Mark Webber für die Weltmeisterschaft vor Teamkollege Sebastian Vettel an

Formel 1 2010

— 18.05.2010

Webber: Ein großer Chor singt die Lobeshymnen

Seit den beiden Grand-Prix-Siegen in Barcelona und Monaco führt Mark Webber die Weltmeisterschaft an: Die Konkurrenz hat den Australier auf der Titelrechnung

"Ich habe nichts anders gemacht als zuvor" - mit diesen Worten beschreibt Mark Webber seinen Durchbruch mit Red Bull. Der Australier, der im vergangenen Jahr seine ersten beiden Grand-Prix-Siege mit den Österreichern feiern durfte, hat in der aktuellen Saison deutlich früher mit dem Siegen angefangen. Konsequenz: Webber ist mittendrim im Titelkampf der Formel 1, führt das Klassement derzeit sogar vor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel an.

"Wir ernten nun endlich die verdienten Früchte", sagt der 33-Jährige. "Schon in Malaysia sah es nicht schlecht aus, aber es hat bei mir wegen des Wetters und anderer Dinge zu Beginn der Saison nicht so gut geklappt. In Australien war ich auch nahe an der Pole-Position. In den Rennen war ich schnell, aber die Ergebnisse kamen nicht so. Die vergangenen beiden Rennen waren natürlich der Hit", so Webber nach den erfolgreichen Wochenenden.

Die starken Vorstellungen von Webber erinnern etwas an die fantastischen Ergebnisse von Jenson Button im Vorjahr. Auch der Brite galt jahrelang als außerordentlich talentiert, war aber immer wieder im grauen Mittelfeld der Formel 1 verschwunden. Nun ist er amtierender Weltmeister. "Ich weiß, wie schön es ist, in Monaco zu gewinnen", so Button nach dem Webber-Erfolg in Monaco. "Mark hat genauso viel Talent wie alle anderen Fahrer, die vorne dabei sind."

Webber auf den Spuren von Button?

"Vielleicht wird ihm noch nicht der Respekt zuteil, den er verdient hätte", sagt der Weltmeister über seinen Red-Bull-Kontrahenten. "Mich überraschen seine Erfolge nicht, denn er ist ein toller Pilot", stimmt Buttons McLaren-Teamkollege Lewis Hamilton gegenüber 'Reuters' zu. "Bei ihm passt nun alles zusammen und er fährt besser denn je. Ich habe schon in Australien gesagt, dass er in diesem Jahr beste Chancen auf Siege hat", so der Weltmeister von 2008 weiter.

Auch ehemalige Chefs des Australiers sparen nicht mit Lob. "Da seht ihr den wahren Webber", erklärt Frank Williams, für dessen Team der aktuelle WM-Führende 2005 und 2006 fuhr. "Mich freut das sehr. Er hat hart dafür gearbeitet und nutzt seine Chancen nun", so Williams über seinen Ex-Piloten. "Als er bei uns war, hatten wir ein schlechtes Auto. Wir dachten damals, es läge auch zum Teil an ihm. Das war im Nachhinein betrachtet wohl doch nicht der Fall."

Williams-Teilhaber Patrick Head kommentiert: "Mark war schon immer schnell und höchst engagiert. In seinem ersten Jahr bei Red Bull hat er hin und wieder Fehler gemacht. Aber im zweiten Jahr hörte das auf." Der Australier fahre nun die Ergebnisse ein, die er verdiene. "Früher hat er oft zur Mitte des Rennens Fehler gemacht. Das war kaum erklärbar", so Head weiter. "Vielleicht musste er zu viel Druck machen. Jetzt hat er ein besseres Auto und muss nicht mehr dermaßen pushen."

Für Patrick Head, der nach wie vor bekennender Fan vom australischen Williams-Ex-Weltmeister Alan Jones ist, wird Mark Webber ein ernstes Wort in der Titelvergabe 2010 mitreden können. "Er ist ein harter und grässlicher Australier", scherzt Head. "Er wird schon damit unmgehen können. Sebastian ist zwar auch sehr gut, aber Mark wird unter Druck nicht zerbrechen. Er kann damit bestens klarkommen."

"Mark kann Weltmeister werden, kein Zweifel", sagt Landsmann Jack Brabham, der drei Titel in den Jahren 1959, 1960 und 1966 einfuhr. Die 84-jährige Rennlegende aus Australien beobachtete den Monaco-Sieg von Webber mit Stolz im Fernsehen. "Ein toller Tag für Mark und für ganz Australien", so Brabham. "Monaco ist ein wichtiges Rennen, das schwierigste überhaupt. Mark hat keinen einzigen Fehler gemacht. Ich habe es gesehen: Es war sehr, sehr gut!"

Fotoquelle: Red Bull/Getty


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