Bereits seit Samstag steht das "Legohaus" von Mercedes in Monte Carlo

Formel 1 2010

— 10.05.2010

Mercedes bezieht sein neues "Legohaus"

Das Mercedes-Team hat sich für weniger als zwei Millionen Euro ein neues Motorhome geleistet, das in Monte Carlo Weltpremiere feiern wird

In Barcelona baute Mercedes im Fahrerlager eine vermeintlich neue Hospitality auf, doch bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus: Es handelte sich dabei lediglich um das DTM-Motorhome. Denn der neue Paddock-Palast feiert in Monte Carlo Weltpremiere und wurde dort bereits vor einigen Tagen aufgebaut.

Es handelt sich dabei um einen grauen Quader, der ab Monte Carlo mit 16 LKWs quer durch Europa transportiert werden soll. Doch Mercedes-Sportchef Norbert Haug (und dem Daimler-Betriebsrat, der dem Formel-1-Engagement kritisch gegenübersteht) ist es ein Anliegen, das Geld nicht sinnlos zum Fenster hinauszuschmeißen. Daher soll das neue Motorhome laut Teamangaben "weniger als zwei Millionen Euro" gekostet haben.

Deutlich billiger als die Energy-Station

Zum Vergleich: Red Bulls Energy-Station dürfte angeblich 15 Millionen Euro teuer gewesen sein. Aber Mercedes möchte ohnehin kein neues Partyzentrum errichten, sondern dem Team, Gästen und Medienvertretern ein angenehmes Ambiente bieten. Gleichzeitig sollte der Aufwand im Rahmen gehalten werden. Angeblich werden künftig nur eineinhalb Tage notwendig sein, um den Mercedes-Quader aufzubauen.

Der Trick ist die intelligente Modulbauweise, die sich der Frankfurter Eventbauexperte Ambrosius ausgedacht hat. Denn die Hospitality besteht - wie ein "Legohaus" - aus 16 Einzelelementen, die vor Ort nur noch zusammengebaut werden müssen. Haug: "Wir müssen nur einen Kran mieten, um die Module übereinander zu stapeln." Wenn die Mitarbeiter damit fertig sind, steht ein zweistöckiger Formel-1-Palast mit eigener Sonnenterrasse.

Fry schlägt Alarm

Im Fahrerlager macht Mercedes also schon jetzt gute Figur, auf der Rennstrecke fehlte zuletzt in Barcelona eine Sekunde auf Red Bull. Michael Schumacher fuhr gestern zwar als Vierter sein bestes Saisonergebnis ein, doch Nico Rosberg kam gar nicht erst in die Punkteränge. Insgesamt scheint der Rückstand auf die Spitze trotz der Updates sogar größer geworden zu sein, als er noch bei den Überseerennen war.

"Wenn du eine Minute hinter dem Sieger ins Ziel kommst, ist das unglaublich enttäuschend", seufzt Mercedes-Geschäftsführer Nick Fry. "Die Wahrheit ist, dass wir eine Menge Arbeit vor uns haben. Ich erwarte aber nicht, dass Red Bull auf anderen Strecken dermaßen überlegen sein wird wie in Barcelona. Aber selbst wenn: Um eine halbe Sekunde sind sie schon schneller als wir - und das ist eine Menge Holz..."

Fotoquelle: Mercedes


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