Das Formel-1-Comeback in den USA nimmt Formen an

Formel 1 2010

— 25.05.2010

Brief von Ecclestone: New-York-Grand-Prix wird konkreter

Ein Brief von Bernie Ecclestone an den Monticello Motor Club nahe New York beweist: Bereits ab 2012 soll dort ein Grand Prix stattfinden, doch die Zeit drängt

Für Bernie Ecclestone sind die Vereinigten Staaten noch lange kein abgeschlossenes Kapitel, auch wenn seit 2007 kein Grand Prix mehr in den USA stattfindet. Derzeit bastelt der Formel-1-Boss eifrig an der Rückkehr ins "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", wie 'AutoWeek' berichtet. Für Ecclestone ist jedoch längst nicht mehr Indianapolis die Nummer eins, stattdessen peilt er einen Grand Prix in der Nähe von New York an. Auf der Pole-Position: der Monticello Motor Club. Die Anlage befindet sich allerdings nicht in der Stadt, sondern ist eine klassische Rennstrecke umgeben von Wiesen und Wäldern nördlich des "Big Apple".

Die Verhandlungen, dort 2012 einen Grand Prix auszutragen, sind offenbar bereits weit fortgeschritten, wie ein Brief Ecclestones an die Verantwortlichen des MMC beweist. Darin wird der 79-Jährige folgendermaßen zitiert: "Die ausgezeichnete Qualität der vier Meilen langen Rennstrecke kombiniert mit der Nähe zu New York City macht MCC zu einem exzellenten Kandidaten für die FIA Formel-1-Weltmeisterschaft." Der nächste entscheidende Schritt sei nun, die Unterstützung der lokalen Regierung und der Landesregierung zu gewinnen, denn "New York ist unser bevorzugter Austragungsort für einen Grand Prix in den USA".

Ecclestone peilt Zehnjahresvertrag an, Tilke ist eingebunden

Das beweist auch, dass Ecclestones bevorzugter Rennstreckenarchitekt Hermann Tilke bereits vor Monaten auf Lokalaugenschein an der Rennstrecke war. Angeblich ist der Aachener der Meinung, dass die Anlage grundsätzlich Formel-1-Standard hätte, Erweiterungen und Modifikationen aber notwendig seien. Bevor man damit beginne, will sich Ecclestone, wie er im Brief bestätigt, mit den US-Amerikanern formell einig sein. Ein Zehnjahresvertrag wird angepeilt.

Die Finanzierung für die Streckenverbesserungen soll bereits stehen: Um MMC bereit für die Formel 1 zu machen, seien laut dem Vorsitzenden Bill McMichael rund 80 bis 120 Millionen Euro notwendig. Die Finanzierung will man durch eine Mischung aus privaten und staatlichen Geldern decken. McMichael ist fest davon überzeugt, dass sich die Investition auszahlt, da er jährlich mit einem Plus von über 80 Millionen Euro für die Region rechnet.

Die Zeit drängt

Eine große Unbekannte ist derzeit noch das Verkehrssystem: Die Rennstrecke liegt 90 Minuten von New York City entfernt, das Einzugsgebiet umfasst 50 Millionen Menschen. Doch derzeit gibt es nur eine zweispurige Straße, die zur Anlange führt. McMichael sieht darin allerdings kein großes Problem: "Wenn man sich andere große Rennstrecken ansieht, dann gibt es dort oft zweispurige Straßen. Doch wie bei jeder Großveranstaltung liegt auch bei uns ein Verkehrsplan bereit. Wann immer 125.000 oder 150.000 Leute auftauchen, ist man ausgelastet." Dennoch sei man der Situation gewachsen, meint McMichael.

Was auch immer in der nächsten Zeit passiert - es muss schnell gehen. Will man tatsächlich bereits 2012 in der Nähe von New York ein Formel-1-Rennen austragen, dann muss der Deal laut McMichael "in den nächsten paar Monaten" abgeschlossen werden. Sonst können die notwendigen Verbesserungen nicht mehr rechtzeitig durchgeführt werden.

Fotoquelle: xpb.cc


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