Nick Heidfeld hofft in Monaco auf keine Red-Bull-Solo-Show

Formel 1 2010

— 10.05.2010

Heidfeld: "In Monaco könnte es anders aussehen"

In den engen Gassen von Monaco könnte sich das Kräfteverhältnis etwas verschieben - Trotzdem bleibt Red Bull der Favorit

Nach der Qualifikation in Barcelona war die gesamte Konkurrenz erstaunt darüber, um wie viel schneller Red Bull ist. Auf der anspruchsvollen Strecke in Spanien zählt vor allem die Aerodynamik. Nun steht mit Monaco ein komplett konträrer Kurs auf dem Programm. In dem langsamen Leitplankenkanal zählt hauptsächlich die mechanische Abstimmung. Trotzdem ist Red Bull auch an der Côte d'Azur das Team, dass es zu schlagen gilt.

"Es ist schon realistisch, dass es dort ein bisschen anders aussehen wird", meint Nick Heidfeld. "Aber es ist unrealistisch, dass Red Bull dort nicht mehr vorne sein wird. Der Abstand in Barcelona war einfach zu groß. Das war mehr als eine Sekunde und da wird es dann schon noch reichen, um auch in Monaco vorne zu sein. Aber dahinter könnte sich einiges verschieben."

Bei Mercedes wird auf Hochtouren an der Entwicklung des W01 gearbeitet. In Spanien präsentierte man ein komplett überarbeitetes Auto. Trotzdem hatte Michael Schumacher im Ziel eine Minute Rückstand auf Sieger Mark Webber. Heidfeld ist aber zuversichtlich, dass Mercedes den Rückstand aufholen kann. Schließlich konnte die Mannschaft im vergangenen Jahr beide WM-Titel gewinnen.

Einen großen Anteil daran hatte Chefdesigner Loïc Bigois, der für die vorzügliche Aerodynamik des Brawn GP verantwortlich war. "Er macht mit Sicherheit keinen schlechten Job", meint Heidfeld. "Es ist für alle Teams schwer, die sich im Moment mit Red Bull vergleichen, denn da fehlt es bei allen an der Aerodynamik. Diese wird immer als erstes genannt, weil sie gemeinsam mit den Reifen das Wichtigste ist."

Wie Mercedes hat auch McLaren einen verbesserten MP 4-25 nach Barcelona gebracht. Die Chrompfeile konnten noch am ehesten mit Red Bull mithalten. Wie es in Monaco aussehen wird, ist derzeit noch reine Spekulation. "Ob der Abstand zu Red Bull wieder eine Sekunde betragen wird?", fragt sich Lewis Hamilton. "Wer weiß, aber der Fahrer hat dort auf jeden Fall einen größeren Einfluss als auf anderen Strecken. Ich habe gehört, dass es regnen könnte, was es sehr aufregend machen würde."

Zuversicht zieht Hamilton aus seinem starken technischen Paket: "Unser diesjähriges Auto ist das Beste, seit ich für dieses Team fahre. Insofern sollten wir konkurrenzfähig sein." McLaren führt nach fünf Rennen beide Wertungen an. Ein Beweis, dass das Team gute Arbeit geleistet hat. Red Bull machte in Spanien aber 40 Zähler und holt mit großen Schritten auf.

Ähnlich sieht es auch Jenson Button, der in Monaco um seine Gesamtführung zittern muss. Sebastian Vettel hat nur noch zehn Punkte Rückstand. "Ich hoffe, dass wir vom Tempo her näher an Red Bull dran sein werden, was ich aber nicht wirklich glaube", so der Vorjahressieger über die Chancen in Monaco. "Man muss abwarten. Für jeden Fahrer bedeutet die Piste jedenfalls einen zusätzlichen Kick, vor allem wenn man gewinnt."

Fotoquelle: xpb.cc


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