Ferraris Fernando Alonso fuhr heute als einziger Pilot unter 1:15 Minuten

Formel 1 2010

— 13.05.2010

Monte Carlo: Alonso am Donnerstag Schnellster

Fernando Alonso geht als Schnellster in den trainingsfreien Tag, aber drei Deutsche liegen ihm auf der Lauer - Nico Rosberg erster Verfolger

Nach dem recht munteren Vormittagstraining bei strahlendem Sonnenschein nahm der Formel-1-Zirkus heute Nachmittag in Monte Carlo etwas Tempo raus und präsentierte sich von seiner ruhigeren Seite. Obwohl der Stadtkurs als extreme Herausforderung gilt, passierte kein einziger nennenswerter Unfall - nicht einmal in den letzten Minuten bei rutschiger Fahrbahn.

Denn um kurz nach 15:00 Uhr zogen von den Hügeln her ein paar Regenwolken auf, die ein paar Tropfen abwarfen und damit Zeitenverbesserungen unmöglich machten. So beschränkten sich die Teams im Finish auf Rennvorbereitungen, weil die Strecke zwar einerseits keine Verbesserungen mehr zuließ, andererseits aber doch noch trocken genug war, um mit Slicks zu fahren. Nur an einigen Stellen mussten die Fahrer beim Bremsen besonders aufpassen.

Regen kein echter Spielverderber

Auf das Klassement hatte das Wetter jedoch keine dramatischen Auswirkungen mehr, denn alle Topfavoriten hatten ihren Run mit den weicheren Bridgestone-Reifen bereits absolviert, als der Regen einsetzte. Die Tagesbestzeit sicherte sich unterm Strich Fernando Alonso (Ferrari) in 1:14.904 Minuten, der damit die 2009er-Donnerstagsmarke von Nico Rosberg locker pulverisierte und ein kräftiges Lebenszeichen von sich gab.

Das Kräfteverhältnis ist nach 180 Minuten aber noch sehr schwierig einzuschätzen, denn nicht weniger als sieben Fahrer lagen innerhalb von 0,345 Sekunden, darunter auch die beiden Mercedes-Piloten Nico Rosberg (2.) und Michael Schumacher (5.). Rosberg war auf dem Longrun etwas langsamer als Schumacher, konnte sich dann aber deutlich steigern, als es mit weichen Pneus gegen die Stoppuhr ging.

Ebenfalls im Spitzenfeld klassierte sich Sebastian Vettel (Red Bull), der Dritter wurde und klar schneller war als sein Teamkollege Mark Webber (10.). Letzterer hatte schon 0,716 Sekunden Rückstand und war damit um eine Tausendstelsekunde langsamer als Vorjahressieger Jenson Button (McLaren). Probleme hatte ersten Informationen zufolge keiner dieser Fahrer - nur Ferrari meldete, dass bei Alonso nach einem Mauerkuss am Vormittag der Frontflügel gewechselt werden musste.

Ungewöhnliches Ergebnis zum Auftakt

Vierter wurde Felipe Massa (Ferrari), Sechster Geheimfavorit Robert Kubica (Renault), Siebter Monte-Carlo-Spezialist Lewis Hamilton (McLaren). Unklar ist, wer welches Programm gefahren ist, denn mit dieser Information könnte man das Kräfteverhältnis deutlich besser entschlüsseln. An den bisherigen Rennwochenenden waren die Mercedes-Teams am Freitag meist leichter unterwegs als Red Bull und Ferrari. Ob das auch heute so war, entzieht sich aber unserer Kenntnis.

Erfreulich aus deutscher Sicht: Adrian Sutil (Force India) überzeugte besonders im ersten Sektor und wurde mit lediglich einer halben Sekunde starker Achter, drehte 42 Runden ohne das geringste Problem. Damit stellte er seinen Teamkollegen Vitantonio Liuzzi (15.) um mehr als eine Sekunde in den Schatten. Auch Nico Hülkenberg (13./+1,444) war bei Williams um ein paar Hundertstelsekunden schneller als Routinier Rubens Barrichello (14.).

Kovalainen Schnellster im "kleinen" Grand Prix

Nicht glänzen konnten am Donnerstagnachmittag das Sauber-Team mit den Positionen 16 (Pedro de la Rosa) und 17 (Kamui Kobayashi), ebenso wenig wie Jaime Alguersuari (Toro Rosso/18.). Schnellster Mann aus der Fraktion der drei neuen Teams war unterm Strich Heikki Kovalainen (Lotus) mit 3,280 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Damit distanzierte er Lucas di Grassi (Virgin), der am Vormittag noch Getriebeprobleme hatte, um drei Zehntelsekunden.

Di Grassi war in der Sainte Dévote einmal neben der Strecke, genau wie auch sein Teamkollege Timo Glock (22.). Die wenigsten Runden konnten aber Jarno Trulli (Lotus/21./13) und Bruno Senna (HRT/24./11) absolvieren. Trulli hatte erst ein Wasserleck, dann ein Motorenproblem, während bei Senna nach einem Fahrfehler in der Loews-Kurve angeblich ein Defekt auftrat, der mangels Ersatzteilen von Chassishersteller Dallara nicht sofort behoben werden konnte.

Interessant war, das Verhalten der Reifen zu beobachten, denn im Vorjahr machten die weicheren Bridgestone-Pneus einigen Fahrern zu schaffen, darunter auch Vettel. Heute Nachmittag waren die Supersofts zwar schneller als die Mediums, allerdings in den meisten Fällen erst auf der zweiten oder dritten schnellen Runde. Gut möglich allerdings, dass sich die Streckenverhältnisse bis zur nächsten Session am Samstagmorgen noch stark verändern werden.

Fotoquelle: xpb.cc


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