Buttons Mercedes-Aggregat raucht aus, die WM-Führung ist damit weg

Formel 1 2010

— 20.05.2010

Button stellt McLaren Rute ins Fenster

Ein peinlicher Faux-Pas seines Teams kostete Jenson Button in Monaco die WM-Führung - Jetzt fordert der Weltmeister absolute Zuverlässigkeit

Weltmeister Jenson Button erweist sich wieder einmal als Positivdenker. Denn der britische McLaren-Pilot hätte nach dem Grand Prix von Monaco eigentlich allen Grund dazu, stinksauer auf sein Team zu sein. Durch einen dummen Fehler seiner Mechaniker - sie vergaßen, vor dem Start eine Kühlabdeckung am linken Seitenkasten seines McLaren zu entfernen - starb der Mercedes-Motor schon in der zweiten Runde den Hitzetod. Button verlor dadurch die WM-Führung und wertvolle Punkte im Titelkampf.

Ob ihm dies Sorgen mache? "Nein, im Moment nicht", nimmt er den "Nuller" in Monaco auf seiner Homepage locker. "Wir wissen doch alle, dass die Saison mit 19 Rennen sehr lang ist, es ist doch viel zu früh, um sich über die WM-Führung Gedanken zu machen. Versteht mich nicht falsch, natürlich ist es nett, doch bis zum Saisonende ist es unwichtig." Auch der Motor selbst dürfte nichts abbekommen haben: "Ich habe ihn schnell abgedreht, das sollte also kein Thema sein. Die Mechaniker haben einfach vergessen, diese Abdeckung zu entfernen, die den Motor auf Temperatur hält, nachdem wir ihn aufgewärmt haben."

Button: Punktesystem dramatisiert Rückstand

Nach seinem ersten Ausfall in dieser Saison liegt Button plötzlich mit acht Punkten Rückstand auf WM-Leader Mark Webber nur noch auf Platz vier im Klassement, auf den ersten Blick ein herber Rückschlag. Doch man dürfe sich durch das neue Punktesystem nicht in die Irre führen lassen, meint der zweifache Saisonsieger: "Ich glaube nicht, dass irgendjemand schon daran gedacht hat, dass der diesjährige Weltmeister vielleicht hunderte Punkte sammeln wird. Dadurch relativiert sich vieles, denn bisher waren wir es gewohnt, dass die Spitzenfahrer 90 bis 100 Punkte benötigen, um Weltmeister zu werden."

Tatsächlich halten Webber und Sebastian Vettel dieses Jahr nach nur sechs Rennen bereits bei 78 Zählern, obwohl die Weltmeisterschaft so ausgeglichen ist wie schon lange nicht mehr. "Wenn du mal einen Ausfall hast, dann zieht der andere um 18 oder 25 Punkte davon, das ist ein sehr großer Unterschied", meint der McLaren-Star.

Button duldet keine Ausfälle mehr

Er sieht sich mit der Panne beim Grand Prix im Fürstentum im Trend der anderen Top-Teams, zumal auch WM-Leader Red Bull keinen optimalen Saisonstart hingelegt hat: "Lewis und ich haben bisher jeweils ein Rennen nicht beendet. Bisher haben doch alle Teams kleine Fehler gemacht. Natürlich können diese Fehler enorme Konsequenzen haben, doch es beweist auch, wie sehr alle pushen, um Leistung zu bringen. Diese Fehler werden jetzt seltener werden, da die Teams jetzt ein besseres Verständnis für ihre Autos gewonnen haben."

Für den Rest der Saison stellt Button seinem Team die Rute ins Fenster: Um Weltmeister zu werden, sei nun absolute Konstanz und Standfestigkeit notwendig. "Das Team muss sicherstellen, dass dies das einzige Mal in dieser Saison war, dass wir keine Punkte geholt haben", fordert Button. "Wenn man um den Titel fahren will, muss man ständig punkten, auch an schlechten Tagen. Wir hatten schwierige Lektionen in Spanien und Monaco, doch davon werden wir in der restlichen Saison profitieren."

Fotoquelle: xpb.cc


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