Damon Hill verteidigt das finanzielle Risiko, das mit dem Umbau verbunden ist

Formel 1 2010

— 30.04.2010

Hill: Britische Top-Piloten für Silverstones Erfolg nötig

Damon Hill gibt zu, dass der Silverstone-Umbau ein finanzielles Risiko ist - Damit sich dieses auszahlt müsse es auch weiterhin britische Top-Piloten geben

Großbaustelle Silverstone: Gestern wurde mit dem neuen "Arena"-Streckenteil die erste Neuerung präsentiert. Diese soll zu mehr Überholmanövern führen. Dadurch wurde der Kurs auf 5,89 Kilometer verlängert. Die Kosten hierfür werden mit 5,7 Millionen Euro beziffert. In den kommenden Monaten wird aber noch eifrig an der Strecke weitergebaut werden. Bis zum kommenden Jahr wird unter anderem ein neuer Boxenkomplex sowie ein Paddockclub entstehen. Die gesamte Umgestaltung von Silverstone wird etwa 35 Millionen Euro kosten. Darin nicht inkludiert sind die Kosten für den 17 Jahre gültigen Vertrag (besitzt eine Ausstiegsklausel nach zehn Jahren) mit der Formel 1.

Dass die Rennstreckenbetreiber, der British Racing Drivers' Club (BRDC), finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, ist hinlänglich bekannt. Dementsprechend riskant war diese riesige Investition, wie BRDC-Präsident Damon Hill gegenüber 'Autosport' zugibt: "Das Risiko war nötig. Die Alternative wäre höchstwahrscheinlich gewesen, dass der Grand Prix von Großbritannien aus dem Kalender gestrichen wird. Es gab einigen Widerstand, ein derartiges Risiko einzugehen, aber Event-Promotion ist nun mal ein riskantes Geschäft."

Der BRDC musste finanziell an seine Grenzen gehen, um den Umbau zu finanzieren, meint Hill: "Es ist nicht das absolute Limit, aber wir mussten weiter gehen als je zuvor." Da man aber neben der Formel 1 nun auch die MotoGP sowie die Superbike-WM beheimatet soll sich die Neugestaltung schon bald rentieren. "Es ist gerechtfertigt, dass man erstklassige Rennstrecken benötigt, wenn man erstklassige Events wie die Formel1 und die MotoGP veranstaltet, aber es muss finanziell Sinn machen."

Aus Veranstaltersicht ist es aber auch sehr wichtig, dass es weiterhin viele britische Top-Piloten gibt, denn nur dann füllen sich auch die Zuschauertribünen."Wir hatten immer eine gesunde Basis", meint der Formel-1-Weltmeister von 1996, erinnert sich aber auch an nicht so gute Zeiten: "Zwischen Hunt und Mansell gab es eine Flaute, aber wir sind uns sicher, dass wir auch weiterhin an der Spitze des Sports mitmischen werden, wo im Moment Hamilton und Button sind."

Fotoquelle: xpb.cc


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