Geht es nach Mark Webber, legt Red Bull in Monaco keine Soloshow hin

Formel 1 2010

— 12.05.2010

Webber glaubt nicht an Red-Bull-Dominanz

Spanien-Sieger Mark Webber lässt die Konkurrenz hoffen: Der Australier schätzt seine Rivalen in Monaco deutlich stärker ein als in Barcelona

Die unglaubliche Red-Bull-Dominanz im Qualifying von Spanien wurde einigen Rivalen des Austro-Teams bereits unheimlich. Ausgerechnet an dem Wochenende, das viele Teams mit Updates nutzen wollten, um den Anschluss an Sebastian Vettel und Mark Webber zu finden, legten die "Bullen" noch eins drauf und demütigten die Konkurrenz. Doch nun gibt Spanien-Sieger Mark Webber Entwarnung: Er glaubt nicht, dass es in Monaco in ähnlicher Tonart weitergehen wird.

"Es war eine außergewöhnliche Situation, dass wir die Pole mit einer Sekunde Vorsprung geholt haben", erklärt der Australier gegenüber 'Autosport'. "So ein Abstand wäre hier sehr unwahrscheinlich, da die Runde kürzer ist, außerdem liegen die Zeiten hier immer schon eng beisammen." Zudem gilt der Circuit de Catalunya mit seinen schnellen Kurven als Strecke, die aerodynamische Mängel schonungslos aufdeckt. Dass der RB6 gerade dort so gut funktionierte, kam daher nicht wirklich überraschend.

In Monaco kann der Newey-Bolide diese Stärke jedoch nicht so eindrucksvoll ausspielen, weiß auch Webber. Doch damit kann er gut leben: "Hier haben wir ein anderes Strecken-Layout, dieser Platz ist einzigartig. Man designt sein Auto nicht für Monte Carlo, denn es gibt pro Jahr nur eine Strecke dieser Art." Außerdem spiele es laut dem 33-Jährigen keine Rolle, wie dominant das Auto ist: "Wichtig ist nur, dass man am Ende vorne ist. Ich denke aber, dass McLaren, Ferrari und Mercedes eine starke Konkurrenz sein werden."

So stark, dass man sich wie im Vorjahr mit WM-Punkten zufrieden geben muss? Webber winkt ab: "Ich sehe keinen Grund, warum wir hier nicht konkurrenzfähig sein sollten." Er verweist auf die Konstanz seines Teams: "Seit Singapur im Vorjahr waren wir auf den meisten Strecken recht konkurrenzfähig, also bin ich schon gespannt, wie es an diesem Wochenende läuft."

Unter Siegzwang sieht sich Webber jedenfalls nicht. Ganz im Gegenteil: Der erste Saisonsieg am vergangenen Wochenende entlastete den etwas unter Druck geratenen Routinier: "Dieser Sieg war sehr nützlich, vor allem nach den ersten vier Rennen, wo uns etwas der Abschluss gefehlt hat." Nun liegt der Red-Bull-Pilot auf Rang vier im WM-Klassement, 17 Punkte fehlen ihm auf Leader Jenson Button. Doch davon will er nichts wissen: "Ich schaue derzeit nicht auf die Punkte, es ist doch noch so ein weiter Weg."

Fotoquelle: xpb.cc


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