So sieht ein Sieger aus: Jenson Button erlebte einen sehr guten Saisonauftakt

Formel 1 2010

— 03.05.2010

Herbert: "Es läuft Richtung Button"

Johnny Herbert verfolgt das Duell seiner Landsleute Jenson Button und Lewis Hamilton mit Spannung - Das Pendel schlägt derzeit für Button aus

Jenson Button hatte einen perfekten Einstand bei McLaren. Der amtierende Weltmeister gewann zwei von vier Rennen, stand dreimal vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton in der Startaufstellung und führt noch dazu die Gesamtwertung an. Johnny Herbert ist von der Leistung des 30-Jährigen sehr beeindruckt.

"Ich denke Jenson hat viel mehr erreicht, als ich im Vorfeld dachte, weil er in das Team von Lewis wechselte", gibt Herbert gegenüber 'ITV' zu. "Lewis ist glücklich mit dem Team, sie verstehen sich gegenseitig und arbeiten wirklich sehr, sehr gut zusammen." Herbert kennt die Situation aus seiner eigenen Karriere. Die letzten beiden Saisonrennen 1994 und die komplette Saison 1995 bestritt der Brite an der Seite von Michael Schumacher bei Benetton. Dort war immer klar, wer die Nummer eins ist.

Obwohl Herbert im Sommer 1995 ebenfalls zwei Rennen gewinnen konnte, stand er deutlich im Schatten des Deutschen. "Der glückliche Sieg in Australien - und es macht überhaupt keinen Unterschied, ob es Glück war - hat Jenson mental sehr geholfen", meint Herbert. "Aber was Jenson in China veranstaltet hat, war sensationell. Er war in der Qualifikation und im Rennen schneller als Lewis und hat sich die WM-Führung gesichert. Ich denke, das ist eine Seite von ihm, die wir zuvor noch nicht gesehen haben. Das wird ihn sicher sehr anspornen."

Diese Erfolge setzen Hamilton unter Druck. Der Weltmeister von 2008 zeigte zwar starke Rennen mit vielen Überholmanövern, doch am Ende des Jahres geht es um WM-Punkte. "Lewis hat bisher nicht antworten können. Deswegen denke ich, dass Jenson immer stärker und stärker wird", schätzt Herbert das Duell der beiden ein. "Lewis ist ein seinem Team, aber man könnte sagen, dass es von einem anderen Briten übernommen wurde."

Trotzdem geht es für McLaren-Mercedes darum, beide WM-Titel zu gewinnen. Eine Situation wie 2007, als sich Hamilton und Fernando Alonso bekämpften, sodass Kimi Räikkönen im Ferrari am Ende jubeln durfte, soll nicht vorkommen. Experte Herbert über die aktuelle Situation: "Für Lewis und Jenson geht es künftig darum, wer von ihnen das Auto in seine Richtung bringen kann. Das ist der Schlüssel für die WM. Aus der heutigen Sicht würde ich sagen, dass es im Moment Richtung Jenson läuft. Aber die Saison ist noch lang."

Fotoquelle: xpb.cc


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