Updates für Istanbul: Sieht Mercedes endlich Licht am Ende des Tunnels?

Formel 1 2010

— 21.05.2010

Mercedes bringt viele Neuteile nach Istanbul

Mit einem umfangreichen Updatepaket will Mercedes den Anschluss an die Spitze herstellen: F-Schacht, Flügel und Co.

Während Red Bull offenbar aktuell nahezu Kreise um die Gegner fahren kann, mühen sich die Verfolger ab. Auch Mercedes will den MGP W01 für Michael Schumacher und Nico Rosberg möglichst schnell auf Rennsiege trimmen. Das deutsche Werksteam hat in den vergangenen Wochen intensiv an weiteren Neuerungen gearbeitet. Das Ergebnis: In Istanbul erwartet man einen deutlichen Fortschritt.

"Die Rennstrecke bei Istanbul gefällt mir gut und gehört zu den besten der neueren Kurse im Kalender", sagt Rosberg vor dem siebten Formel-1-Lauf des Jahres. Er präzisiert: "Die Fahrer werden hier körperlich stark gefordert und man kann an einigen Stellen gut überholen, denn die Strecke ist meist sehr breit, hat viele Bereiche, in denen wir spät bremsen und weist Steigungen und Gefälle auf."

Kurve acht in aller Munde

Die Strecke in Istanbul hat eine mittlerweile bereits berühmte Schlüsselpassage. "Jeder spricht über Kurve acht, mit ihren drei Scheitelpunkten gehört sie zu den längsten Kurven, die wir kennen", beschreibt Rosberg. "Die Fliehkräfte sind hier sehr hoch, aber sie macht auch viel Spaß. Wenn man diese Kurve richtig erwischt, kann man ordentlich Zeit gut machen."

Der gebürtige Wiesbadener blickt bei vier Starts in der Türkei auf drei Punkteplatzierungen zurück. "Vor einem Jahr war ich Fünfter, mein bestes Ergebnis hier. Nachdem wir es in Spanien und Monaco nicht schafften, das Potenzial des MGP W01 ganz auszuschöpfen, möchte ich in der Türkei zurück in die Erfolgsspur. Zu den bisherigen neuen Teilen kommen weitere Verbesserungen, an denen die Jungs im Werk arbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass uns ein positives Wochenende bevorsteht", so der 24-Jährige optimistisch.

"Die türkischen Fans haben mich immer sehr unterstützt, und schon allein deshalb wird es sehr schön sein, dort wieder zu fahren - vor einer Kulisse, die uns hoffentlich stark anfeuert", meint Schumacher, der in Monaco nachträglich auf Platz zwölf zurückgesetzt wurde. "Unsererseits werden wir natürlich alles versuchen ihnen auch Grund zum Jubeln zu geben. Wir hoffen auf weitere Fortschritte in der Türkei, nachdem wir schon einige Verbesserungen in Barcelona und Monaco verbuchen konnten."

Schumacher hofft auf Fortschritte

"Die Strecke selbst ist sehr speziell, man fährt gegen den Uhrzeigersinn, ziemlich hügelig und mit sehr unterschiedlichen Kurvenlayouts; ich fahre sie eigentlich sehr gerne", erklärt der Kerpener. "Ich freue mich auf das kommende Wochenende, vor allem weil unsere Jungs in der Fabrik immens viel gearbeitet haben, um uns ein erneut verbessertes Auto hinzustellen. Ist ja klar, dass wir alles tun, damit sich ihre Mühe lohnt."

"Das Rennen in Monaco verlief für unser Team enttäuschend, denn wir nutzten unser Potenzial nicht", blickt Teamchef Ross Brawn noch einmal zurück. "Unser Auto war stark und zuverlässig und in verschiedenen Rennabschnitten das schnellste, zudem absolvierten wir zwei hervorragende Boxenstopps, von denen der eine der schnellste des Rennens war, und doch holten wir nicht das erhoffte Resultat."

"Dennoch bin ich nach unseren Fortschritten in den letzten beiden Rennen zuversichtlich. Wir haben unsere Schwachstellen erkannt und arbeiten daran sie zu beheben. In den kommenden Grands Prix stehen uns weitere deutliche Verbesserungen am Auto zur Verfügung, das Ergebnis des Engagements und der harten Arbeit jedes Einzelnen im Werk in den letzten Wochen", sagt Brawn. Mercedes wird in Istanbul erheblich aufrüsten.

In Istanbul mit langem Radstand

"In der Türkei fahren wir wieder mit der Aufhängung für den längeren Radstand, dazu kommen der neue F-Schacht, Heckflügel und mehr Neuerungen in der Aerodynamik", zählt der Teamchef die Liste der Updates auf. "Es ist noch ein langer Weg bis zur gewünschten Leistungsstärke, aber jedes Rennen ist ein Schritt auf diesem Weg und ich bin optimistisch, dass wir unser Ziel erreichen werden."

"Der Grand Prix in Istanbul findet auf einer Strecke mit einigen sehr schnellen Kurven statt", sagt Norbert Haug. Der Mercedes-Motorsportchef fügt mahnend hinzu: "Das ist der Kurventyp, mit dem wir vor rund drei Wochen in Barcelona Probleme hatten. Die 5,34 Kilometer lange Strecke weist zudem sieben ziemlich enge Kurven auf, die meisten davon im letzten Sektor. Diese Kombination aus schnell und vergleichsweise langsam ist eine große Herausforderung für Fahrer, Autos und Reifen."

Haug zählt auf die Arbeit der Technikabteilung. Der MGP W01 soll endlich an die Spitze geführt werden. "Wir waren beim letzten Rennen in Monaco schnell und in punkto mechanischem Grip funktioniert unser Auto bestens. Mit unseren weiteren technischen Verbesserungen hoffen wir, in Istanbul einen Schritt voran zu kommen", so der Schwabe vor dem Auftritt in der Türkei.

Fotoquelle: xpb.cc


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