Dieses Überholmanöver in Barcelona wurde nach dem Rennen heiß diskutiert

Formel 1 2010

— 13.05.2010

Button revidiert Kritik an Schumacher

Jenson Button nimmt seine Kritik an Michael Schumacher zurück, kündigt aber an: "Die Zeit für einen Zweikampf wird schon noch kommen!"

Rundenlang steckte Jenson Button am vergangenen Sonntag in Barcelona hinter Michael Schumacher fest, nachdem der siebenfache Weltmeister beim ersten Boxenstopp an ihm vorbeigegangen war. Im ersten Frust nach der Zieldurchfahrt machte der McLaren-Pilot dann auch prompt seinem Ärger Luft und kritisierte Schumacher.

"Er hat nach innen gezogen und wenn ich nicht zurückgesteckt hätte, hätte es gekracht", schimpfte Button. "Er hat mir nicht viel Raum gelassen. Tja. Man sollte meinen, dass er es mit seiner Erfahrung besser wissen müsste. Das war nicht das richtige Manöver." Mit ein paar Tagen Abstand zieht der amtierende Champion seine Kritik aber zurück und gibt zu: "Michael war nicht zu frech, sondern ich war einfach frustriert."

Der Frust wurde noch größer, als er sich am Ende der Start- und Zielgeraden trotz des Vorteils durch das F-Schacht-System nicht an Schumacher vorbeibremsen konnte. In der Folge machte sich Schumacher geschickt breit und ließ seinem Gegner keine Chance mehr. Von absichtlichen Bremstests mitten in der Kurve, wie sie dem Mercedes-Piloten unterstellt wurden, hat Button aber nichts gesehen: "Ich glaube, das ist einfach die Linie, die er fährt", lacht er.

"Michael ist clever", zeigt der 30-Jährige Respekt vor seinem 41-jährigen Konkurrenten. "Er weiß genau, welche Linie er mit seinem Auto fahren muss, damit der Hintermann Anpressdruck verliert. In Kurve drei fuhr ich bewusst eine andere Linie, um saubere Luft auf den Frontflügel zu bekommen und ihn attackieren zu können, aber er bekam das mit und variierte seine Linie entsprechend, sodass ich zwischen Kurve drei und vier nie genug Schwung mitnehmen konnte."

"Wenn ich doch mal Schwung hatte, dann ließ er mir keine Lücke. Er ist nicht einfach zu überholen - und es gibt nur eine Strecke, die zum Überholen noch schlechter ist als Barcelona, nämlich Monaco", fügt Button grinsend an. Ohne Anzeige des wichtigen Drehzahlmessers kämpfte er mit stumpfen Waffen gegen Schumacher, aber er ist dennoch überzeugt: "Die Zeit für einen echten Zweikampf mit Michael wird schon noch kommen!"

Fotoquelle: xpb.cc


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