Christian Horner konnte stolz sein auf die Bemühungen seines Teams

Formel 1 2010

— 10.05.2010

Horner: Keine Verschnaufpause

Red Bull holte in Spanien fast die Maximalpunktzahl, doch von einem ruhigen Nachmittag war man weit entfernt, denn vor allem Vettel zog die Probleme an

Vielleicht war es ganz gut, dass Sebastian Vettel in Barcelona zu kämpfen musste, um das Rennen zu beenden. Zumindest Teamchef Christian Horner erfuhr dadurch eine Ablenkung vom flauen Gefühl, als er Mark Webber allein an der Spitze seinen Runden drehen sah. "Im Mittelteil des Rennens war ich etwas besorgt, aber wir hatten mit Sebastian so viel zu tun. Als ich wieder nach vorn schaute, waren es noch zwei Runden. Aber Marl ist ein cooler Kerl, er hat das gut hinbekommen", erklärt er.

Der Australier ließ nie einen Zweifel aufkommen, dass er in Spanien unantastbar war. Nur der Start bildete eine kleine Ausnahme, denn Teamkollege Vettel versuchte es. "In der ersten Kurve war es eng zwischen den beiden, aber sie haben sich beide genug Raum gegeben. Das funktionierte recht gut, weil Lewis Hamilton dadurch nicht nach vorn kam", fährt er fort.

Während Webber nun an der Spitze kontrolliert fuhr, kamen bei Vettel die ersten Probleme auf. "Wir holten Sebastian im richtigen Moment rein, als sein Vorsprung auf Sutil ausreichte. Leider klappte etwas mit dem Rad nicht und das kostete viel Zeit beim ersten Boxenstopp. Auch wenn seine Runde aus der Box heraus sehr schnell war, reichte das nicht aus, um Lewis Hamilton hinter sich zu halten. Zwischen beiden war es in der ersten Kurve sehr eng. Eine Chance auf Überholen bestand dann nicht mehr", so Horner.

Rollender Vettel

Probleme beim Radwechsel häufen sich allmählich, nicht nur bei Red Bull. Doch ein Grundsatzproblem entdeckt er nicht: "Man muss bedenken, dass es da bei den Temperaturen der Teile massive Unterschiede gibt. Auch die Stopps bei McLaren sahen heute etwas daneben aus, bei Mercedes gab es auch Probleme", erklärt er.

Schwieriger war dann schon Vettels Problem gegen Rennende. Ein Bremsversagen sorgte für hektische Stimmung. "In den Daten sahen wir, dass es auf dieser Seite ein Bremsversagen gab. Damit entsteht natürlich sofort ein Sicherheitsproblem und Sebastian kam ja auch von der Strecke ab. Er meldete das und wir holten ihn sofort rein. Sonst hätten wir riskiert, dass so etwas passiert wie in Singapur im Vorjahr (als Webber mit Bremsproblemen ausschied; Anm. d. Red.). Dann ging es nur noch darum, mit dem Auto das Ende des Rennens zu erreichen. Die Bremsbalance drehte er ganz nach hinten", so Horner.

"Er konnte den Fehler dann bis zum Ende des Rennens kontrollieren. Das Problem war, dass wir ihn noch mehr bremsen wollten, weil sein Vorsprung nach hinten auf Michael Schumacher massiv war", fährt er fort. "Aber obwohl er in den Bremszonen nur noch rollen lies, war er schneller als die Leute um ihn herum. Die Ränge eins und drei, trotz der Probleme mit Sebastian, sind eine gute Teamleistung."

Doch damit allein war es nicht vorbei. Vettel monierte im Rennen eine schlechtere Balance, als er Hamilton folgte. "Auf den härteren Reifen war da etwas, aber das kann auch durch vorherfahrende Autos erzeugt worden sein. Die Rundenzeiten waren jedenfalls gut", so Horner. Und auch der verstellbare Frontflügel war irgendwann starr: "Es gab ein Sensorproblem, der nicht immer konstante Werte lieferte. Also stellten wir den Flügel fest."

Solche Probleme seien aber kaum zu vermeiden: "Das passiert, wenn man an die Grenzen geht", erklärt er. "Wir müssen verstehen, was das Problem hier war. Auch McLaren muss verstehen, was bei Lewis passierte. Letztlich haben wir aber beide Autos auf dem Podest und es fehlen nur zwei Zähler zur Maximalpunktzahl."

Fotoquelle: Red Bull/Getty


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