Nico Hülkenberg absolviert eine intensive Lernphase in der Formel 1

Formel 1 2010

— 24.04.2010

Hülkenberg: "Boost-Knopf könnte helfen"

Nico Hülkenberg über die aktuelle Situation mit Williams, seinen Teamkollegen Rubens Barrichello und die mögliche Rückkehr von KERS

Nico Hülkenberg hat in seiner Rennfahrerkarriere schon viel erlebt. Der Emmericher ist erst 22 Jahre alt, hat aber bereits Titel im Kart, in der Formel BMW, A1GP, Formel-3-Euroserie und GP2 eingefahren. Im Vorjahr bereitete sich Hülkenberg als Testpilot bei Williams auf seine Formel-1-Karriere vor, auch ein Praktikum in mehreren Abteilungen des Rennstalls stand auf dem Plan. Eine wichtige Erfahrung fehlte dem Deutschen allerdings noch: Er war noch nie mit einem Rennwagen auf der Nordschleife unterwegs gewesen.

Diese "motorsportliche Bildungslücke" füllte Hülkenberg am gestrigen Freitag. Mit einem Porsche 911 GT3 R Hybrid raste der Youngster durch Brünnchen und Karussell. Vor allem vom Extra-Schub des Hybridsystems war der 22-Jährige begeistert. "Solch ein Boost-Knopf würde uns in unserer aktuellen Situation mit Williams ein bisschen helfen", sagt Hülkenberg nach seinen Porsche-Runden im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Ich stecke in einer umfassenden Lernphase. Es gibt jedes Wochenende wieder neue Sachen für mich", erklärt der amtierende GP2-Champion, der in Malaysia seinen ersten Formel-1-Punkt einfahren konnte. "Natürlich liegen wir bei den Ergebnissen nicht auf dem Niveau, das wir uns erhofft hatten. Aber wir arbeiten weiter daran und geben nicht auf."

"Ganz im Gegenteil: Ich persönlich kann aus diesen schwierigen Rennen viel für mich mitnehmen. Ich kann viel für die Zukunft herausziehen. Ich freue mich auf die nächsten Rennen", sagt Hülkenberg, der sich durch technische Neuerungen am Williams FW32 für Barcelona einen deutlichen Sprung nach vorne erhofft. Im britischen Traditionsteam hat man dem Rookie mit Rubens Barrichello einen extrem erfahrenen Teamkollegen an die Seite gestellt.

"Mit Rubens passt es sehr gut, wir kommen gut miteinander aus. Er ist ein sympathischer Typ. Wir haben Respekt voreinander. Aber es gibt gesunden Ehrgeiz und den ganz normalen Kampf unter Teamkollegen. Wir pushen uns gegenseitig", beschreibt der Youngster sein Verhältnis zum Grand-Prix-Veteran aus Brasilien. "Er fährt sein 18. Jahr in der Formel 1. Rubens hat einen unglaublichen Erfahrungsschatz und kann auf extrem viele Daten und Eindrücke zurückgreifen."

Die Porsche-Hybrid-Erfahrungen von der Nordschleife könnten dem jungen Williams-Piloten in Zukunft vielleicht helfen. 2011 soll KERS möglicherweise wieder in die Königsklasse zurückkehren. "Wenn man es irgendwo verwenden könnte, dann in der Formel 1", erklärt Hülkenberg, sich sich die Entwicklung des Williams-Schwungrad-Speichers, der im Porsche zum Einsatz kommt, in Grove aus nächster Nähe anschaute.

"In solche einem Porsche ist etwas mehr Platz. Man kann es dort natürlich besser platzieren als in einem kleinen Formel-1-Auto", beschreibt der Deutsche die Probleme mit der Anpassung. "Wenn man den Einbau hinbekommt und es zuverlässig und konstant arbeitet, dann ist es eine gute Sache. Aber es müssen alle damit fahren. Es ist nicht gut, wenn nur einige Teams damit fahren, wie das im vergangenen Jahr der Fall war. Entweder alle, oder keiner."

Fotoquelle: xpb.cc


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