?"
Buemi: "Von außen betrachtet ziemlich schlimm, aber im Cockpit war es wiederum halb so wild - im Fernsehen kommen sie ärger rüber. Beim Drüberfahren spürt man es nicht so intensiv."

Frage: "Bist du besorgt, dass sich ein Unfall wie heute wiederholen könnte?"
Buemi: "Nein."

Fotoquelle: xpb.cc


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