Jacques Villeneuve hat die Hoffnung nicht aufgegeben: Die Formel 1 ist sein Ziel

Formel 1 2010

— 28.04.2010

Villeneuve: "Das Alter wird zur Trumpfkarte"

Ex-Champion Jacques Villeneuve arbeitet weiterhin intensiv an seiner Fitness, um für ein mögliches Comeback in der Formel 1 optimal gerüstet zu sein

Eigentlich hatte Jacques Villeneuve mit der Formel 1 bereits abgeschlossen, doch im Zuge der jüngsten Regeländerungen ist der kanadische Rennfahrer plötzlich wieder Feuer und Flamme für die "Königsklasse". Hätte der serbische Geschäftsmann Zoran Stefanovic seinen Rennstall an den Start gebracht, Villeneuve wäre wohl als Stammfahrer mit dabei gewesen. Aufgeben will der Routinier aber nicht.

Der Weltmeister von 1997 möchte sich nicht davon entmutigen lassen, dass sein bis dato letzter Anlauf nicht von Erfolg gekrönt war. "Ich mache trotzdem weiter", wird Villeneuve von 'Auto Motor und Sport' zitiert. Der 38-Jährige meint, dass sich ihm schon bald eine neue Chance bieten könnte: "Die vergangene Saison hat gezeigt, dass die Teams ihre Fahrer auch während der Saison austauschen.

Bislang wurde Villeneuve dabei nicht berücksichtig, zieht aber einiges an Hoffnung aus den Verpflichtungen von seinen ehemaligen Konkurrenten Pedro de la Rosa und Michael Schumacher, die im vergleichsweise hohen Rennfahrer-Alter noch einmal in der Formel 1 unterwegs sind. Für Villeneuve ist das ein klares "Zeichen dafür, dass Erfahrung wieder mehr geschätzt wird", so der Kanadier.

Villeneuve setzt auf Routine und Erfahrung

Überhaupt hält Villeneuve große Stücke auf seinen früheren Rivalen - trotz dessen bislang recht bescheidener Leistungen. "Michael wird noch besser sein als in seiner ersten Karriere, weil er die Fehler, die er damals gemacht hat, heute nicht mehr machen wird", gibt Villeneuve vor dem Europaauftakt der Formel 1 zu Protokoll und fügt erklärend hinzu: "Bei mir wäre es genauso."

"Das Alter setzt dir heute viel später Grenzen. Schau dir Eishockey an", so der langjährige BAR- und Honda-Fahrer. Auf dem Eis würden fast 40-Jährige noch "auf Weltklasseniveau spielen", wie der 38-Jährige zu berichten weiß. Villeneuve führt dies auf eine gesündere Lebensweise zurück, wodurch Sportler heutzutage länger leistungsfähig seien. "Wir haben dadurch zehn Jahre dazu gewonnen."

Das höhere Alter bringe zudem noch weitere Vorteile mit sich, sagt Villeneuve und macht einmal mehr Werbung in eigener Sache: "Wenn du so hungrig bist wie Schumacher, wird das Alter zur Trumpfkarte. Er und ich können von unserer Erfahrung profitieren." Und damit auch die körperlichen Voraussetzungen passen, schindet sich Villeneuve nach wie vor in einem speziellen Trainingsapparat.

Trainieren für den Formel-1-Ernstfall

Diesen hat Fitnessguru Erwin Göllner entworfen und gemeinsam mit seinem kanadischen Schützling immer wieder weiterentwickelt. Für Villeneuve ist das Gerät die ideale Vorbereitung auf die Strapazen der Formel 1. "Ich kenne nichts Besseres auf diesem Gebiet", findet Villeneuve lobende Worte für diese Methode. "Die Teams investieren so viel Geld in die Technik, aber beim Fahrer sparen sie."

"Wir wollten den anderen einen Schritt voraus sein. Und damit das Training nicht langweilig wird, fährst du gegen dich und deine Bestwerte", erläutert der Kanadier, der damit gezielt die Muskeln und Fähigkeiten fordert und fördert, die auch in einem Grand Prix beansprucht werden. "Wir sprechen von einem statischen und einem dynamischen Programm", hält Göllner diesbezüglich erläuternd fest.

Angeschnallt wie einem Renncockpit, kann Villeneuve Bremse und Gaspedal bedienen und kommt bei einer Trainingseinheit in voller Montur ziemlich rasch ins Schwitzen. Dennoch ist der Ex-Champion schlichtweg begeistert: "Wenn du dich beim Bremsen oder in den Kurven im Sitz verspannst, werden Muskelpartien im Rücken angesprochen, von denen du gar nicht wusstest, dass es sie gibt..."

Fotoquelle: xpb.cc


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