Eric Boullier schätzt Renault derzeit so stark wie Mercedes und Ferrari ein

Formel 1 2010

— 17.05.2010

Große Töne bei Renault nach Monaco-Podestplatz

Für Teamchef Eric Boullier zählt Renault wieder zu den Top-Teams - Der in Monaco knapp verpasste Sieg soll noch in diesem Jahr nachgeholt werden

Renault zählt auch 2010 zu den stärksten Teams auf engen und winkligen Kursen. In Monaco hatte Robert Kubica durchaus Siegchancen. Am Ende reichte es für den dritten Platz hinter Mark Webber und Sebastian Vettel. Doch Kubica setzte den Deutschen gegen Ende des Rennens noch ordentlich unter Druck. Der Sieg wäre demnach laut Renault-Teamchef Eric Boullier durchaus möglich gewesen, Kubica vergab seine Chancen aber bereits in der ersten Kurve.

"Wir hätten natürlich einen sehr guten Start benötigt, etwa auf Höhe von Webber sein und Seite-an-Seite in die erste Kurve gehen müssen. Das war die einzige Chance dieses Rennen zu gewinnen", erklärt Boullier gegenüber 'Autosport'. Dass der R30 in Monaco eine gute Figur abgeben würde, hat den Teamchef nicht überrascht. "Wir haben erwartet, dass in Monaco etwas Gutes rausschauen wird, denn wir wussten, dass unser Auto gut auf holprigen und engen Kursen wie Monaco ist", so der Franzose.

Aber nicht nur das Auto war ein Schlüssel zu dem guten Ergebnis, denn "wir wussten, dass Robert ein König von Monaco ist. Er liebt es, also sollte das Paket stimmen - und es hat gepasst", freut sich Boullier, der nicht erwartet hat, dass "wir im Rennen so schnell sind, um Red Bull unter Druck zu setzen und schneller als McLaren und Ferrari zu sein". Nicht nur deshalb ist man bei Renault für die kommenden Rennen optimistisch, wenngleich man weiß, dass man in punkto Aerodynamik auf den schnellen Strecken noch Nachholbedarf hat.

Dennoch ist Boullier davon überzeugt, dass sich Renault nach der Vorstellung in Monaco wieder zu den Top-Teams zählen darf. Laut dem Teamchef befinden sich die Franzosen sogar auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. "Ich denke, wir liegen nun mit unserer Leistungsfähigkeit zwischen Mercedes und Ferrari", glaubt Boullier, der für seine Mannschaft noch bei drei Rennen große Siegchancen sieht: "Das sind Budapest und Singapur und vielleicht Valencia. Wir werden sehen."

Technikdirektor James Allison schließt sich der Einschätzung seines Chefs an. Demnach sei man im Qualifying auf Augenhöhe mit Mercedes, vier Zehntel hinter Ferrari, fünf hinter McLaren und rund eine Sekunde fehlt auf Red Bull. "Im Rennen liegen alle enger zusammen", so Allison gegenüber 'auto motor und sport', der meint, dass sich der Rückstand auf Red Bull im Vergleich zu jenem auf die anderen Teams langsamer verkleinert. Deren Vorteil grenzt er auf Chassis und Aerodynamik ein und beziffert den Vorsprung mit neun Prozent.

Fotoquelle: xpb.cc


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