Nico Hülkenberg hat in Malaysia seinen ersten Formel-1-Punkt geholt

Formel 1 2010

— 26.04.2010

Hülkenberg: Barrichello schlagen ist das Ziel

Williams-Rookie Nico Hülkenberg rechnet nicht mit einem schnellen Aufstieg seines Teams: "Es ist ein komplizierter Prozess"

Nach erfolgreichen Testfahrten vor dem Start in die Saison ist Williams recht hart auf dem Boden der Realität aufgeschlagen. Rubens Barrichello und Nico Hülkenberg konnten in den ersten vier Rennen des Jahres gerade einmal sechs Zähler sammeln. Für die Ansprüche eines ehemaligen Weltmeisterteams ist dies natürlich viel zu wenig. Hülkenberg muss nach seinen erfolgreichen Auftritten im Formelsport nun wieder kleinere Brötchen backen.

"Die Formel 1 ist das höchste, was man erreichen kann. Die besten Fahrer und Teams, da gibt es keine Nasenbohrer. Und man ist materialabhängig", sagt der 22-jährige Deutsche im 'Express'. Der Emmericher erklärt: "Wenn man kein Gewinnermaterial hat, dann tut man sich schwerer. Das Team und ich wissen, dass unser Auto nicht siegfähig ist. Ich unterstelle dem Team nichts, daran arbeiten wir, um den Anschluss nach vorne herzustellen."

Hülkenberg hat in den vergangenen Jahren in der Formel BMW, der Formel 3, A1GP und GP2 gewonnen. Dennoch steht fest, dass sich dieser "Durchmarsch" in der Königsklasse nicht nahtlos fortsetzen kann. "Und ich weiß, dass man von einem, der vorher alles gewonnen hat, das nicht auch in der Formel 1 verlangen kann. Das hat Alonso nicht gemacht und auch ein Vettel nicht geschafft. Es ist auf jeden Fall ein Lehrjahr. Das gehört zum Ausbildungsprozess dazu."

Auf der persönlichen Seite erlebt der Deutsche die Ausbildung im Rennbetrieb, mit dem Team befindet man sich im Aufbau. Der Williams-Cosworth FW32 ist angeblich schlecht balanciert, möglicherweise fehlt es dem Chassis an Steifigkeit. "Man kann das Problem nicht einkreisen und hat in drei Wochen ein siegfähiges Auto. Das ist ein komplizierter Prozess, das dauert", mahnt Hülkenberg zu Geduld. Für Barcelona erwartet man weitere Fortschritte mit dem Auto.

Obwohl man die Schwachstellen am Fahrzeug nun ausmerzen kann, ist ein Sprung in die Riege der Topteams nicht möglich. "Realistischer ist, wenn wir unter die Top-10 kommen, das wäre gut", sagt Hülkenberg. "Ich kann mich als Rookie immer gut an Rubens Barrichello orientieren. Das ist ein erfahrener Pilot, der im Vorjahr in einem siegfähigen Auto gewonnen hat. Wenn ich mich in seiner Nähe qualifiziere und ihn im Rennen schlage, ist das ein Erfolg."

Fotoquelle: xpb.cc


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