Nico Rosberg sieht durchaus noch Chancen, in den WM-Kampf einzugreifen

Formel 1 2010

— 16.05.2010

Mercedes und die WM: "Noch alles möglich"

Trotz einer vergebenen Chance im Qualifying von Monte Carlo rechnen sich die beiden Mercedes-Piloten für diese Saison noch einiges aus

Nico Rosberg hätte im gestrigen Qualifying in Monte Carlo beinahe für das erste Highlight des neuen Mercedes-Werksteams gesorgt, denn nach dem zweiten von drei Abschnitten lag der Deutsche noch in Führung. Am Ende hat das Team jedoch Q3 "verschissen" (Zitat: Ross Brawn), sodass Rosberg und Michael Schumacher mit den Startpositionen sechs und sieben Vorlieb nehmen mussten.

Der Speed ist aber da: "Wir waren in Barcelona nicht gut in Form und haben die Reifen nicht gut genutzt", erklärt Teamchef Brawn. "Wir haben sie nicht zum Arbeiten bekommen, aber hier schon. Das erklärt den Schritt in unserer Performance. Wir verstehen noch nicht hundertprozentig, warum wir in Barcelona nicht schneller waren. Da laufen im Hintergrund noch intensive Analysen. Mein Instinkt sagt mir, dass wir noch nicht ganz dort sind, aber wir machen Fortschritte."

Monte Carlo: Chance vergeben

"Wir haben unser Potenzial nicht umgesetzt", ärgert er sich in Bezug auf das gestrige Qualifying. "Wir wissen, dass wir dieses Jahr nicht so schnell sind, wie wir gerne wären, aber hier hatten wir eine echte Chance. Daher ist es doppelt frustrierend." Rosberg ist überzeugt davon, dass vielleicht die Pole-Position, aber auf jeden Fall die erste Startreihe möglich gewesen wäre, während Schumacher ein Top-3-Ergebnis im Visier hatte.

Rosberg sieht aber auch Positives: "Besonders für mich fühlt sich das Auto hier definitiv besser an, ich fühle mich wohler", sagt der 24-Jährige, der im Qualifyingduell mit Schumacher bereits 5:1 in Führung liegt. "Barcelona war schwierig, denn da hatte ich kein gutes Gefühl. Hier ist es wieder so wie in den ersten vier Rennen, sodass ich wirklich angreifen kann. Wir sind hier näher an der Spitze dran als in Barcelona, aber ich schätze, das ist streckenspezifisch."

"In Q3 lief es einfach nicht", so Rosberg. "Ich fand keinen Rhythmus, weil ich an einer ungünstigen Position zwischen Barrichello vor und Michael hinter mir war. Da konnte ich nie pushen und einen Rhythmus finden, denn meine erste schnelle Runde war auch schon die letzte Runde. Dann hatten wir noch Probleme mit der Bremsbalance und infolgedessen unterlief mir ein Fahrfehler. Es kam einfach alles zusammen. Enttäuschend, aber so ist es. Wir müssen nach vorne schauen."

Und der Blick nach vorne macht Mut: "Wir haben gute Fortschritte gemacht, aber wir müssen warten, ob die auch in Istanbul funktionieren", meint Brawn. "Wir haben dieses Wochenende ein paar unterschiedliche Dinge ausprobiert und die Ingenieure haben Setups gefunden, die gut waren und ein bisschen anders sind als das, was wir bisher probiert haben. Ob das spezifisch in Monaco so ist oder beibehalten werden kann, müssen wir abwarten."

Radstand wird wieder verlängert

"Man erkennt jetzt mehr vom Potenzial des Barcelona-Pakets. Wir haben zwar den Radstand wieder verkleinert, um hier besser einlenken zu können, aber alle anderen Upgrades von Barcelona hatten wir hier auch drauf. Die scheinen gut zu funktionieren", ist der Brite zufrieden. Ab Istanbul wird wieder mit längerem Radstand gefahren. Rosberg: "Ich habe nichts dagegen, dass wir wieder mit dem längeren Radstand fahren, denn der sollte besser zu den nächsten Strecken passen."

Sollte Mercedes bald die Trendwende gelingen, dann könnten die Silberpfeile auch noch in den WM-Kampf eingreifen, denn Rosberg fehlen im Moment nur 20 Punkte auf Spitzenreiter Jenson Button. Schumachers Rückstand beträgt bereits 48 Zähler, aber auch der Deutsche gibt sich noch nicht geschlagen: "Wenn ich daran denke, wie hart die Jungs in Brackley arbeiten und was wir alles an Neuentwicklungen erwarten können, dann habe ich große Hoffnungen."

Rosberg sogar noch größere: "Wir befinden uns in einer guten Position", findet der WM-Fünfte, der ohne Nullnummer in Barcelona noch weiter vorne sein könnte. "Ich habe 50 Punkte und bin nicht weit hinter dem Führenden, der noch dazu im Moment nicht das schnellste Auto hat. Ich bin nahe an der Spitze dran, insofern ist die Hoffnung da, einen Sprung nach vorne zu machen und ein gutes WM-Ergebnis einzufahren. Da ist noch alles möglich."

Fotoquelle: Mercedes


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