Im Doppelpack in die Punkte: Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi fuhren in die Top 10

Formel 1 2010

— 19.05.2010

Force India in Monte Carlo: Mission erfüllt

Beim Großen Preis von Monaco wollte Force India mit beiden Fahrzeugen in die WM-Punkte vorstoßen und konnte diese Zielsetzung auch realisieren

Für Force India hat die Europasaison der Formel 1 prima begonnen: Nach dem "Nuller" von China konnte das Team sowohl in Spanien als auch in Monaco in die Punkteränge vorfahren und strich zuletzt sogar mit beiden Fahrzeugen WM-Zähler ein. Damit ist die Teamführung sehr zufrieden, auch wenn man sich für Monte Carlo eigentlich etwas mehr als sechs Punkte ausgerechnet hatte.

Adrian Sutil kann sich mit seinem Abschneiden im Fürstentum an der Côte d'Azur jedenfalls sehr gut arrangieren. "Es war ein gutes Rennen", sagt der Deutsche. "Wir hatten eine gute Strategie und die Boxenstopps haben ebenfalls prima funktioniert. Wir sind etwas länger draußen bleiben und so konnte ich auf der Strecke den Unterschied ausmachen", berichtet Sutil von seinen Monaco-Eindrücken.

"Mir sind einige gute Rundenzeiten gelungen und das war der Schlüssel, um die anderen Autos zu überholen. So lag ich am Ende auf Rang neun, wodurch es etwas langweilig wurde. Vor mir war niemand zu sehen und hinter mir war ebenfalls kein Gegner. Ich hatte so gesehen eine recht komfortable Situation inne", erklärt Sutil, der abschließend sogar noch Platz acht erreichte.

Der 27-Jährige profitierte von der Zurückstufung von Michael Schumacher und erhielt damit weitere zwei WM-Zähler obendrauf. Entsprechend positiv bewertet Sutil den Auftritt in Monte Carlo: "Punkte waren natürlich das Ziel an diesem Wochenende. Das haben wir erreicht, also sind wir sehr zufrieden damit", gibt der Force-India-Fahrer zu Protokoll. Etwas zerknirscht ist indes Vitantonio Liuzzi.

Liuzzi hadert mit seiner Boxenstrategie

Der Italiener rutschte beim Boxenstopp hinter seinen Teamkollegen zurück und fand anschließend keinen Weg vorbei. Das wurmt den 28-Jährigen rückblickend ein bisschen. "Der Rennanfang war sehr interessant", sagt Liuzzi. "Wir hatten eine ähnliche Geschwindigkeit wie die Mercedes und die Williams. Anschließend wurde ich vermutlich eine Runde zu früh an die Box geholt."

"Adrian ging bei dieser Gelegenheit an mir vorbei, weil ich hinter Rubens hing. Uns allen ist aber klar, wie schwierig es in Monaco ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Für das Team ist das Ergebnis dennoch gut, denn wir hatten beide Autos in den Punkten. Daran müssen wir nun anknüpfen und weiterhin versuchen, WM-Zähler zu holen", erläutert der ehemalige Formel-3000-Champion.

Teammanager Andy Stevenson schließt sich seinen Piloten an und zieht ebenfalls ein positives Fazit: "Wir lagen nach den Boxenstopps zunächst auf den Positionen zehn und elf, woraus nach dem Unfall von Rubens die Plätze neun und zehn wurden. Auf diesen Rängen kamen wir auch ins Ziel", meint der Brite - erst nachträglich rückte das Force-India-Gespann noch um jeweils eine Position auf.

Ist Force India nun ein Top-5-Team?

"Beide unserer Fahrer waren prima unterwegs. Wir wollten mit beiden Autos in die Punkte fahren und das konnten wir auch umsetzen - ein paar mehr WM-Zähler wären natürlich schön gewesen", gesteht Stevenson und fügt an: "Vielleicht müssen wir uns aber auch an die eigene Nase fassen und uns eingestehen, dass wir Q2 etwas zu zuversichtlich angegangen sind. Daraus müssen wir lernen."

"Unterm Strich denke ich allerdings, dass man uns durchaus als Top-5-Team sehen kann. Wir haben uns in den vergangenen Jahren schwer gemacht. Unser Auto scheint mittlerweile auf jede Art von Strecke prima zu funktionieren. Und damit sind wir nun auch ein regelmäßiger Punktekandidat", hält der Teammanager von Force India fest, der den Monaco-Event insgesamt als Erfolg verbucht.

"Es war ein großartiges Wochenende", findet Stevenson. "Das Nachtankverbot hat dem Spektakel in Monaco keinen Abbruch getan. Wir haben einmal mehr ein aufregendes Rennen gesehen. Speziell die Leistung von Fernando Alonso hat mir gefallen. Das war klasse. Der Rennleitung muss man ebenfalls ein Kompliment aussprechen: Das Safety-Car wurde stets sehr schnell hinausgeschickt."

Fotoquelle: xpb.cc


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