In Istanbul testet Ferrari eine neue Version seine F-Schacht-Systems

Formel 1 2010

— 26.05.2010

Istanbul: Ferrari wieder mit F-Schacht am Start

Ferrari plant beim Großen Preis der Türkei eine modifizierte Variante seines F-Schacht-Systems einzusetzen - Erster Test am Freitag

Wenn am kommenden Freitag um 9 Uhr Ortszeit das erste Freie Training zum Großen Preis der Türkei beginnt, wird Ferrari mit einer technischen Neuerung aufwarten können. Die Scuderia bringt auf dem Istanbul Park Circuit eine modifizierte Variante seines F-Schacht-Systems zum Einsatz, das laut Angaben des Teams für die Fahrer einfacher zu handhaben sein soll als die bisher verwendete Version.

Zur Erinnerung: Beim Rennen in Barcelona mussten Fernando Alonso und Felipe Massa ihre linke Hand gegen die Cockpitwand drücken, um den gewünschten Strömungsabriss vor dem Heckflügel zu erzeugen. Dieses Vorgehen sah in den gezeigten Cockpitaufnahmen mitunter etwas merkwürdig aus; zumindest schien das System nicht so praktisch zu bedienen zu sein wie das McLaren-System, bei dem die Piloten angeblich ihr Knie benutzen und dadurch beide Hände am Lenkrad behalten können.

Nun soll also in den Freien Trainings am Freitag eine neue Variante ausprobiert werden, nachdem Ferrari beim jüngsten Grand Prix in Monaco gänzlich auf die Verwendung eines F-Schacht-Systems verzichtet hatte. Auf dem Kurs vor den Toren Istanbuls, der neben langsamen Ecken auch schnelle und lange Kurven beinhaltet, verspricht man sich bei Ferrari demnach wieder einen Vorteil von einem Einsatz des F-Schachts.

Von diesem technischen Aspekt abgesehen, werden die Fahrer in der Türkei auch körperlich herausgefordert. Der Kurs wird im Gegensatz zu den meisten anderen Strecken im Kalender gegen den Uhrzeigersinn befahren. Insbesondere die Nackenmuskulatur der Fahrer wird also anders als üblich belastet. Zudem gilt die langgezogene Linkskurve Nummer acht als besonders anstrengend, da hier sehr hohe Fliehkräfte auf die Fahrer einwirken.

Doch der Große Preis der Türkei stellt nicht für die Fahrer eine besondere Herausforderung dar. Auch die Logistiker der Teams haben rund um das Rennen in Istanbul viel zu tun. So hat Ferrari seine Ausrüstung bereits am vergangenen Samstag in Triest per Schiff auf die Reise an den Bosporus geschickt. Am Mittwoch nach dem Grand Prix muss dann das gesamte Material bereits wieder in Maranello sein, da zwei Tage später bereits das Frachtflugzeug nach Montréal startet.

Fotoquelle: xpb.cc


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