Das Red-Bull-Team scheint in Barcelona in einer eigenen Liga zu fahren

Formel 1 2010

— 07.05.2010

Konkurrenz glaubt: Red Bull unschlagbar

Fernando Alonso und Jenson Button sind davon überzeugt, dass Red Bull beim Grand Prix von Spanien nicht zu schlagen sein wird

Mark Webber glaubt zwar, dass McLaren heute nur geblufft hat, aber die Wahrheit sieht wohl anders aus. Denn Red Bull war - wie erwartet - vor allem in den schnellen Kurven eine Klasse für sich, was in Barcelona bekanntlich entscheidend ist. Das belegt die sensationelle Zwischenzeit von Sebastian Vettel im zweiten Sektor (29,7 Sekunden). Alleine in dieser kurvigen Passage ist Red Bull um eine halbe Sekunde schneller als der Rest!

"Im zweiten Training waren sie wirklich verdammt schnell", staunt Fernando Alonso, der als Vierter 0,854 Sekunden Rückstand hatte. "Es wird sehr schwierig für uns, solche Zeiten zu fahren. Manchmal ist es aber so, dass die, die am Freitag besonders schnell waren, am Samstag zurückfallen. Vielleicht machen sie einen Fehler beim Setup oder so. Aber unter normalen Umständen wird es schwierig, sie an diesem Wochenende zu schlagen."

Positiv aus Ferrari-Sicht: Alonso leistete sich auf seinem Run mit weichen Reifen zuerst einen Fahrfehler - und in der zweiten Runde ließ der Grip schon ein bisschen nach. Das heißt, er hätte noch ungefähr zwei Zehntelsekunden schneller sein können. Negativ: Im Gegensatz zu den vergangenen Rennwochenenden haben die Italiener diesmal schon am Freitag mit weniger Benzin experimentiert, um sich auch auf das Qualifying vorzubereiten.

"Da haben wir unsere Herangehensweise geändert", gesteht Alonso. "In den ersten Rennen haben wir unser Potenzial im Qualifying nicht maximiert, also haben wir die Nachmittagssession geteilt. Zuerst bin ich eine Rennsimulation gefahren, dann mit weniger Benzin. Hoffentlich können wir daraus etwas lernen - und vielleicht stoßen wir heute Nacht noch auf die ein oder andere Sache, die uns schneller machen kann."

Doch es ist eine Sache, ein bisschen Performance zu finden, aber eine andere, fast eine Sekunde auf Vettel gutmachen zu müssen - zumal Red Bull an den bisherigen Freitagen auch eher konservativ unterwegs war. Das ist nicht nur Alonso bewusst, sondern auch dem Rest des Feldes. Auch Jenson Button, bisher der einzige Pilot im Feld, der zwei Saisonrennen gewonnen hat, sieht diesbezüglich kein Licht am Ende des Tunnels.

"Es ist schrecklich, das sagen zu müssen, aber Red Bull ist dieses Wochenende unantastbar", seufzt der McLaren-Star. "Wir sind nicht glücklich mit unserem Fahrverhalten, da geht also noch mehr, aber die Red Bulls sind einfach zu schnell. Eine 19er-Zeit zu fahren, ist verflixt schnell. Ja, ihre Runs mit wenig Benzin sind normalerweise deutlich schneller als mit viel Benzin, aber bei solchen Zeiten sind sie unabhängig von der Benzinmenge auf jeden Fall voran!"

Fotoquelle: xpb.cc


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