Jarno Trulli ist schwer frustriert, weil es bisher nicht richtig klappen wollte

Formel 1 2010

— 27.04.2010

Trulli: Der Frust sitzt tief

Jarno Trulli ist von seiner bisherigen Saison schwer enttäuscht - Der Italiener fühlt sich vom Pech verfolgt

Jarno Trulli hatte sich seine bisherige Saison anders vorgestellt. Natürlich ist der Italiener soweit realistisch. Er wusste, dass ihn sein Wechsel zu Lotus vor eine schwere Aufgabe stellen würde und dass viel Zeit von Nöten sein wird, bis sich der Rennstall in der Formel 1 eingelebt hat. Dass aber die ersten Rennen derart verkorkst sein würden, war nicht im Plan des 35-Jährigen vorgesehen. Gegenüber 'Autosprint' spricht er sich den Frust von der Seele.

"Ich habe mir zumindest erwartet, Rennen fahren zu können", beklagt sich der Routinier. In Malaysia konnte er wegen eines Hydraulikproblems nicht einmal an den Start gehen. "Und wenn ich ins Ziel gekommen bin, dann nur deshalb, weil man von mir wollte, dass ich die Zielflagge sehe. Aber das Auto war dann bereits in keinem idealen Zustand mehr." Bisher verbuchte der Italiener zwei Zielankünfte in dieser Saison. Beide Male landete er auf dem 17. und letzten Platz mit mehreren Runden Rückstand.

Besser lief es stets für Heikki Kovalainen, der bis auf den Ausfall in Malaysia stets vor Trulli landete, immer mehrere Runden vor dem Stallrivalen. "Mein Auto scheint das Pech magisch anzuziehen. Immer passiert etwas bei meinem Wagen und nur bei meinem Wagen." Der Pechvogel weiß, dass es noch früh ist, Bilanz zu ziehen und noch einige Entwicklungsarbeit nötig sein wird, den Lotus-Boliden zuverlässiger zu machen. "Am Ende des Jahres werde ich ein Urteil fällen." Seine volle Konzentration gilt nun dem Stallduell mit Kovalainen, das er zu seinen Gunsten drehen will.

Mit der Arbeit des Teams ist Trulli wenigstens zufrieden, immerhin ist Lotus der beste Neueinsteiger: "Wir arbeiten wie ein Top-Team, aber leider können wir derzeit nur zehn Prozent unseres Potenzials zeigen." Schuld daran sei die fehlende Zeit in der Saisonvorbereitung. "Es gibt keine Testfahrten, am Rennwochenende ist also die einzige Möglichkeit etwas auszuprobieren." Motorenlieferant Cosworth und Getriebeerzeuger X-Track beeinflussen die Leistungsfähigkeit des Teams kaum. Deren Anteil an der schwächelnden Gesamtperformance beziffert der Lotus-Pilot mit "zehn Prozent".

Das wahre Potenzial des Rennstalls wird man erst 2011 sehen, "wenn wir die strukturellen Probleme beseitigen und uns auf die Entwicklung des neuen Autos konzentrieren konnten." Mit etwas mehr Zeit in der Vorbereitung wäre laut Trulli auch schon in dieser Saison mehr möglich gewesen. "Das muss nun Rennen für Rennen alles nachgeholt werden."

Fotoquelle: xpb.cc


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