Michael Schumacher fühlt sich im Auto wohl, ist aber auch nicht schnell genug

Formel 1 2010

— 08.05.2010

Mercedes ist ernüchtert: Schritt war nicht groß genug

Wenigstens fühlt sich nun Schumacher im Auto wohl, doch die Verbesserung der Geschwindigkeit reicht nicht aus, um auf die Konkurrenz aufzuholen

Das Mercedes-Team musste nach der Qualifikation zum Großen Preis von Spanien konstatieren, dass man mit dem Auto zwar Fortschritte gemacht hat, aber im Vergleich zur Konkurrenz nicht aufholen konnte. Michael Schumacher profitierte vom Update augenscheinlich zumindest in Barcelona am meisten, er qualifizierte sich mit 1,299 Sekunden Rückstand auf dem sechsten Rang, zwei Plätze vor Nico Rosberg, der 1,413 Sekunden Abstand auf die Spitze hatte.

"Das heutige Qualifying war aus meiner Sicht eine klare Sache", so Schumacher. "Wir hatten gestern ein gutes Auto, was bedeutete, dass für uns die Bedingungen in Bezug auf die Balance und so weiter ziemlich ideal waren. Ich muss zugeben, dass das Auto heute nicht so perfekt war."

"Es sind die kleinen Dinge, die das Pendel in die eine oder die andere Richtung ausschlagen lassen können. Was auch immer passierte, heute hat es ein wenig in die negative Richtung ausgeschlagen. Nichtsdestotrotz habe ich mich beim Fahren im mir nun zur Verfügung stehenden Auto wesentlich komfortabler gefühlt. Aber es gibt ein Maximum, das man aus ihm herausholen kann, und das haben wir heute erreicht."

"Für mich war es ein schwieriges Wochenende", so Rosberg. "Wir müssen uns die Gründe dafür anschauen und verstehen, warum dies so war. Die Veränderungen, die wir am Auto vorgenommen haben, sind offensichtlich gut, und wir haben einen Schritt nach vorn gemacht. Aber wir waren bisher nicht in der Lage, die Verbesserungen wirklich zu nutzen."

"Bedenkt man, dass ich es als schwierig empfunden habe, das Auto zu fahren, und nicht das beste Setup hatte, war unsere Leistung heute akzeptabel", so der Deutsche abschließend. "Aber wir befinden uns nicht absolut dort, wo ich an diesem Wochenende kämpfen wollte."

"Ich bin mit der Leistung unserer Fahrer heute zufrieden", so Teamchef Ross Brawn. "Michael und Nico leisten gute Arbeit. Michael hat mit seinen Fortschritten fortgefahren, die wir während der ersten drei Rennen gesehen haben, während Nico mit seinem Auto an diesem Wochenende nicht komplett glücklich war, was sich an seiner Position zeigt."

"Ich bin zuversichtlich, dass wir Fortschritte gemacht haben, aber auch die anderen Teams sind nach vorn gekommen, wir haben also weitere Arbeit zu erledigen. Über die Gesamtleistung bin ich nicht glücklich, ich bin mir jedoch sicher, dass wir viel weiter hinten stehen würden, wenn wir nicht all die Arbeit geleistet hätten."

"Es ist offensichtlich, dass dies jenen Teams passiert ist, welche seit dem vergangenen Rennen keine Fortschritte gemacht haben. Es gibt ein paar positive Zeichen, aber wir müssen schneller werden."

"Dritte und vierte Startreihe sind nicht ideale Plätze für das Rennen hier - wir haben uns verbessert, andere haben sich mehr verbessert", so Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Wir hatten uns nicht vorgestellt, dieses wichtige erste Rennen der Europa-Saison aus der dritten und vierten Reihe zu starten."

"Michael hat das Mögliche möglich gemacht, ein zwei Plätze besser war drin, mehr nicht. Er hat von der ersten Runde an hier sehr gute Arbeit geleistet. Nico hat vom ersten Tag bis heute den Rückstand auf seinen Teamkollegen um eine halbe Sekunde reduziert. Für uns heißt dieses Ergebnis: Es gibt weiter viel zu tun und viel aufzuholen und genau daran arbeiten wir so lange bis wir ganz vorne sind."

Fotoquelle: xpb.cc


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