Williams-Pilot Nico Hülkenberg hofft in Istanbul auf eine weitere Zielankunft

Formel 1 2010

— 24.05.2010

Williams: Alte Frontflügel in Istanbul

Williams musste nach den beiden Unfällen in Monaco viele Ersatzteile für das Rennen in der Türkei produzieren - Sam Michael ist zuversichtlich

Williams erlebte ein katastrophales Rennen in Monaco. Niko Hülkenberg und Rubens Barrichello schieden durch Unfälle aus. Damit hat das britische Traditionsteam in den ersten sechs Rennen nur magere acht Punkte gesammelt. Das Team hat seit Monaco fieberhaft daran gearbeitet, die beiden Boliden zu reparieren und neue Ersatzteile herzustellen. Hülkenberg kennt den Kurs in Istanbul aus seiner GP2-Zeit und mag die Streckenführung gegen den Urzeigersinn.

Das größte Problem bei Williams ist aber derzeit die Technik, wie Sam Michael erklärt: "Wir haben die letzte Woche damit verbracht neue Teile zu produzieren. Wir konnten bis auf die Frontflügel alles ersetzen. Deshalb müssen wir in der Türkei auf eine ältere Spezifikation zurückgreifen und können erst in Montreal wieder die neueste Entwicklung einsetzen. Die einzigen Verbesserungen in Istanbul betreffen neue Bremsbelüftungen und einige mechanische Änderungen"

Zuletzt ist Kritik an Motorenlieferant Cosworth aufgekommen. Williams ist das einzige etablierte Team, das auf die Rückkehrer setzt. Doch je länger ein Motor läuft, desto mehr Leistung verliert er im Gegensatz zur Konkurrenz. Michael hält seinem Partner aber noch die Stange: "Cosworth hat hart an den Problemen gearbeitet, die während der ersten Rennen aufgetreten sind. Wir haben positive Informationen von ihren Prüfständen bekommen. Istanbul wird uns zeigen, wieweit sich diese Verbesserungen auf der Strecke auswirken."

Für Routinier Barrichello war die bisherige Saison mit Williams abenteuerlich. Der Unfall in Monaco wurde durch einen losen Gullydeckel ausgelöst. Obwohl der Brasilianer im vergangenen Jahr den starken BrawnGP in Istanbul mit Getriebeproblemen abstellen musste, gefällt dem 38-Jährigen der Kurs am Bosporus. "Es ist eine meiner Lieblingspisten. Das Layout ist gut, denn die Kurven fließen schön ineinander."

"Weil die Strecke gegen den Urzeigersinn läuft sind einige Linkskurven eine Herausforderung. Die langgezogene achte Kurve ist für mich persönlich die beste Stelle auf dem Kurs." An Monaco verschwendet Barrichello keine Gedanken mehr. "Das war sehr enttäuschend für das Team. Jeder kennt meinen Ausfallgrund. Das Team hat hart gearbeitet und ich hoffe wir haben in der Türkei ein besseres Rennen."

Sein Teamkollege Hülkenberg sieht den Istanbul Park zum ersten Mal aus der Perspektive eines Formel-1-Autos. "Die Strecke in der Türkei ist das genaue Gegenteil von Monaco. Mit dem GP2-Auto habe ich die Strecke sehr genossen. Es ist immer hilfreich, wenn man den Kurs schon kennt, weil man sich dann sofort auf die Abstimmungsarbeit konzentrieren kann. Nach dem frustrierenden Monaco-Rennen hoffe ich auf ein besseres Wochenende in der Türkei."

Fotoquelle: xpb.cc


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