Michael Schumacher sorgt sich wegen des großen Abstands auf Red Bull Racing

Formel 1 2010

— 08.05.2010

Schumacher: "Der Abstand ist erschreckend"

Michael Schumacher ist mit den Verbesserungen am Auto und seiner Leistung zufrieden, zeigt sich aber besorgt über den großen Abstand auf die Konkurrenz

Das Qualifying zum Großen Preis von Spanien hat das bisherige Bild des Wochenendes in Barcelona bestätigt. Michael Schumacher kommt mit dem generalüberholten Mercedes deutlich besser zurecht, ließ seinen Teamkollegen Nico Rosberg in der Qualifikation um etwas mehr als eine Zehntelsekunde hinter sich und belegte Position sechs.

"Ich habe gemischte Gefühle, gar keine Frage", so der siebenmalige Formel-1-Weltmeister. "Ich habe das gesamte Wochenende über ein gutes Gefühl für das Auto gehabt, habe mich wesentlich wohler gefühlt. Ich habe die Abstimmung so hinbekommen, dass sie mir entgegenkommt. Ich habe auch normale Linien wählen können, die zu rechtfertigen sind. Ich habe mich wohl dabei gefühlt, was in China überhaupt nicht der Fall war. Ich habe alles Mögliche probiert, aber dort hat alles nichts geholfen und genutzt."

Ein Blick auf die Zeiten zeigt jedoch, dass dem Deutschen fast 1,3 Sekunden auf Mark Webber im Red Bull fehlen - das treibt Schumacher die Sorgenfalten auf die Stirn: "Wir müssen sagen, dass der Abstand nach vorne erschreckend groß, extrem groß ist. Das ist das, was für mich im Moment noch viel mehr ins Auge sticht. Es ist sicherlich so, dass mir das Auto wesentlich besser entgegenkommt und ich damit arbeiten kann. Ich habe jetzt mehr Einstellungsmöglichkeiten und Spielraum. Insofern ist das für mich natürlich ein Vorteil."

Ein kleiner Trost ist die Tatsache, dass nur Red Bull Racing derart überlegen ist, auch McLaren-Mercedes und Ferrari gewaltigen Rückstand auf die Autos von Mark Webber und Sebastian Vettel haben: "Die Red Bull stechen im Verhältnis zu allen heraus. Es ist eine Aerodynamik-Strecke, und wer gegenüber anderen Teams einen Aerodynamik-Vorteil hat, kann diese hier zeigen. Das ist das, was sich zeigt."

"Bei der Analyse fällt auf, dass sie in schnellen Kurven extrem stark sind. Das war aber auch wohl in der Vergangenheit schon so, dass das Auto durch schnelle Kurven wesentlich schneller fahren kann und weniger an Geschwindigkeit verliert. Dafür gibt es Gründe, und es liegt jetzt an uns, diese herauszufinden und dementsprechend zu agieren."

Der Europa-Auftakt ist traditionell jenes Rennen, bei dem die Teams die meisten Updates an die Autos montieren - eine große Verschiebung der Kräfteverhältnisse sieht Schumacher jedoch nicht: "Ich würde nicht behaupten, dass es bei Red Bull eine extreme Veränderung gegeben hat. Ich glaube ganz einfach, dass das Auto auf diese Strecke perfekt passt. Hätte man dieselben Autos von China hierher geholt, würde es wahrscheinlich nicht viel anders aussehen."

"Jeder wird, so wie wir das auch schon befürchtet hatten, einen Schritt nach vorne gemacht haben. Insofern kann man sagen, dass wir ein bisschen hinter McLaren-Mercedes gerutscht sind, ein bisschen weiter weg sind. Wir haben also vielleicht gut gearbeitet, im Moment aber noch nicht gut genug."

Und welche Chancen räumt sich Schumacher für das Rennen in Barcelona ein? "Von der Position, auf der wir im Moment stehen, brauchen wir nicht wirklich über ein Podium zu reden. Man hat gesehen, dass McLaren auf den harten Reifen extrem stark war. Ferrari ist im Renntrim ebenfalls sehr stark. Das wird ein sehr anstrengendes Rennen werden, in dem man die Rückspiegel im Auge behalten muss und nicht unbedingt nach vorne schauen kann." Bleibt diesmal wieder die Hoffnung auf Regen, wie Schumacher erklärt...

Fotoquelle: xpb.cc


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