Dieses Gespann soll schon bald siegen: Michael Schumacher und der W01

Formel 1 2010

— 26.04.2010

Mercedes verspricht Schumacher ein Topauto

Noch ist der W01 kein Siegerauto, doch Ross Brawn und Norbert Haug wollen ihrem Rennwagen Beine machen: Schumacher und Rosberg sollen siegen

Das neue Mercedes-Werksteam startete recht ordentlich in die Rennsaison 2010, doch trotz zweier Podien durch Nico Rosberg fahren die Silberpfeile ihrem eigenen Anspruch noch immer hinterher. Vor allem Rekordchampion Michael Schumacher tut sich schwer damit, dem W01 das letzte Quäntchen an Leistung zu entlocken, weshalb der Rennstall unter der Regie von Ross Brawn nachlegen will.

Der Mercedes-Teamchef ist nämlich fest davon überzeugt, dass Schumacher zur Hochform auflaufen wird, wenn nur das Material dessen Wünschen entsprechen würde. "Es wäre dumm zu sagen, dass er genau dort ist, wo er sein will. Er ist entschlossen, Erfolg zu haben", kommentiert Brawn die jüngsten Leistungen seines Starpiloten bei 'Reuters'. Schumachers Motivation sei ungebrochen.

Schumacher bekommt das Testchassis

Für den 41-Jährigen würden die jüngsten Ergebnisse in erster Linie einen zusätzlichen Ansporn bedeuten, erläutert der Mercedes-Teamchef. "Ich denke, all diese Enttäuschungen werden nur dafür sorgen, dass er sich noch mehr reinhängt", so Brawn. Gleiches gilt auch für das Team, das "Schumi" zum Europaauftakt ein neues Fahrzeug aufbaut - Schumacher erhält das ehemalige Testchassis.

Teamchef Brawn erklärt diesen Umstand: "Sein Chassis wurde während der ersten Rennen beschädigt und wir haben es zwischen den Grands Prix repariert - so gut es eben ging. Jetzt sind wir zurück in der Fabrik, wo wir das Testchassis einsatzfertig machen, damit es in Barcelona an den Start gehen kann. Wir wollen nun eben jegliche Zweifel eliminieren", gibt Brawn in London zu Protokoll.

Schumacher soll indes die nötige Zeit erhalten, um sich wieder vollkommen in der Formel 1 heimisch zu fühlen. "Michael ist zurückgekehrt, er versucht, seine Referenzen zu finden und probiert aus, wie er die Dinge angehen muss", beschreibt Brawn den "Fahrplan" des siebenmaligen Weltmeisters und benennt das Grundproblem: "Die Reifen sind zweifelsohne anders als das, was er gewohnt ist."

Haug kündigt große Verbesserungen an

"Vielleicht verhalten sich Auto und Pneus nicht so, wie er es gerne hätte. Er mag ein Auto, das gut reagiert und das sehr präzise ist. Noch haben wir ihm kein solches Fahrzeug hinstellen können", gesteht Brawn. Doch daran soll es nicht scheitern: Mercedes-Sportchef Norbert Haug verspricht starke Verbesserungen bei Silber und gibt sich vor dem Europaauftakt der Formel 1 zuversichtlich.

"Ich habe meine Zweifel, ob wir schon aus eigener Kraft siegfähig sind, aber zumindest kann man den Trend erkennen", so Haug am Rande des DTM-Saisonauftakts in Hockenheim. "Wir sind 258 Rennen gefahren und waren dabei 75 Mal nicht auf dem Podium. Zwei Drittel aller Rennen haben wir auf dem Podium beendet. Das ist eine gute Bilanz", meint Haug im Hinblick auf die Mercedes-Statistiken.

"An diese werden wir mit unserem Mercedes-Team sicherlich anschließen, aber das dauert ein bisschen", erklärt der Mercedes-Sportchef, kündigt aber Großes an: "In diesem Zusammenhang verspreche ich, dass wir Michael Schumacher mit einem Fahrzeug ausrüsten werden, mit dem er dort fahren kann, wo er hingehört. Dann können wir vielleicht für eine positive Überraschung sorgen."

Brawn will beide Fahrer siegen sehen

Denn bislang wussten die Silberpfeile nur bedingt zu glänzen, wie Teamchef Brawn bestätigt: "Wir hatten nicht gerade einen fantastischen Start, sind aber gut dabei, weil niemand wirklich dominierend auftritt. Es gibt noch genug Möglichkeiten", sagt Brawn und verweist auf den Großen Preis von China 2010: "Dieses Wochenende hat mich frustriert, denn Nico hätte das Rennen gewinnen können."

"Ihm ist bei diesen schwierigen Bedingungen ein Fehler unterlaufen. Er steht aber kurz davor, sein erstes Rennen zu gewinnen. Es müssen nur endlich einmal alle Puzzlesteine an ihren Platz fallen, aber das wird kommen. Ich bin sicher, er wird das schaffen", hält der Brite während der Rennpause fest. "Ich denke, auch Michael wird siegen können, wenn wir das Auto auf die Reihe bekommen."

"Er ist so entschlossen und das sieht man auch, wenn er fährt. Es liegt jedenfalls nicht an Talent oder Mut. Die Technik muss optimiert werden und auch das Auto braucht noch etwas Tuning", erläutert Brawn. "Michael verliert nur hin und wieder etwas Zeit. Aus diesem Grund gehen wir fest davon aus, dass er es hinkriegt, dass wir es hinkriegen und dass wir dorthin kommen, wo wir hin müssen."

Fotoquelle: xpb.cc


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