Es ist offiziell: Ab 2012 kehrt die Formel 1 in die Vereinigten Staaten zurück

Formel 1 2010

— 25.05.2010

Offiziell: US-Grand-Prix ab 2012 in Texas!

Knalleffekt in der Formel 1: Bernie Ecclestone hat überraschend einen Vertrag mit der US-Stadt Austin unterschrieben - Premiere im Jahr 2012

Große Überraschung am Dienstagabend: Die Formel 1 wird ab 2012 in die USA zurückkehren, allerdings nicht wie zuletzt spekuliert nach Monticello, New Jersey oder Indianapolis, sondern nach Austin im Bundesstaat Texas! Die vertragliche Einigung zwischen den amerikanischen Veranstaltern und dem Inhaber der kommerziellen Rechte an der Formel 1 wurde heute offiziell bekannt gegeben.

Er fühle sich "extrem geehrt" und sei "sehr stolz" auf die Unterschrift, sagt Tavo Hellmund vom Veranstalter Full Throttle Productions und fügt an: "Wir haben schon seit einigen Jahren eifrig zusammengearbeitet, um diesen großartigen Event nach Austin, Texas und zurück in die USA zu bringen. Alle beteiligten Parteien setzen großes Vertrauen ineinander und sind entschlossen, den Grand Prix zu einem prestigeträchtigen und globalen Ereignis zu machen."

Rennstrecke speziell für die Formel 1

Genaue Details über das Projekt sind noch nicht bekannt, allerdings soll die Rennstrecke speziell für die Formel 1 neu errichtet werden - und zwar "zum ersten Mal in der Geschichte der Formel 1 in den USA", wie Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone festhält: "Das ist das erste Mal, dass hier eine Anlage von Grund auf speziell für die Formel 1 gebaut wird." In Indianapolis fuhr die Königsklasse zuletzt bekanntlich innerhalb des berühmten Ovalkurses.

"Dies ist ein Fall des richtigen Timings am richtigen Ort", unterstreicht Hellmund. "Wie viele Amerikaner wissen, genießt Austin einen Ruf als eine der angesagtesten Städte in den USA. Austin verfügt über die seltene Kombination idealer geografischer Voraussetzungen sowie landschaftlicher Schönheit." Die Stadt sei dank ihrer Infrastruktur "ideal geeignet, um einen Event dieser Größe zu organisieren und beherbergen", fügt er an.

Austin ist die 15.-größte Stadt in den USA und verfügt im Großraum über 1,5 Millionen Einwohner. In einem Umkreis von weniger als 300 Kilometern leben insgesamt 22 Millionen Menschen in Städten wie Houston, Dallas und San Antonio. Innerhalb dieses Dreiecks werden außerdem jeden Tag 130 internationale Flüge gestartet und es gibt über 250.000 Hotelzimmer. Von der Infrastruktur her sind also perfekte Voraussetzungen gegeben.

Zudem scheint die Politik hinter dem Grand Prix zu stehen: "Texas' relativ starke Wirtschaft sorgt weiterhin für nationale und internationale Aufmerksamkeit", freut sich Rick Perry, Gouverneur von Texas, und Austins Bürgermeister Lee Leffingwell fügt an: "Die Stadt Austin ist stolz darauf, diesen außergewöhnlichen Event veranstalten zu dürfen. Ich freue mich darauf, die Teilnehmer der Formel 1 und ihre Fans in unserem Staat begrüßen zu dürfen."

Auf den Spuren von Watkins Glen

"Vor 30 Jahren", erinnert sich Ecclestone, "wurde der US-Grand-Prix letztmals auf einer permanenten Rundstrecke ausgetragen, in Watkins Glen. Das war sehr erfolgreich. Seitdem war die Formel 1 in Long Beach, Las Vegas, Detroit, Dallas und Phoenix, stets auf temporären Stadtkursen. 2000 kam Indianapolis mit einer Strecke im berühmten Oval dazu. Lewis Hamilton hat 2007 den bisher letzten US-Grand-Prix gewonnen."

Hellmund ergänzt: "Es war eine geteilte Vision und eine monumentale Aufgabe, diese Vereinbarung zu besiegeln. Uns ist bewusst, dass es in den vergangenen Jahren immer ein oder zwei fehlende Puzzleteile bei den anderen Ausgaben des US-Grand-Prix gegeben hat. Wir haben hier eine einmalige Chance, alles richtig zu machen, um Austin als Schauplatz der Formel 1 in den USA und einen der großartigsten Sportevents weltweit zu etablieren."

Full Throttle Productions ist in Austin ansässig und als Veranstaltungs- und Produktionsagentur bekannt. Die Stadt Austin genießt ihrerseits einen hervorragenden Ruf, wurde vom renommierten Magazin 'Forbes' zu einer der drei hippsten und einer der fünf sichersten sowie vom Netzwerk 'MSN' zur grünsten Stadt in den USA gewählt. Außerdem ist der Bundesstaat Texas der elftgrößte Wirtschaftsraum der Welt.

Fotoquelle: Tom Ju


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