Kamui Kobayashi und das Sauber-Team waren bislang noch nicht in Topform

Formel 1 2010

— 03.05.2010

Sauber: "Die Abstände haben stark zugenommen"

Teamchef Peter Sauber über die Erkenntnisse aus den ersten Saisonrennen, die hohe Konkurrenzdichte und die Leistung seines Rennstalls

Vier Grands Prix hat das Starterfeld der Formel 1 in diesem Rennjahr bereits absolviert - und diese vier Rennen haben vor allem eines gezeigt: 2010 ist gleich mit mehreren Teams zu rechnen. Viele Fahrer haben beste Chancen, nach dem Absolvieren der Renndistanz als Sieger abgewinkt zu werden. Dieser Umstand bereitet auch Teamchef Peter Sauber große Freude und viel Spaß.

"Interessant ist, dass das fahrerische Niveau in dieser Saison so hoch ist, wie seit vielen Jahren nicht mehr", wird der Schweizer im 'Sonntagsblick' zitiert. "Es gibt derzeit acht, neun Piloten, die ganz vorne mitfahren können. Den Fans kann das nur recht sein", meint Sauber und nennt eine weitere Beobachtung: "Bemerkenswert ist, dass die Abstände in diesem Jahr wieder deutlich größer geworden sind."

"Im vergangenen Jahr gab es ein interessantes Phänomen: Im Qualifying lagen oft 15 oder gar mehr Autos innerhalb einer Sekunde. Eine schlüssige Erklärung dafür konnte niemand liefern", gibt Sauber rückblickend zu Protokoll. "Genau so wenig, wie es sich erklären lässt, dass die Abstände in diesem Jahr stark zugenommen haben." Sehr aufregend ist dieses Szenario laut Sauber aber allemal.

Schließlich werden die Teams beim Europaauftakt in Barcelona viele neue Teile an den Start bringen, was das Kräfteverhältnis recht deutlich durcheinander bringen könnte. "Natürlich stellt sich nun die spannende Frage: Bleibt das so oder wird sich das Blatt nach dem Europastart in einer Woche in Barcelona langsam wenden?", bringt es Sauber eine Woche vor dem Grand Prix auf den Punkt.

In Bezug auf seinen eigenen Rennstall hofft der 66-Jährige freilich auf eine Wende zum Besseren: "Was unsere eigene Leistung betrifft, sind wir natürlich überhaupt nicht zufrieden. Null Punkte nach vier Rennen - das ist weit von unserem Anspruch entfernt", sagt Sauber abschließend. "James Key hat eine Menge Arbeit vor sich. Und für alle im Team gilt: hart und fokussiert arbeiten."

Fotoquelle: Sauber


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