Jackie Stewart zweifelt an Michael Schumachers Qualitäten

Formel 1 2010

— 02.05.2010

Stewart: "Schumacher nicht der Gleiche wie früher"

Jackie Stewart sieht in Michael Schumacher nicht mehr das gleiche Feuer brennen - Damon Hill sucht die spezielle Schumacher-Magie

Das Comeback von Michael Schumacher schlägt seit der offiziellen Ankündigung hohe Wellen. Von der Begeisterung und der Freude rund um den Globus ist nach vier Rennen etwas Ernüchterung eingekehrt - zumindest aus Sicht der zählbaren Resultate. Obwohl viel über die Leistung des Rekordweltmeisters diskutiert wird, sollten ehemalige Weltmeister am besten Schumachers derzeitige Qualitäten beurteilen können. Der dreifache Champion Jackie Stewart findet, dass der 42-Jährige nicht mit schlechten Autos klar kommt.

"Falls es das Alter ist, oder der Wohlstand oder die Privilegien sind, ich zweifle nicht daran, dass Michael nicht mehr der gleiche Mann ist, der er mal war", wird Stewart in der 'Daily Mail' zitiert. "Man kann einfach nicht für drei Jahre aussteigen, zurückkommen und das Licht mit der gleichen Leistung aufdrehen. Er läuft vielleicht mit 60 statt mit 100 Watt." Speziell in der Qualifikation, wo es auf die punktgenaue Leistungsexplosion ankommt, tut sich Schumacher bisher schwer. 0,7 Sekunden fehlten dem Deutschen zuletzt in China auf seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg.

Auch Damon Hill, der die herausragenden Fähigkeiten Schumachers am eigenen Leib erfahren durfte, macht sich Gedanken, ob das Ausnahmetalent immer noch vorhanden ist. "Michael nimmt sich die Zeit, um wieder zu sich zu finden. Wir haben bis jetzt aber noch nichts von der alten Schumacher-Magie gesehen", stellt der Weltmeister von 1996 fest. "Gibt es diese Magie noch? Ich bin mir sicher, dass sich Michael diese Frage auch stellt. Diese Frage ist nach vier Rennen auch berechtigt."

Die Fähigkeiten Schumachers beschränken sich aber nicht nur auf die Strecke. Der 91-fache Grand-Prix-Sieger kann mit seiner reichhaltigen Erfahrung dem Team bei der Entwicklung helfen. Mercedes-Motorsportdirektor Norbert Haug bestätigt: "Sein Enthusiasmus motiviert das komplette Team." Fortschritte werden aber mit Resultaten gemessen. Bleiben diese aus, wird die Kritik auch nicht verstummen. Für Barcelona gibt es einen runderneuerten Mercedes.

Stewart sieht Schumachers Probleme anderweitig und vergleicht mit einem Rennfahrer aus seiner Zeit: "Es hat den Anschein, dass Michaels Leistung nicht so gut ist, wenn das Auto nicht funktioniert. Andere, wie Jim Clark, konnten auch ein schwer zu fahrendes Fahrzeug meistern. Ich denke nicht, dass Michael diese Fähigkeit hat. Wenn er im runderneuerten Mercedes nichts zeigt hat er ein Problem."

Ob schlechte Resultate das Image des Rekordweltmeisters schädigen können, ist eine andere Frage. Hill verteidigt die Comeback-Entscheidung seines alten Rivalen. "Seine Rekorde stehen für alle Zeiten. Ich akzeptiere nicht, dass er alles ruinieren könnte, wenn seine Rückkehr nicht funktioniert. Er sollte sich auch nicht für den Versuch schämen. Es werden noch einige denkwürdige Momente auf ihn zukommen."

Fotoquelle: xpb.cc


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