Adrian Sutil sind in diesem Jahr solide Kandidaten auf Positionen in den Top 10

Formel 1 2010

— 04.05.2010

Sutil: "Ich habe aus meinen Fehlern gelernt"

Force-India-Pilot Adrian Sutil über den rasanten Aufstieg seines Teams, seine persönliche Leistung und die Situation vor dem Formel-1-Europaauftakt

Für Adrian Sutil ist die Formel-1-Welt im Augenblick vollkommen in Ordnung. Der deutsche Rennfahrer ist mit seinem VJM03 ein kontinuierlicher Anwärter auf WM-Punkte und konnte sich beim Rennen in Malaysia gleich zehn Zähler auf einen Streich einverleiben. Zudem tut sich der 27-Jährige in diesem Jahr deutlich leichter damit, seinen Rennwagen in die Top 10 der Formel 1 zu manövrieren.

Dies führt Sutil nicht zuletzt auf seine eigenen Fähigkeiten zurück: "Ich glaube, meine Konstanz hat sich deutlich verbessert", sagt der Force-India-Pilot im Gespräch mit 'Spox'. "2009 wurde ich ins kalte Wasser geworfen, als ich plötzlich ein Auto hatte, mit dem ich an der Spitze mitfahren konnte. Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte, auf einmal eine Chance auf einen Podestplatz zu haben."

"Ich habe mir oft zu viel Druck gemacht und zu viel gewollt. Die Folge waren dumme Fehler", gibt Sutil zu Protokoll und fügt hinzu: "Das ist ein Lernprozess, und ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Ich bin als Fahrer sehr gereift - wobei mir übrigens auch die Tatsache geholfen hat, in einem schwachen Team angefangen zu haben", meint Sutil, dessen Rennstall lange als chronischer "Hinterbänkler" galt.

"Wenn man einmal gelernt hat, in einem schlecht abgestimmten Auto seine Leistung zu bringen, dann tut man sich mit einem besseren Auto umso leichter", bringt es Sutil auf den Punkt - und ein eben solches hat der Deutsche 2010 zur Verfügung. "Wir wussten schon im Winter, dass wir ein gutes Auto haben, brauchten aber erst einmal eine Bestätigung. Nach den ersten vier Rennen haben wir die nun."

Sutil vermutet: In Barcelona bleibt alles beim Alten

"Wir sind konstant in den Top 10, das ist ein ganz anderes Gefühl als bei den vergangenen Saisonstarts", erklärt Sutil, doch vorne wird die Luft immer dünner: "Es ist sehr schwierig, die vier Spitzenteams einzuholen, weil deren Ressourcen einfach sehr groß sind. Wir sind ein kleines Team. Wenn wir einen von denen einholen würden, würde bei denen etwas ganz falsch laufen."

"Wir sind an einem Punkt angelangt, wo man sich nicht mehr so leicht verbessern kann. Große Sprünge kann man machen, wenn man ganz hinten ist. Aber im Mittelfeld ist das viel schwieriger", sagt der 27-Jährige - auch im Hinblick auf das bevorstehende Rennen in Barcelona. Für den Großen Preis von Spanien rechnet sich Sutil einiges aus, die Hackordnung werde aber kaum anders sein.

"Ich gehe nicht davon aus, dass sich das Kräfteverhältnis wesentlich verändern wird", gibt Sutil abschließend zu Protokoll. "Ich glaube, Red Bull wird auch in Barcelona sehr stark sein. Das ist eine absolute Aerodynamik-Strecke, und das Auto von Red Bull ist fast schon ein Aerodynamik-Wunder. Dahinter werden Ferrari und McLaren die härtesten Verfolger sein" - mit Mercedes rechnet Sutil nicht.

Fotoquelle: xpb.cc


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