Kehrt KERS zurück? Die Formel 1 denkt aktuell über eine Wiedereinführung nach

Formel 1 2010

— 04.05.2010

Flybrid will die Formel 1 mit KERS ausstatten

Schon 2011 könnte KERS sein Comeback feiern: Das britische Unternehmen Flybrid möchte alle Formel-1-Teams mit seinem System ausstatten

KERS oder kein KERS, das ist hier die Frage: Die aktuelle Formel-1-Saison ist erst wenige Wochen alt, doch im Hintergrund werden bereits die Weichen für das neue Rennjahr gestellt. Die Rennställe der Teamvereinigung (FOTA) setzen sich gegenwärtig einmal mehr mit der KERS-Thematik auseinander, was am Rande des Großen Preises von Spanien vielleicht zu einer Entscheidung führt.

Denn wie unsere Kollegen von 'Autosport' berichten, ist ein unabhängiges Unternehmen aus Großbritannien mit einem Vorschlag an die FOTA herangetreten: Flybrid kann sich demnach durchaus vorstellen, im kommenden Jahr einige Teams mit seinem KER-System auszustatten - sofern die Rennställe rechtzeitig Interesse an der Schwungrad-Technologie des Unternehmens bekunden.

Flybrid hätte offenbar sogar die Möglichkeit, das komplette Starterfeld mit KERS zu beliefern, sollte die FOTA sich auf ein Einheitssystem einigen. Aktuell sind vor allem Ferrari, Renault und Williams die treibenden Kräfte hinter der Wiedereinführung der Zusatzpower, welche den Fahrern bislang nur im vergangenen Rennjahr zur Verfügung stand. Für 2010 wurde KERS aus der Formel 1 verbannt.

Die Begeisterung um ein Comeback von KERS hält sich in den Reihen der Teams insgesamt noch in überschaubaren Grenzen, wie Lotus-Technikchef Mike Gascoyne stellvertretend für die neuen Rennställe gegenüber 'Autosport' erläutert: "Für uns ist die Implementierung von KERS natürlich eine richtig schwierige Angelegenheit", meint der Brite. "Wir halten diese Geschichte aber für sehr wichtig."

"KERS ist eine gute Nachricht für den Sport. In unseren Augen macht es aber mehr Sinn, das System - gemeinsam mit dem neuen Motor - erst 2013 einzuführen", gibt Gascoyne zu Protokoll, merkt aber an: "Wenn uns für das kommende Jahr aber ein Angebot vorliegen würde, dann müssten wir uns das logischerweise genau anschauen. Kommerziell muss diese Sache jedenfalls Sinn machen."

Von der Ernsthaftigkeit des Vorschlages ist man in Fachkreisen indes überzeugt, denn Flybrid ist mit der modernen Formel-1-Technologie bestens vertraut: Das britische Unternehmen arbeitete ab 2007 mit dem Honda-Team zusammen, um KERS 2009 an den Start zu bringen. Brawn hatte dieses System bekanntlich nicht an Bord - die Technik von Flybrid ist allerdings in Straßenwagen verbaut.

Speziell dafür kann sich FIA-Präsident Jean Todt begeistern. Der Franzose erklärte am Rande eines Besuchs in Spanien, dass er es "überaus ernst" meine, KERS 2011 wieder in der Formel 1 zu bringen, um den Sport als "Botschafter für neue Technologien" zu etablieren. Darüber hinaus kündigte Todt laut 'AP' an, ab 2013 auf eine neue Aerodynamik setzen zu wollen, um das Überholen zu erleichtern.

Fotoquelle: xpb.cc


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