Nico Rosberg hatte sich von seinem Auftritt in Monte Carlo mehr erhofft

Formel 1 2010

— 16.05.2010

Mercedes: Rosberg unzufrieden - Protest gegen Strafe

Die Mercedes-Fahrer Nico Rosberg und Michael Schumacher belegten in Monaco die Plätze sieben und zwölf - Schumacher nach Überholmanöver bestraft

Nico Rosberg und Michael Schumacher starteten von den Plätzen sechs und sieben, fielen jedoch beim Start hinter Rubens Barrichello zurück, der sie im weiteren Rennverlauf aufhielt. Durch seinen optimalen Boxenstopp in Runde 19 kam Schumacher wieder vor Barrichello, der zur gleichen Zeit an der Box war. Rosberg blieb bis Runde 28 draußen und fuhr in der Lücke im Verkehr mehrere schnelle Runden; nach seinem Stopp war er hinter Schumacher Achter.

Als die vierte Safety-Car-Phase kurz vor dem Ziel zu Ende ging, überholte Schumacher in der letzten Kurve den vor ihm fahrenden Fernando Alonso, da das Team der Ansicht war, dass das Rennen wieder freigegeben war. Schumacher erhielt jedoch eine Zeitstrafe von 20 Sekunden und fiel dadurch auf Platz zwölf zurück. Das Team legt Berufung ein.

"Ich kam mit hohen Erwartungen hierher nach Monaco und deshalb bin ich über Platz acht enttäuscht", so Rosberg. "Im Qualifying war auf jeden Fall die erste Startreihe drin und damit wäre im Rennen ein Podiumsplatz möglich gewesen. Zunächst schonte ich heute meine Reifen und als ich freie Fahrt hatte, weil die Autos vor mir an den Boxen waren, konnte ich mehrere sehr schnelle Runden fahren."

"Es war für mich wichtig zu zeigen, wie stark wir sind. Ich bedanke mich bei allen im Team für die harte Arbeit an diesem Wochenende; sie haben mir das beste Auto der bisherigen Saison hingestellt. Gut, dass ich ein paar Punkte holte - für die nächsten Rennen bin ich zuversichtlich."

"Das war für mich ein ziemlich normales Rennen, abgesehen von der anschließenden Entscheidung der Sportkommissare", so Schumacher. "Der Start war interessant und ich kam gut weg, aber dann wurde ich eingeklemmt und Rubens Barrichello überholte mich. Ich musste also auf eine Gelegenheit warten vorbeizukommen, und das Team hat das brillant gelöst. Dank eines fantastischen Boxenstopps durch unsere Mannschaft konnte ich Rubens überholen."

"Dass ich am Ende auf Platz zwölf zurück versetzt wurde, ist enttäuschend und ich verstehe vollkommen, dass wir dagegen Berufung einlegen. Nach unserem Verständnis bedeutete die Nachricht 'Safety Car kommt rein, Strecke frei', dass wir wieder unter Rennbedingungen fuhren, also gab ich Gas und überholte Fernando."

"In einigen Abschnitten des heutigen Rennens konnten wir das Potenzial unseres Autos zeigen und das war nach den Vorkommnissen im Qualifying eher frustrierend", so Teamchef Ross Brawn. "Da unsere beiden Fahrer beim Start hinter Rubens Barrichello zurückfielen, wurde das Rennen für uns schwierig, denn wir konnten nicht so schnell fahren wie es uns möglich gewesen wäre; ein bekanntes Problem hier in Monaco, wo man kaum überholen kann."

"Danach fuhren Michael und Nico sehr gut. Auf freier Strecke war Nico beeindruckend schnell und zu der Zeit der Schnellste auf der Strecke. Aber so ist das leider in Monaco - ein schnelles Auto hilft dir nicht viel, wenn du nicht an der richtigen Position fährst. Glückwunsch an unser Team zu zwei der schnellsten Boxenstopps des Rennens. Das war besonders für Michael wichtig, um ihn vor Rubens wieder auf die Strecke zu bringen."

"Was die Entscheidung gegen Michael betrifft, so waren wir der Meinung, dass das Rennen wieder freigegeben war und nicht hinter dem Safety Car zu Ende gehen würde - dann hätte Paragraph 40.13 gegolten. Der Grund für das Safety Car war nicht mehr vorhanden, die FIA hatte 'Safety Car kommt diese Runde herein' schon früh in Runde 78 mitgeteilt und die Strecke war von der Rennleitung für frei erklärt worden."

"Das wurde auch durch die grünen Flaggen der Streckenposten und durch das grüne Licht hinter der Safety-Car-Linie eins verdeutlicht. Bei früheren Rennen, die hinter dem Safety Car beendet worden waren, wurde um die ganze Strecke gelb gezeigt, wie 2009 in Melbourne. Deshalb sagten wir unseren Fahrern auf der letzten Runde, sie sollten bis zur Ziellinie voll fahren. Michael überholte Fernando und übernahm Platz sechs. Gegen die Entscheidung der Sportkommissare haben wir Berufung eingelegt."

"Das Positive: Wir hatten hier in Monaco einen guten Speed, im Konkurrenzvergleich unseren besten bisher in dieser Saison", so Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Hoffentlich können wir dies in den nächsten Rennen wiederholen. Es war schlecht, dass wir gestern im dritten Qualifyingabschnitt mit beiden Autos in Verkehr gerieten und dazu noch selbstgemachte Probleme mit unserer Qualifyingstrategie bekamen."

"Das änderte sich auch im Rennen heute nicht, als Michael und Nico hinter einem langsameren Auto festhingen. Als beide dann auf freier Strecke fuhren, legten sie ein gutes Tempo vor. Wir werden uns jetzt auf das nächste Rennen in der Türkei konzentrieren und hoffen, dass unser Speed im Konkurrenzvergleich ähnlich gut wie in Monaco sein wird, um dann bessere Ergebnisse einzufahren."

Fotoquelle: xpb.cc


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