Zu dritt nebeneinander gingen Di Grassi, Hamilton und Vettel in die erste Kurve

Formel 1 2010

— 10.05.2010

Nachzügler: Hamilton befürchtet Chaos in Monaco

Lewis Hamilton kritisiert das Verhalten der Nachzügler bei Überrundungen, insbesondere Lucas di Grassi

Bereits vor dem Grand Prix von Spanien äußerten viele Piloten ihre Bedenken bezüglich dem Qualifying in Monaco. Die Fahrer befürchten, dass die neuen Teams den arrivierten Rennställen im Weg sein könnten und so vielleicht für den einen oder anderen Top-Star das Aus im ersten Quali-Abschnitt kommen könnte. Das Starterfeld im Q1 aufzuteilen ist aufgrund der Regularien nicht möglich, außer die Teams einigen sich untereinander auf eine Lösung. Doch es scheint, dass alles beim Alten bleiben wird.

Ein Umstand, der Lewis Hamilton sauer aufstößt. "Das wird ein Desaster", glaubt der Ex-Weltmeister im Gespräch mit 'Reuters'. "Es ist macht es umso schwieriger, wenn es so große Leistungsunterschiede gibt. Wenn man einen Nachzügler zwei Mal im Rennen überrundet, ist es kein großes Problem. Aber dass man sie so schnell einholt, ist fast irreal." Der riesige Unterschied war in Barcelona besonders gut zu beobachten. Red Bull fuhr im Qualifying rund sieben Sekunden schnellere Rundenzeiten als HRT. Und im Rennen liefen die zahlreichen Überrundungen nicht ohne Zwischenfälle ab.

Jaime Alguersuari kostete eine Kollision mit einem Nachzügler wahrscheinlich einige WM-Punkte und auch Hamilton musste eine brenzliche Situation überstehen. Als er aus der Box fuhr und Seite an Seite mit Sebastian Vettel auf die erste Kurve zusteuerte, stellte sich plötzlich Lucas di Grassi in den Weg. Mit Müh und Not konnten die beiden Kontrahenten um die WM einen Zusammenprall mit dem Virgin-Piloten vermeiden. "Was zum Teufel hat der da gemacht? Das war nicht ungefährlich und hätte böse ins Auge gehen können", ärgert sich der Brite über den Rookie.

Seine Meinung über die Neueinsteiger ist nicht unbedingt die beste: "Die Nachzügler bringen wirklich keine spektakulären Leistungen." Hamilton kritisiert zudem die fehlende Übersicht mancher Piloten beim Überrunden: "Wenn man einen von ihnen sieht, weiß man, dass er eigentlich aus dem Weg fahren sollte und beginnt darüber nachzudenken, wo er hinfahren sollte. Und dann fahren sie erst in die falsche Richtung. Sie bleiben in der Kurve innen, auch wenn du auf sie aufgeschlossen hast. Bis jetzt hat es noch keine groben Zwischenfälle gegeben und alles lief gut, aber in Monaco wird es schwierig werden."

Fotoquelle: xpb.cc


Weitere Formel 1 Themen

News

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

News

Die hässlichsten Ideen der Formel-1-Historie

News

Formel 1 Monaco 2017: Sebastian Vettel gewinnt an der Box!

News

F1 Backstage Monaco: Pam Anderson gewährt tiefe Einblicke

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung