Fünf Fahrer stellten sich heute der FIA-Pressekonferenz in Monte Carlo

Formel 1 2010

— 12.05.2010

FIA-PK: Fünf Fahrer vor dem Klassiker

Die komplette Mittwochs-Pressekonferenz mit Jenson Button, Felipe Massa, Robert Kubica, Timo Glock und Sébastien Buemi

Weil in Monte Carlo traditionell schon am Donnerstag gefahren wird und der Freitag dafür frei ist, findet der Medientag logischerweise nicht erst am Donnerstag, sondern bereits mittwochs statt. Das gilt natürlich auch für die von der FIA organisierte Pressekonferenz, bei der sich heute fünf Fahrer den Fragen der Medienvertreter stellten. Zentrale Themen: das Qualifying am Samstag und die Dominanz von Red Bull in Barcelona.

Frage: "An alle hier: Bitte blickt zurück auf das vergangene und voraus auf das kommende Wochenende! Was haltet ihr von dieser Strecke? Wie schätzt ihr eure Chancen ein? Sébastien, können wir mit dir anfangen?"

Sébastien Buemi: "Barcelona war mit all den Updates ein Neubeginn der Saison. Wenn man bedenkt, dass wir ein kleines Team sind, haben wir uns nicht so schlecht geschlagen, daher erwarte ich auch für Monaco ein gutes Auto. Wir waren im Vorjahr ziemlich konkurrenzfähig und wir bekommen wieder einige neue Teile, also sollte es nicht so schlecht werden. Wir sollten nahe an Q3 dran sein, am zehnten Platz. Im Qualifying Elfter zu werden und Punkte zu sammeln, das muss hier unser Ziel sein."

McLaren auf dem Vormarsch

Frage: "Glaubst du, dass ihr mit den Updates vom vergangenen Wochenende einen Schritt nach vorne gemacht habt?"

Buemi: "Ja. Mit all den Zwischenfällen war es ein schwieriger Saisonauftakt. Wir hatten auch viele technische Probleme, daher hoffe ich endlich mal auf ein sauberes Wochenende. Das ist am wichtigsten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das möglich ist, denn mein Teamkollege hatte bis Rennende einen konstanten Nachmittag. Das wünsche ich mir für dieses Rennen auch, aber wir werden sehen."

Frage: "Robert, deine Gedanken über vergangenes und dieses Wochenende?"

Robert Kubica: "Von der Performance her war Barcelona ein gutes Wochenende für uns. Über die Performance im Qualifying waren wir fast ein bisschen überrascht. Wir haben kein großes Upgrade nach Barcelona gebracht, also waren wir darauf eingestellt, ein bisschen zurückzufallen. Im Vergleich zu Red Bull war das auch tatsächlich der Fall, aber an Ferrari, McLaren und Mercedes waren wir sehr nahe dran. Das war gut. Leider war die erste Runde dann weniger gut und ich hatte einen beschädigten Frontflügel. Trotzdem wurde ich noch Achter."

"Wir wissen, dass man in Barcelona nur sehr schwer überholen kann, daher war es ein zähes Rennen, aber es war ein gutes Wochenende. Monaco ist jedoch ein ganz anderer Grand Prix als alles, was wir bisher gefahren sind, daher bin ich schon sehr gespannt darauf, wie sich unser Auto hier verhalten wird. Leider haben wir kein besonderes Aeropaket hier. Aus der Vergangenheit bin ich daran gewöhnt, hier besondere Flügel mit mehr Anpressdruck zu haben. Luftwiderstand und Effizienz sind hier in Monaco nicht so wichtig, aber wir werden die gleichen Flügel wie die ganze Saison schon verwenden, daher bin ich gespannt, ob das gut genug ist."

Frage: "Aber du magst doch Kartbahnen - und die Strecke hier ist wie eine große Kartbahn, nicht wahr?"

Kubica: "Ich mag Stadtkurse. Ich habe hier und generell auf Stadtkursen immer recht gute Ergebnisse abgeliefert. Ich freue mich darauf."

Gute Atmosphäre bei Renault

Frage: "Du bist in einem neuen Team. Wie läuft es in der Beziehung? Hast du das Gefühl, dass du das Team um dich herum aufbauen kannst?"

Kubica: "So weit, so gut. Wenn du zu einem neuen Team kommst oder versuchst, mit den Ingenieuren und Mechanikern in der Fabrik und an der Rennstrecke eine gute Beziehung aufzubauen, dann liegt einem viel an der bestmöglichen Arbeitsatmosphäre. Vor allem bei Problemen ist es hilfreich, wenn man gut miteinander auskommt und sich respektiert. Das tun wir, insofern gibt es da nichts zu verbessern. Alles läuft gut."

Frage: "Timo, vergangenes Wochenende, dieses Wochenende?"

Timo Glock: "Das vergangene Wochenende war gut für das Team, weil wir erstmals beide Autos ohne Probleme ins Ziel gebracht haben. Ich bin froh, dass die Änderungen funktioniert haben. Das Rennen hier wird schwierig für uns, denn die Strecke passt wohl nicht zu unserem Auto. In langsamen und mittelschnellen Kurven sind wir nicht gut. Wir werden aber so hart wie möglich arbeiten und versuchen, zu Lotus aufzuschließen. Im Rennen in Barcelona waren wir im Vergleich zu Lotus nicht schlecht. Im Qualifying hatten wir Probleme. Es ist unser Ziel, wieder näher an sie heranzukommen."

Frage: "Es wird im Qualifying besonders schwierig, vor allem mit 24 Autos auf der Strecke, nicht wahr?"

Glock: "Ja, es wird schwierig. Wir müssen einen Weg finden, zwei Runs mit einer sauberen Runde hinzubekommen. Aber das ist ein anderer Punkt. In Barcelona hatten wir dauernd blaue Flaggen, dabei ist Barcelona eine günstige Strecke, wenn es darum geht, in den Rückspiegel zu schauen und zu beurteilen, wo die anderen sind. Das wird hier schon deutlich schwieriger. Das Team macht da aber einen sehr guten Job und versucht, uns immer auf dem Laufenden zu halten. Wir werden sehen, wie wir das in den Griff bekommen."

Frage: "Einer der neuen Fahrer hat gesagt, dass er in Barcelona von insgesamt 66 Runden nur 15 freie hatte. Ist es wirklich so schwierig?"
Glock: "Ja, definitiv. Ich hatte auch nur bis zum ersten Boxenstopp keine blauen Flaggen. Dann kam ich aus der Box raus und ich wurde von Runde zu Runde mit blauen Flaggen zugekleistert. Das wird hier wirklich schwierig."

Button staunt über Red Bull

Frage: "Jenson, vergangenes Wochenende, dieses Wochenende?"

Jenson Button: "Vergangenes Wochenende war ein bisschen frustrierend. Die Pace im Qualifying war nicht so gut wie erhofft. Die Red Bulls hatten einen Riesenvorsprung - fast eine Sekunde. Das war enttäuschend, aber im Rennen lief unser Auto gut. Die Pace war in Ordnung. Ich konnte sie nur leider über weite Strecken nicht abrufen, weil ich hinter Michael feststeckte."

"Es war ein schwieriges Rennen für mich, denn ab der dritten Runde hatte ich keine Cockpitanzeige mehr, keine Lichter, nichts. Ich musste nach Gehör schalten, aber wenn du im Windschatten eines Gegners bist, verändert sich der Schaltzeitpunkt und dann wird das ziemlich schwierig. Außerdem kam ich im zweiten statt im ersten Gang zum Boxenstopp und ich hatte beim Losfahren keine Anzeige - das war also nicht die beste Situation. Ich denke, wir sind gut damit umgegangen und haben ein paar Punkte gesammelt, aber es wären sicher mehr Punkte möglich gewesen. Wenn wir alles perfekt hinbekommen hätten, wäre viel mehr drin gewesen. Immerhin sind es aber zehn Punkte geworden, was vor diesem Wochenende nicht so schlecht ist."

"Hier wollen wir das Beste aus dem Auto herausholen. Monaco ist ein einzigartiges Rennen. Ich glaube und hoffe nicht, dass Red Bull den gleichen Vorteil haben wird wie in Barcelona. Wenn es trocken bleibt, können wir ein gutes Rennen haben. Wir werden erst morgen herausfinden, ob unser Auto konkurrenzfähig ist, aber ich sehe keinen Grund, warum das nicht der Fall sein sollte. McLaren hat hier immer sehr gut abgeschnitten und wenn es regnet, gerät alles durcheinander - dann wird es verrückt. Aber wir alle freuen uns auf das Rennen. Es ist einzigartig und ein gutes Ergebnis würde mir viel bedeuten."

Erinnerungen an den ersten Monaco-Sieg

Frage: "Kurz zwei Fragen zum Vorjahr: Erstens hast du nach deinem Sieg an der falschen Stelle geparkt und zweitens hast du nachher zugegeben, dass du die Bedeutung des Rennens im Vorfeld heruntergeredet hast, es im Nachhinein aber ein fantastischer Sieg war. Wie gehst du dieses Jahr an die Sache heran?"

Button: "Dieses Jahr ist es ein bisschen anders, weil ich im Vorjahr schon gewonnen habe. Da kommst du viel entspannter zu diesem Rennen - ich freue mich sehr darauf. Ich freue mich auf die Herausforderung. Mir wäre ein trockenes Wochenende lieber - Monaco ist auch im Trockenen aufregend genug! Wenn es nass sein sollte, dann wird es richtig verrückt, vor allem mit so vielen Autos."

"Mit 24 Autos im Qualifying wird es schon im Trockenen schwierig genug, von Regen ganz zu schweigen. Aber ich blicke dem Wochenende gespannt entgegen. Es ist ein Spaßwochenende für die Formel 1 und das glamouröseste Wochenende des Rennkalenders. Wir erledigen einfach unsere Arbeit, aber für die Leute bedeutet Monaco jede Menge Spaß. Hoffentlich können wir ihnen eine gute Show bieten."

Frage: "Felipe, vergangenes Wochenende, dieses Wochenende?"

Felipe Massa: "Das vergangene Wochenende war für mich nicht toll, vor allem nicht das Qualifying, wenn ich mir den Rückstand anschaue. Red Bull war klar vor den anderen Teams. Ich hatte Probleme damit, Grip zu finden, und im Rennen war es dann gar nicht so schlecht, vom neunten Startplatz aus Sechster zu werden. Ich hatte einen guten Start und dann war es ein langweiliges Rennen."

"Es ist dort fast unmöglich, jemanden zu überholen, und Grip hatte ich auch zu wenig. Meiste Zeit lag ich hinter Michael und Jenson und ich hatte einfach nicht den Grip, um etwas zu probieren. Es war kein schönes Rennen, insofern hoffe ich, dass es hier besser läuft - auch wegen der Reifenmischungen, die die gleichen sind wie in Bahrain, wo wir sehr stark waren. Mal schauen. Monaco bleibt Monaco, aber ich hoffe, dass wir hier besser abschneiden werden."

Fahrer zählt in Monaco doppelt

Frage: "Hier kann der Fahrer noch einen Unterschied machen, nicht wahr?"

Massa: "Ja. Es ist eine schwierige Strecke und man kann in fast jeder Kurve eine Menge Zeit verlieren, insofern ist der Fahrer hier ein bisschen wichtiger, wenn es um die kleinen Details geht. Wir werden sehen, wie sich das Wetter entwickelt, denn wenn es regnen sollte, wird es zu einer Lotterie, aber ich hoffe, dass ich hier einen guten Job machen kann."

Frage: "Jenson und Felipe, glaubt ihr, dass die Red Bulls hier wieder gleich weit vorne sein werden wie in Barcelona oder habt ihr durch die unterschiedliche Streckencharakteristik eine Chance, den Rückstand ein bisschen zu verkürzen?"

Massa: "Das ist schwierig zu beantworten, denn wir haben noch nicht einmal eine Runde gedreht! Aber wenn man es mal nüchtern betrachtet, hat Red Bull dieses Jahr immer die Pole-Position geholt - egal auf welcher Strecke. Sie werden schnell sein, aber ich hoffe, dass der Abstand nicht ganz so groß ist wie in Barcelona. Wenn sie im Qualifying ein bisschen patzen, könnte ein anderes Team mit ihnen um die Pole kämpfen, was aufregend wäre."

"Nach dem Freitag in Barcelona war damit nicht zu rechnen. Hier sollte es aber etwas offener zugehen, was ich auch hoffe, weil sie in Barcelona im Qualifying doch recht deutlich vorne lagen. Aber die Strecke hier ist ganz anders als Barcelona. Es hat viele langsame Kurven und man benötigt viel mechanischen Grip. Wir werden unser Bestes geben - für uns selbst und für die Zuschauer. Keiner will, dass die Red Bulls wieder auf und davon fahren."

Massa: "Red Bull hatte im Qualifying immer das beste Auto. Sie haben ein sehr gutes Auto, das besonders mit neuen Reifen im Qualifying hervorragend funktioniert. Sie waren im Qualifying schon oft sehr schnell, aber im Rennen sind sie dann ein bisschen zurückgefallen. Vielleicht werden sie auch hier wieder ein starkes Qualifying fahren, aber wir müssen versuchen, näher an sie heranzukommen. Noch besser wäre natürlich, vor ihnen zu stehen, denn die Rennen sind immer ein anderes Paar Schuhe. Das Qualifying ist sehr wichtig, wie Red Bull demonstriert hat. Bis jetzt waren sie im Qualifying am besten, also müssen wir lernen, wie wir uns am besten auf die fliegende Runde vorbereiten können - oder auch auf zwei fliegende Runden, je nachdem, ob es um Q1, Q2 oder Q3 geht."

Die Sache mit dem Handrücken

Frage: "Jenson und Felipe, die FIA setzt sich für sicheres Fahren ein. Wie könnt ihr das glaubwürdig unterstützen, wenn ihr selbst bei 300 km/h die Hand vom Lenkrad nehmt, um das F-Schacht-System zu steuern?"

Kubica: "Gute Frage!"

Button: "Immer eine Frage, die man gerne beantwortet! Wir befinden uns in einem kontrollierten Umfeld, ganz anders als auf der Straße. Wir sind Profis, wir sind damit aufgewachsen und wir sind weltweit die Besten in dem, was wir tun. Ich glaube nicht, dass man das mit dem Straßenverkehr vergleichen darf. Die Straße funktioniert ganz anders als unser Fahren auf der Rennstrecke. Ich bin etwas überrascht, dass das von Ihnen in einen Topf geworfen wird."

Frage: "Aber ihr seid ein Beispiel für Millionen von jungen Menschen, die zu imitieren versuchen, was sie in der Formel 1 sehen. Da setzt das ein schlechtes Beispiel. Ich sage nicht, dass ihr die Schuldigen seid, aber ich frage halt..."

Button: "Ich glaube, die Jugendlichen sind intelligenter, als Sie ihnen zutrauen. Die verstehen schon, dass es etwas anderes ist, ein Formel-1-Auto zu fahren als einen PKW auf der Straße. Das ist seit 50 Jahren so. Es hat immer schon Motorsportprofis gegeben und Kids, die aufwachsen und auf den Straßen fahren. Daran hat sich nichts geändert. Aber die Kids verstehen heutzutage den Unterschied zwischen dem, was wir machen, und der M25 um London, um mal ein konkretes Beispiel zu nennen."

Frage: "Es gab den Vorschlag, das Qualifying in zwei Sessions zu teilen, aber es scheint, dass diese Idee fallen gelassen wurde. Wäre es euch nicht lieber gewesen, eine Sessions für die Topteams und eine für die Nachzügler zu haben, um die Verkehrssituation zu entschärfen?"

Massa: "Wenn du das Qualifying fährst und keine freie Runde hast, ist das nie nett. Hier ist die schlimmste Strecke dafür. Ich denke, wir haben bisher im Qualifying einen guten Job gemacht, aber hier könnte Q1 zu einem echten Problem werden. Es wäre nett, ein anderes Qualifying zu haben, denn dann hätte zumindest jeder Fahrer eine realistischere Chance. Eine freie Runde zu finden, wird wirklich nicht einfach. Aber die Entscheidung wurde getroffen und wir werden versuchen, das Beste daraus zu machen."

Qualifying: In der GP2 geht es auch

Glock: "Der Punkt ist, dass wir alle im selben Boot sitzen und es nicht ändern können. Der Punkt ist, dass sie in der GP2 24 oder 26 Autos haben, aber die bekommen es auch auf die Reihe. Es ist schwierig. 2007 war ich in der gleichen Situation, als ich einfach keine freie Runde gefunden habe, aber das ist Monaco. Monaco ist anders. Das müssen wir halt managen."

Button: "Der Zeitunterschied zwischen den Formel-1-Autos ist halt größer als in der Formel 1, aber es wird für uns alle schwierig. Normalerweise, wenn du in Verkehr gerätst, nimmst du Abstand und probierst eine zweite Runde, aber hier werden wir wohl durchgehend auf die Tube drücken müssen, fürchte ich. Ich glaube nicht, dass wir vom Gas gehen sollten. Wir müssen einfach dahinpressen, denn das könnte dann unterm Strich die schnellste Runde werden. Q1 wird sicher schwierig, aber wir werden damit zurechtkommen, da bin ich mir sicher. Einige von uns werden am Ende von Q1 wütend sein, aber wir müssen mit der Situation zurechtkommen."

Frage: "Hast du nicht dafür gestimmt?"

Button: "Es lag nicht an uns, sondern die Teams haben es entschieden, nicht wahr?"

Frage: "Jenson, freust du dich über die Unzuverlässigkeit von Red Bull? Sonst wären sie wohl in der gleichen Situation, in der du im vergangenen Jahr mit dem besten Auto warst..."

Button: "Ja. Beim letzten Rennen waren sie um eine Sekunde schneller als alle anderen. Ich glaube, das hat es in der Formel 1 seit Jahren nicht mehr gegeben. Im Qualifying sind sie ein ordentliches Stück voran, aber sie sind auch im Rennen schnell. Die Formel 1 ist jedoch nie eine eindeutige Sache, also hatten sie ihre Probleme und haben nicht alle fünf Rennen gewonnen. Das ist großartig für uns, denn im Moment müssen wir aufholen, was die Pace im Qualifying angeht. Wir alle arbeiten hart daran, zu ihnen aufzuschließen. Ja, wir befinden uns in einer guten Position, denn sie haben nicht das Beste aus den Situationen gemacht, die sie ihnen geboten haben."

Auto auch in Monaco wichtig

Frage: "Robert, das Auto ist hier weniger wichtig als auf anderen Strecken und du magst Stadtkurse ganz besonders. Was traust du dir dieses Wochenende zu?"

Kubica: "Das Auto ist trotzdem sehr wichtig. Ich war 2008 Zweiter und startete 2009 als Vorletzter, was beweist, wie wichtig das Auto ist. Es ist sehr schwierig vorherzusehen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder unser Auto ist gut - oder eben nicht. Natürlich versuchen wir alles, um unser Auto zu verbessern, und wir hoffen, dass uns die Strecke hier entgegenkommen wird."

Frage: "Sébastien, wann glaubst du, dass deine Pechsträhne endlich abreißen wird?"

Buemi: "Hoffentlich dieses Wochenende. Natürlich war nicht alles Pech, aber wir versuchen, unsere Probleme zu lösen und zu verstehen, warum sie passieren. Ich hoffe, dass es dieses Wochenende gut laufen wird."

Frage: "Felipe, Ferrari fährt hier ohne F-Schacht-System, worüber du vergangenes Wochenende nicht allzu glücklich warst. Wie wird das in Zukunft sein? Ist es denkbar, dass zum Beispiel in der Türkei Fernando damit fahren wird und du nicht?"

Massa: "Nein, denn es gibt einen Grund, weshalb wir es nicht einsetzen. Es hängt von der Strecke ab. Wir verwenden für jede Strecke das beste Paket und wir glauben, dass unser Auto hier ohne F-Schacht besser sein wird. Aber ich bin mir sicher, dass wir auf anderen Strecken wieder damit fahren werden."

Frage: "Frage an alle: Wie stolz seid ihr darauf, in der Formel 1 zu fahren? Morgen feiert die Formel 1 ihren 60. Geburtstag. Wenn ihr an die Formel-1-Geschichte denkt, seid ihr dann stolz darauf, Teil dieses Wettbewerbs zu sein?"

Button: "Ja. Hier wollten wir vor Jahren alle herkommen, zumindest ich. Ich bin jetzt 30 und werde nicht jünger, aber als ich acht war, habe ich die Rennen zwischen Alain Prost und Ayrton Senna geschaut, als sie beide für McLaren gefahren sind. Ich hatte schon immer diese Leidenschaft für den Rennsport. Mein Traum war es, in der Formel 1 gegen die besten Rennfahrer der Welt anzutreten. Es ist ein echtes Privileg, gegen die besten Fahrer der Welt anzutreten und gegen die erfolgreichsten Teams der Geschichte zu fahren. Ja, ich bin jetzt schon seit zehn Jahren dabei. Dies ist meine elfte Saison in der Formel 1 und es bedeutet mir viel, schon so lange Teil der Formel 1 zu sein."

Massas Traum ist in Erfüllung gegangen

Massa: "Das sehe ich genauso. Die Formel 1 ist der Traum eines jeden Fahrers. Grand-Prix-Fahrer zu werden, bedeutet, an der Spitze des Motorsports zu stehen. Du tust das, wovon du immer geträumt hast, und dann steigst du ein und kannst dich verbessern und zu besseren Teams wechseln. Wir lieben das, was wir tun, und wir haben ein großartiges Leben. Wenn du in einem Bereich arbeitest, den du liebst, dann tust du das mit Freude und Leidenschaft. Darum vergeht die Zeit so schnell. Es ist eine große Freude für uns alle."

Kubica: "Dem kann ich mich nur anschließen."

Glock: "Wie schon gesagt: Wenn du mit dem Kartsport beginnst und zur Formel 1 aufschaust, dann hast du deine Helden. Jenson ist schon seit zehn Jahren dabei. Für mich ist es das dritte Jahr - ich habe ihn noch im TV gesehen. Es ist klasse, in der Formel 1 zu sein, dieses Ziel zu erreichen. Es ist eine große Freude, gegen die besten Fahrer der Welt anzutreten."

Frage: "Felipe, wie enttäuscht bist du nach den ersten fünf Rennen von eurem Auto? Hättest du im Nachhinein betrachtet mehr vom Ferrari F10 oder von dir selbst erwartet?"

Massa: "Während der Wintertests war ich mit dem Auto 110-prozentig zufrieden. Dann kam das erste Rennen und das Auto war toll. Alles hat genau so funktioniert, wie ich es wollte. Dann wurden andere Reifen eingesetzt und ich hatte etwas mehr Probleme, mich auf das Auto einzustellen, das Gripniveau zu kontrollieren. Das war in den vergangenen Rennen mein größtes Problem. Es gibt einige Dinge, die mir dieses Jahr zu schaffen machen, aber ich arbeite hart daran, diese Probleme zu lösen. Wir wissen, dass uns das in den ersten Rennen ein paar Punkte gekostet hat, aber ich weiß, dass ich das in den Griff bekommen werde."

Frage: "Nach Barcelona hat Stefano Domenicali gesagt, dass ihr euch in der Fabrik getroffen habt, um Probleme zu untersuchen, mit denen ihr nicht zufrieden seid. Habt ihr dabei irgendetwas gefunden, was ihr schon für dieses Wochenende verbessern konntet?"

Massa: "Ja, wir haben viele Ideen, die uns in Barcelona gekommen sind. Mal schauen, ob unsere Lösungsansätze funktionieren, aber wir haben eine Gruppe in der Fabrik, die auch mich selbst einschließt, die sehr hart an meinen Problemen arbeitet."

Fotoquelle: xpb.cc


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