Damon Hill ist froh darüber, nach wie vor ein Rennen in Silverstone auszutragen

Formel 1 2010

— 26.04.2010

Hill schwärmt von Silverstone

Der frühere Formel-1-Pilot Damon Hill ist gespannt auf die Premiere des neuen Layouts von Silverstone und verspricht sich einiges vom "britischen Duell"

In wenigen Tagen ist es endlich soweit: Die Rennstrecke im britischen Silverstone hat eine lange Umbauphase über sich ergehen lassen, doch nun erstrahlt der Traditionskurs in neuem Glanz. Auf der neuen Arena-Variante gastiert am Wochenende die GT1-WM, ehe auch die Formel 1 ihr Stelldichein an dem Rennplatz gibt, auf dem vor nunmehr 60 Jahren erstmals ein Lauf zur Formel-1-WM stattfand.

Für Damon Hill, Weltmeister 1996 und Präsident des britischen Rennfahrerklubs (BRDC), ist dies freilich ein Anlass zur Freude, zumal das Formel-1-Rennen von Großbritannien lange Zeit nicht gesichert war. "Wir hatten gewiss einige schlaflose Nächte und reichlich Stress", wird Hill von der 'Daily Mail zitiert. "Wir denken aber, wir haben eine zukunftsträchtige Rennstrecke gebaut."

"Es sieht ganz danach aus, als hätte dieser Kurs das Zeug zu einem Kassenschlager", meint Hill und erläutert seine Sicht der Dinge: "Wir erleben eine Zeit, in welcher der britische Motorsport überaus kraftvoll auftritt. In Bezug auf Silverstone soll das so weitergehen. Was dort erreicht wurde, kam durch die Entschlossenheit und die harte Arbeit eines hingebungsvollen Teams zustande", so der Brite.

"Wir können aber nicht zufrieden sein. Man muss ja nur einen Blick über den Ärmelkanal werfen um zu sehen, wie groß die Auswirkungen auf den französischen Motorsport sind, wo dieses Land doch nun keinen Grand Prix mehr hat", erklärt der ehemalige Rennfahrer und zeigt sich dankbar: "Bernie lag wie immer richtig darin, als er uns damals sagte, dass wir uns am Riemen reißen müssten."

Die Formel 1 ist ein Risikogeschäft

"Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Streckenbesitzer vom BRDC ein Risiko eingehen. Es sollte einen besseren Deal für die Veranstalter geben, die einen einmaligen und historischen Platz in der Formel 1 haben", meint Hill und verweist auf die hohen Antrittskosten, die Bernie Ecclestone für ein Gastspiel seines Vollgas-Zirkus' verlangt. Doch in Silverstone überwiegt die Zuversicht.

"Wir sind der Ansicht, die beste Rennstrecke der Welt zu haben", sagt Hill. "Wir werden mit allen Mitteln darum kämpfen, dass es so bleibt. Die Fahrer haben Silverstone schon immer gemocht. Wir hoffen einfach darauf, eine fordernde und aufregende Strecke entworfen zu haben, welche dieses Gefühl noch verstärken wird" - von nun an ist Silverstone noch einen Tick schneller als bisher.

Hill ist aber nicht zweifelsfrei davon überzeugt, dass das langfristig genug ist. "Ich bin nicht sicher, ob die Fahrer jemals mit dem zufrieden sind, was ihnen vorgesetzt wird. Genau wie Bergsteiger oder Surfer ziehen sie rastlos um die Welt und suchen nach der größten Herausforderung, die sich ihnen bietet. Wir haben sowohl einige interessante Kurven als auch Überholmöglichkeiten geschaffen."

Button und Hamilton als Publikumsmagnet?

"Unser Kurs hat noch dazu eine lange Geschichte und ein großes Erbe. Wir wünschen uns, dass diese Strecke den Fans einen bunten Blumenstrauß an allerfeinstem Motorsport bietet", bringt es Hill auf den Punkt. Der frühere Formel-1-Pilot erhofft sich nicht zuletzt, dass die britischen Protagonisten zum Erfolg seiner Rennbahn beitragen werden - Button und Hamilton stehen in der Pflicht.

Das teaminterne Duell bei McLaren könne sich daher nur positiv auf den britischen Motorsport auswirken, meint Hill. "Wie viele andere, so habe auch ich gedacht, dass Jenson Schwierigkeiten bei McLaren bekommen könnte", gesteht der Weltmeister von 1996. "Jenson ist gewachsen und dank seiner beiden Siege hat er noch mehr Selbstvertrauen gesammelt. Er ist allerdings ein Spätzünder."

"Lewis hat reichlich Feuer. Er wird sich nicht zurücklehnen und dabei zusehen, wie Jenson davonzieht. Er wird härter arbeiten, zurückschlagen und um den ersten Platz kämpfen", vermutet Hill und fügt abschließend hinzu: "Eine Saison des Titel-Zweikampfes zwischen Jenson und Lewis ist jedenfalls nicht genug. Dieses Spielchen sollen die beiden ruhig noch ein Jahrzehnt lang treiben..."

Fotoquelle: xpb.cc


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