Helmut Marko ist beeindruckt von der Leistung seines Teams im Qualifying

Formel 1 2010

— 08.05.2010

Lob für Webber: "Er hat solche Tage"

Red-Bull-Konsulent Helmut Marko schwärmt über Mark Webber, der in der letzten Schikane alles entschieden hat - Stallorder steht nicht zur Debatte

Mark Webber war heute in Barcelona schon den ganzen Tag schneller als Sebastian Vettel - nicht nur in den drei Qualifyings, sondern auch schon im Freien Training am Vormittag, in dem er nur durch gelbe Flaggen gebremst werden konnte. Nach dem Verlauf der Überseerennen kam diese Wende bei Red Bull für viele überraschend.

Nicht so für Helmut Marko: "Wir wissen von Mark, dass er so Tage hat - beispielsweise voriges Jahr am Nürburgring -, an denen er einfach unbezwingbar ist", erklärt der Red-Bull-Motorsportkonsulent im Interview mit 'Motorsport-Total.com'. "Er ist absolut am Limit gefahren, hat keine Fehler gemacht und seine drei besten Sektoren aneinandergereiht. Mark hat solche Tage. Das war heute sicher einer seiner besten bis jetzt im Qualifying."

Ausschlaggebend war schlussendlich die letzte Passage vor Start und Ziel: "Es ging schon das ganze Wochenende hin und her zwischen den beiden, aber Mark hat die Schikane schon die ganze Zeit besser erwischt als Sebastian. Wenn der Abstand dann so knapp ist, macht genau das den Unterschied aus. Mark hat dort immer eine Zehntelsekunde rausgeholt", gibt Teamchef Christian Horner zu Protokoll.

"Es war eine super Teamleistung. Beide Fahrer haben einen Riesenjob gemacht und das Team hat in der Fabrik hart gearbeitet und Updates gebracht, die hervorragend funktionieren. Das kommt dann dabei heraus", schwärmt der Brite. Damit, dass man der Konkurrenz fast eine Sekunde einschenken würde, hätte aber nicht einmal bei Red Bull jemand gerechnet: "Wir sind sehr glücklich, aber selbst etwas überrascht, wie groß der Abstand zum Dritten ist", gibt Marko zu.

Frage: Ist euer Auto wirklich um fast eine Sekunde besser als die Konkurrenz? "Muss es wohl sein", entgegnet der Österreicher, "denn wir haben keinen F-Schacht und unser Motor ist sicher nicht auf der Leistung von Mercedes. Also können es nur die Fahrer und das Chassis sein." Dickes Lob also für die Arbeit von Stardesigner Adrian Newey, der in den vergangenen Wochen noch einmal mindestens drei Zehntelsekunden gefunden hat.

Trotzdem wird man bei Red Bull nicht überheblich: "Wir stehen im fünften Rennen zum fünften Mal auf der Pole-Position, aber wir haben erst einmal gewonnen", meint Horner selbstkritisch. "Ich bin da ein bisschen vorsichtig geworden. Aber wenn es nicht regnet, sollten wir gute Chancen haben." Eine Stallorder, um den in der Weltmeisterschaft besser liegenden Vettel nach vorne zu holen, wird es nicht geben: "So etwas haben wir prinzipiell nicht", winkt Marko ab.

Fotoquelle: GEPA


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