Lewis Hamilton und Jenson Button hoffen auf schnelle McLaren-Entwicklungen

Formel 1 2010

— 20.05.2010

Button und Hamilton hoffen auf Red-Bull-Fehler

Bei McLaren läuft die Entwicklungsmaschinerie auf Hochtouren, dennoch mahnen die Piloten zu Geduld: Red Bull so schnell nicht zu packen

Zwar hat McLaren einen deutlich besseren Start in die neue Saison erwischt als im Vorjahr, aber zufrieden ist das Team um die beiden britischen Champions Jenson Button und Lewis Hamilton dennoch nicht. Der revolutionäre F-Schacht zeigt Wirkung, aber es reicht dennoch nicht, um den schnellen Red Bulls folgen zu können. In Woking bereitet man weitere Updates für das Fahrzeug vor, doch bis an die Spitze ist es ein weiter Weg. In Monaco lag man im Vergleich zu Webber und Vettel eine satte Sekunde zurück.

"Uns war ohnehin klar, dass unser Auto in Monaco nicht so gut sein würde. Daher war es gut, dass wir wenigstens ein paar Punkte mitnehmen konnten", hakt Hamilton den fünften Platz im Fürstentum schnell ab. Der Weltmeister von 2008 hätte sich zwar mehr erhofft, fasst aber realistisch zusammen: "Monaco ist nicht der Ort, wo man wirklich Rennen fahren kann. Überholen ist fast unmöglich, wenn man hinter einem ähnlich schnellen Wagen feststeckt."

Schnelle Strecken sind besser

Der Blick bei McLaren ist nach vorne gerichtet. Für die engen Ecken im Fürstentum ist der MP4-25 nicht geschaffen, eher für andere Pisten. "Wir haben unsere Stärken auf schnellen Kursen", sagt Hamilton und nennt als Beispiele Spa, Silverstone und Suzuka. Beim kommenden Grand Prix in der Türkei soll McLaren im Vergleich zum derzeit übermächtigen Red Bull wieder besser aussehen. "Unser Paket wird dort besser sein, vor allem im Rennen."

"Wir müssen fokussiert bleiben", sagt der 25-Jährige. In der Entwicklungsabteilung in Woking arbeitet man auf Hochtouren. "Die Stärke unseres Teams ist die schnelle Entwicklung neuer Komponenten. Ich bin sicher, dass wir in die richtige Richtung arbeiten. Es werden neue Updates kommen, allerdings nicht sofort. Wir wissen genau, was wir tun müssen, um die Lücke zur Konkurrenz zu schließen", meint Hamilton, der im Moment auf Rang sieben der Gesamtwertung liegt.

Der Start ins neue Formel-1-Jahr war für den Ex-Champion weder gut noch schlecht. "Man kann es von zwei Seiten aus betrachten", erklärt Hamilton. "Auf der einen Seite haben wir aus unseren Chancen in den ersten Rennen nicht immer das Beste gemacht. Auf der anderen Seite haben wir einen guten Job gemacht und das Auto jeweils ausgequetscht. Wir haben das erreicht, was das Auto zuließ. Vielleicht hätte ich mehr Punkte holen können, aber ich war stets am Limit und hatte manchmal einfach Pech."

Auf Fehler von Red Bull angewiesen

Bis zu seinem frühen Ausfall in Monte Carlo war Teamkollege Jenson Button eher vom Glück verfolgt. Der amtierende Champion führte die Weltmeisterschaft bis zum Monaco-Doppelsieg von Red Bull sogar an. "Unser Team hat die Ressourcen, die Manpower und die Leidenschaft, einen solchen Rückstand wieder aufzuholen", sagt Button der Agentur 'PA Sport'. Immerhin habe McLaren auch in der schwierigen Saison 2009 noch zwei Rennen gewinnen können.

"Wir sind guter Hoffnung, dass wir in den kommenden Rennen erhebliche Fortschritte machen können", gibt sich Button optimistisch. "Wir hatten in den beiden vergangenen Rennen Probleme mit der Zuverlässigkeit und wir haben Fehler gemacht. Das müssen wir nun hinter uns lassen", mahnt der Champion. Man müsse sich nun voll auf den kommenden Auftritt in Istanbul konzentrieren: "Dort müssen wir mit einem schnelleren Wagen auftreten und dürfen uns keine Fehler erlauben."

Der 30-Jährige ist sicher: Red Bull hat zwar einen erheblichen Vorsprung, aber auch Schwachstellen. "Ich denke, sie werden irgendwann auch mal wieder am Streckenrand ausrollen", spielt Button auf die Zuverlässigkeitssorgen der "Bullen" an. "Sie hatten keinen perfekten Start ins Jahr und hoffentlich machen sie noch mehr solcher Fehler. Darauf sind wir nun angewiesen. Wir selbst müssen das absolute Maximum aus unserem Paket herausholen und darauf hoffen, dass Red Bull es eben nicht schafft."

Fotoquelle: McLaren


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