Feindbeobachtung: Fernando Alonso nimmt Vettels Red Bull unter die Lupe

Formel 1 2010

— 25.05.2010

Alonso ratlos: "Red Bull zu kopieren hilft vielleicht nichts"

Die Red-Bull-Dominanz gibt Rätsel auf - Fernando Alonso und Lewis Hamilton haben unterschiedliche Ansichten, wie man den Rückstand aufholen kann

Am Red Bull RB6 beißt sich die Konkurrenz derzeit die Zähne aus. Und was noch schlimmer ist: Man hat keinen blassen Schimmer davon, was Adrian Neweys Wunderwaffe so schnell macht. Die Aerodynamik des Red-Bull-Boliden ist klar dominant, zudem funktioniert der Dienstwagen von Mark Webber und Sebastian Vettel auf unterschiedlichsten Kursen. Das haben die Siege am schnellen Circuit de Catalunya und im Leitplankendschungel von Monaco klar unter Beweis gestellt. Doch was ist der Grund für die Überlegenheit?

"Es wäre schön, wenn wir das wüssten", klagt Ferrari-Star Fernando Alonso gegenüber der Tageszeitung 'Die Welt' sein Leid. Für ihn ist klar: "Red Bull verfügt im Moment über das beste Auto: Vor allem in der Aerodynamik ist es eine Klasse für sich. Es ist aber unglaublich schwer, herauszufinden, warum sie so viel besser sind. Daher ist es auch hart, sie zu kopieren."

Damit nimmt Alonso auf Kommentare seines ehemaligen McLaren-Teamkollegen Lewis Hamilton Bezug. Der hatte zuletzt verraten, dass er seinen Ingenieuren bereits gesagt habe, "dass wir die vielen, detailreichen Lösungen am RB6 übernehmen müssen." Denn: "Beide Autos waren in Monaco so überlegen, dass sie den Doppelsieg gegen uns und Ferrari ohne große Anstrengung herausfahren konnten."

Fernando Alonso ist jedoch der Meinung, dass simples Kopieren der Konkurrenz nicht unbedingt des Rätsels Lösung ist: "Das kann sein. Doch ob das so einfach funktioniert, ist eine andere Frage. Jedes Team hat schließlich seine eigene Designphilosophie, in die die neuen Elemente hineinpassen müssen." Vereinfacht gesagt: Man muss zuerst verstehen, warum ein anderes Auto schnell ist und warum man selbst Defizite hat - erst dann kann man versuchen, etwaige Ideen in das eigene Design zu integrieren. Oder - wie Alonso sagt - "man erkennt, dass man besser in die eigene Richtung weiter entwickeln sollte."

Fotoquelle: xpb.cc


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