Gruppenbild mit WM-Leader: Die fünf Piloten bei der offiziellen Pressekonferenz

Formel 1 2010

— 27.05.2010

Pressekonferenz: Schumacher und Co. im Wortlaut

Michael Schumacher, Mark Webber, Jarno Trulli, Rubens Barrichello und Karun Chandhok stellten sich den Fragen in der offiziellen Pressekonferenz

Wird Red Bull seine Dominanz auch beim kommenden Grand Prix in Istanbul fortsetzen können, oder gelingt den Verfolgern McLaren, Ferrari, Mercedes oder Renault der Sprung nach vorne? Das ist die entscheidende Frage vor dem nächsten Saisonrennen der Formel 1. Zu dieser und anderen Fragen äußerten sich Mark Webber, Michael Schumacher, Jarno Trulli, Rubens Barrichello und Karun Chandhok im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz am Donnerstag.

Frage: "Eine Frage an alle: Wie waren eure Erfahrungen aus Monaco?"
Jarno Trulli: "Ich war in diesem Jahr nicht sonderlich erfolgreich. Es war so schlecht wie nie zuvor, einfach ein mieses Wochenende. Im Rennen hatten wir Pech, weil ein Schlagschrauber nicht funktionierte. Daher war ich nach dem ersten Stopp plötzlich Letzter. Anschließend bin ich Karun das halbe Rennen lang gefolgt. Ich suchte einen Weg vorbei, denn ich war schneller. Als er ein paar Runden vor Schluss leichte Probleme hatte, habe ich es versucht."

"Der Versuch war aber nicht sehr erfolgreich. Wir sind kollidiert. Zum Glück wurde niemand verletzt. Der Unfall war schlimmer als erwartet. Vor einem Manöver malt man sich immer aus, was passieren könnte. Ich hätte natürlich nie gedacht, dass ich auf seinem Wagen landen könnte. Aber das war es dann. Es hat nicht geklappt, aber wenigstens habe ich es versucht. Ich musste es probieren. In Monaco kann so etwas immer mal passieren."

Wie Barrichello den Monaco-Crash erlebte

Frage: "Rubens, auch du hattest ein verrücktes Erlebnis?"
Rubens Barrichello: "Mein Wochenende war eigentlich gut. Im Qualifying lief es prima und ich hatte einen tollen Start. Es war alles klasse, bis sich kurz nach dem Boxenstopp das Auto komisch anfühlte. Mit den härteren Reifen ging es nicht so gut, aber ich lag noch in den Punkten, bis ich den Gullydeckel getroffen habe. Ich habe mich gedreht und bin eingeschlagen. Ich hatte wirklich Glück im Unglück, denn Dreher dort an dieser Stelle passieren mit hoher Geschwindigkeit. Ich bin zweimal angeschlagen und stand dann. Abgesehen von dem Crash war es aber ein gutes Wochenende. Mir tat am Montag nichts weh. Das war gut."

Frage: "Als du aus dem Auto ausgestiegen bist, war dir da klar, dass es nicht dein Fehler war?"
Barrichello: "Ja. Ich hatte vorher schon das Problem, dass die Drehzahl anstieg. Mir war klar, dass da irgendetwas nicht stimmte, innerhalb einer Millisekunde. Die Drehzahl schnellte direkt vor dem Einschlag nach oben. Man sieht auch auf den Bildern, dass das Rad schon vor dem Anprall abgeknickt war. Man knallt dort fast geradeaus durch die leichten Kurven. Plötzlich bog der Wagen einfach nach links ab."

Frage: "Karun, welche Version des Vorfalls in der Rascasse kannst du uns schildern?"
Karun Chandhok: "Erst einmal möchte ich Mark noch gratulieren. Ich habe mir das Rennen am Montag angeschaut und muss sagen, dass er einen ganz tollen Job abgeliefert hat. Jarno war am Ende etwas schneller als ich. Wie er schon sagte: Er hat es probiert und es hat nicht funktioniert. Dann war es das. Mehr kann man dazu nicht sagen. Alle haben es im Fernsehen gesehen und Mark hatte besten Blick auf uns. Er war sogar näher dran als im lieb war. Jetzt geht es eben einfach weiter."

Frage: "Es war für dich ein hartes Rennen. Eine Art Crashtest für die neuen Teams. Wenn dein Auto dort durchhält, dann hält es wohl überall..."
Chandhok: "Ich bin früher im Rennen über das Lenkrad von Rubens' Auto gefahren. Es war ein Horror, ständig für Leute zur Seite fahren zu müssen, denn der Reifenabrieb abseits der Ideallinie war schlimm. Das Safety-Car hat uns manchmal etwas Zeit zum Durchatmen gegeben. Das Rennen war hart, aber ich war zufrieden."

"Im Qualifying hatten wir Probleme mit dem Diffusor, daher waren wir langsamer. Das Rennen war ganz gut. Im ersten Stint konnte ich Lucas und Jarno schnappen. Persönlich konnte ich also wirklich zufrieden sein. Es gab zwar kein Wunschergebnis, aber Monaco ist einfach ein toller Ort. Ich habe es genossen, dort erstmals mit einem Formel-1-Auto zu fahren. Es ist einer meiner Lieblingskurse, ich habe es genossen."

Grübeln bei Schumacher, Spaß bei Webber

Frage: "Michael, wie beschreibst du dein Monaco-Rennen und vor allem die Vorkommnisse in der letzten Runde?"
Michael Schumacher: "Ich kann nicht mehr sagen als ich es direkt nach dem Rennen schon getan habe: grüne Flagge, ein Versuch. Die Regeln waren eben anders als wir sie interpretiert haben und die Punkte sind nun futsch. Wir schauen nun aber einfach weiter nach vorne."

Frage: "Hattest du wirklich keine Zweifel bei deinem Manöver gegen Alonso?"
Schumacher: "Nein. Das Team hatte mich informiert und ich hatte mich vorbereitet. Ich habe im Auto alles gecheckt, um für dieses spezielle Manöver vorbereitet zu sein."

Frage: "Wie war dein Rennen vor diesem Manöver?"
Schumacher: "Kein Zweifel - in Monaco zu fahren ist aufregend. Das Rennen selbst war für mich allerdings recht langweilig. Man fährt einfach, kann nicht überholen und nicht überholt werden. Man muss auf die Boxenstopps oder auf Fehler warten. Wir sind alle professionelle Piloten, machen also kaum Fehler. Deswegen steckt man da auf einer Position fest und fährt dann ins Ziel. Das war's."

Frage: "Mark, ein tolles Rennen und ein verdientes Ergebnis. Wie waren die weltweiten Reaktionen auf deinen Sieg?"
Mark Webber: "Ich danke, dass in Monaco mehr als ein Sportevent gesehen wird, daher gab es offenbar mehr Zuschauer als anderswo. Auch die Feierlichkeiten nach dem Rennen trugen dazu bei. Red Bull macht immer coole Sachen, die ein solches Rennwochenende abrunden. Für die Medien war das ein gefundenes Fressen."

Frage: "Bist du nass geworden?"
Webber: "Wir hatten Spaß..."

Was bringen Lotus und Cosworth?

Frage: "Jarno, erzähl uns etwas über die Fortschritte bei Lotus. Es scheint, als würdet ihr den etablierten Teams immer näher kommen. Wie nah könnt ihr kommen? Oder sogar vorbeiziehen?"
Trulli: "Ich denke, Lotus ist besser als man von den Ergebnislisten ablesen kann. Das freut mich sehr. Das Team wächst sehr gut. Bezüglich der Resultate waren wir bislang nicht dort, wo wir eigentlich hinwollten. Ich denke, alle haben Verständnis dafür, dass wir uns nun mehr und mehr auf 2011 konzentrieren. In diesem Jahr wird die Aufholjagd wohl schwierig. Das dürfte 2011 einfacher werden."

"Es ist toll zu sehen, dass die Mannschaft sich stets weiterentwickelt und man so aufgestellt ist, sodass man für die große Herausforderung bereit ist. Die schwierigste Aufgabe war es, in die Startaufstellung zu kommen und das Team für die erste Saison aufzustellen. Im kommenden Jahr haben wir eine andere Aufgabe. Wir wollen die Lücke zum Mittelfeld schließen. Ich bin glücklich. Die Kombination aus Mike Gascoyne und Tony Fernandes funktioniert in meinen Augen gut."

Frage: "Rubens, Williams hat Cosworth einige Hinweis gegeben. Welchen Eindruck hast du von dem Motor? Wie kann er verbessert werden? Kann er überhaupt besser werden?"
Barrichello: "Für das erste Jahr läuft es recht gut. Natürlich wollen wir unser gesamtes Paket verbessert wissen. Wenn wir es in Q3 schaffen, dann ist das eine tolle Leistung, denn wir haben nicht diese Komplettpakete wie Force India oder Renault. Cosworth versucht selbstständig, die vorhandenen Probleme zu lösen. Es ist eine Tatsache, dass der Motor zu Beginn gut ist, aber dann mit zunehmender Lebensdauer an Leistung verliert - vielleicht mehr als andere Triebwerke. Wir arbeiten daran. Mal schauen, was kommen wird."

Frage: "Karun, HRT hat sich nun von Dallara getrennt. Was kann man an positiven Elementen daraus ziehen? Kann man vielleicht mit Geoff Willis eigene Dinge entwickeln?"
Chandhok: "Es gab gestern ein offizielles Statement dazu und es obliegt nicht mir, dies weiter zu kommentieren. Darüber müssten Colin Kolles oder das Team sprechen. Es gibt eben Grenzen. Ich bin früher schon Autos von Dallara gefahren und habe höchsten Respekt vor denen. Als kommerzieller Anbieter von Rennfahrzeugen sind dir aber im Verhältnis zu den Formel-1-Spezialisten Grenzen gesetzt, bezüglich der Abläufe und der Entwicklung. Die Trennung ist nun da. Es ist Entscheidung des Teams, was nun entwickelt wird. Ich schau es mir an und fahre das, was man mir hinstellt."

Mercedes hofft auf den Anschluss

Frage: "Michael, seit Barcelona hat es den Anschein, als seist du mit dem Wagen glücklicher. Was darf man von dir in den kommenden Rennen erwarten?"
Schumacher: "Man muss sich die aktuelle Situation anschauen: Red Bull fährt offenbar in einer eigenen Welt und die guten Leistungen der Piloten kommt bei denen noch hinzu. Man darf da nicht nur das Auto betrachten. Dahinter sind Ferrari, McLaren, Renault und wir eng beisammen. Ich hoffe, dass uns die neuesten Entwicklungen in eine bessere Position innerhalb dieser Gruppe bringen. Hoffentlich können wir uns dabei an die Spitze setzen. Mal sehen, wo wir stehen. Monaco darf man nicht als Referenz heranziehen. Diese Strecke ist sehr speziell. Es ist also interessant zu sehen, was dieses Wochenende passieren wird."

Frage: "Kann man an die Leistungen von Barcelona anschließen?"
Schumacher: "Ja. Ich denke, wir waren von Beginn an in einer ordentlichen Position und seither ging es stets bergauf. In Australien und Malaysia konnte ich als Fahrer das nicht ganz unterstreichen aber als Team haben wir es bewiesen. Wenn man Schanghai mal außen vor lässt, dann ging es in Barcelona und Monaco immer weiter voran. Daher bin ich sehr gespannt, wie unser Auto mit den neuesten Updates hier funktionieren wird."

Frage: "Mark, der Red Bull scheint ein recht kompliziertes Auto zu sein. Wie schwierig ist es für euch Piloten, diesen Wagen ans Limit zu bringen?"
Webber: "Ich denke nicht, dass der Wagen kompliziert ist. Viele Formel-1-Autos sind komplex. Am McLaren oder an anderen Fahrzeugen sind nette Ideen umgesetzt worden. Ich denke nicht, dass das Auto komplizierter ist als im Vorjahr. Wir haben bezüglich der Reifen viele Daten aus dem letzten Jahr. Es gab zwar einige Regeländerungen, zum Beispiel das Nachtankverbot, aber es gibt auch Dinge, die man in dieses Jahr mitnehmen konnte."

"Es ist gut, dass wir gewisse Dinge beim Setup schon wissen. Wir erleben keine großen Überraschungen. Wir verstehen das Auto. Wir wissen, wie wir das meiste herausholen können. Es läuft derzeit gut. Aber wir wissen aus dem vergangenen Jahr, dass man am Ende hinterherhecheln kann, selbst wenn man zu Beginn des stärksten Wagen hat. Wir sind uns unserer Stärken bewusst, aber wir wissen auch, dass die Saison noch lang ist."

Piloten freuen sich auf USA-Rückkehr

Frage: "Eine Frage an alle: Bernie Ecclestone hat erklärt, dass der US-Grand-Prix in Austin stattfinden wird. Wie wichtig ist für eure Teams ein Rennen in den USA?"
Webber: "Es ist ein riesiger Markt, das ist uns allen klar. Es leben viele Leute in Amerika, die den Sport lieben. Viele Leute in der Formel 1 machen auch Geschäfte in den USA, viele werden davon profitieren. Wir zeigen uns dort, auch wenn die Leute dort unseren Sport als 'etwas anders' ansehen. In Indy war es okay. Lasst uns mal sehen, wie es in Texas wird. Red Bull verkauft dort viele Dosen. Hoffen wir mal, dass es noch mehr werden."

Schumacher: "Es ist erstmal ein tolles Land, wo man viel erleben kann, es viele Möglichkeiten gibt. Ich fahre dort gern, weil es dann immer die Gelegenheit gibt, dort ein paar Tage lang schöne Dinge zu erleben. Noch wichtiger ist aber, dass Amerika für die Hersteller ein enorm wichtiger Markt ist. Wenn man überlegt, wie viele Leute aus Brasilien, Argentinien, aus ganz Südamerika in Indy waren, dann werden das in Texas eher mehr, denn es ist logistisch besser erreichbar."

"Hoffentlich kommt es so, denn in den USA ist der Funke der Formel 1 nie so recht übergesprungen. So etwas passiert natürlich nicht über Nacht. Man muss Kontinuität zeigen. Diese Ausdauer gab es bislang nicht. Ein erfolgreicher amerikanischer Pilot könnte ebenfalls helfen. Natürlich sind wir insgesamt sehr glücklich mit dieser Entscheidung."

Chandhok: "Die USA sind viel weiter entwickelt als beispielsweise Indien. Dort schlummert für die Formel 1 noch ein enormes Potenzial. Ein neuer Austragungsort speziell für die Formel 1 ist etwas Neues. Ich denke, Bernie sagte, dass wir in Watkins Glen zuletzt ähnliche Voraussetzungen hatten. Das braucht es vielleicht: Einen eigenen Formel-1-Austragungsort. Ich freue mich sehr darauf. Meine Mutter kommt aus San Antonio und meine Großeltern leben immer noch in Texas. Ich würde also gern dort fahren."

Barrichello: "Ich persönlich mag Amerika insgesamt sehr gern. Ich habe dort viel Zeit mit meiner Familie verbracht. So gesehen ist es gut. Aus Herstellersicht ist es eine große Chance. Wir hätten uns nie von dort verabschieden dürfen. Auch wenn die Fans die Formel 1 nicht gut kennen, sondern sich eher mit NASCAR und IndyCar beschäftigen, sehe ich es als große Chance, unseren Sport als Show zu präsentieren."

Trulli: "Ich fahre gern in die USA. Es ist ein großer Markt. Die Formel 1 ist ein weltweiter Sportevent. Warum also nicht? Mir wäre das mehr als willkommen."

Webber bleibt hoch konzentriert

Frage: "Mark, du führst erstmals seit deinem Debüt 2002 in Melbourne die Weltmeisterschaft an. Wie fühlt sich diese ganz neue Erfahrung an?"
Webber: "Die Punkte interessieren mich im Moment weniger. Natürlich ist es gut, wenn man ein paar davon hat, aber die letzten Resultate sind immer das Wichtigste. So gesehen ist es toll. Wir wissen, dass wir in der Vergangenheit ein paar Chancen ausgelassen haben. Diese Dinge müssen wir minimieren. Diese letzten Ergebnisse verleihen uns Schwung. Aber ehrlich gesagt fühlt sich für mich nichts anders an, wenn ich am Morgen aufstehe. Wir liegen alle fast gleichauf, daher arbeiten wir einfach genauso weiter."

Frage: "Michael, wird man heutzutage bei Überholversuchen viel zu schnell bestraft?"
Schumacher: "Es bringt nichts, wenn man sich nun erneut alte Vorfälle anschaut. Wichtig ist, dass man die Situation versteht. Die FIA hat im Zuge des Monaco-Vorfalls etwas festgestellt und nun wollen sie die Situation verbessern. Das ist für den Sport doch nur gut. Ich freue mich darüber, dass es passiert."

Frage: "Jackie Stewart hat jüngst behauptet, dass der bisher mangelnde Erfolg deinem Ruf schadet. Stimmst du dem zu?"
Schumacher: "Natürlich hat er seine Meinung und ich habe meine eigene Ansicht. Natürlich stimme ich da überhaupt nicht zu."

Frage: "Mark, Sebastian bekommt für dieses Wochenende ein neues Chassis, da das alte einen Fehler hatte. Inwieweit mag ihn das zuletzt eingebremst haben?"
Webber: "Ich habe sein Auto nicht gefahren, daher kann ich das nicht einschätzen. Wir werden sehen."

Frage: "Mark, hast du auch in schlechteren Zeiten immer daran geglaubt, dass du mal ein solches Auto bekommst? Wann hast du überhaupt realisiert, wie gut euer Auto wirklich ist?"
Webber: "Ich kam mit Minardi in die Formel 1. Dann hatte ich mit Jaguar aufregende Zeiten. Wir wollten die ersten Punkte holen und uns nach vorne arbeiten. Es ist schön, wenn man so etwas schafft. Nach Jaguar gab es schwierige Zeiten und in Red Bull eröffnete sich eine neue Chance. Die Attraktion bei Red Bull war Adrian Newey. Sein Talent zum Bau schneller Autos ist bekannt."

"In Zeiten grundlegender Regeländerungen war er der Trumpf. Es war schnell klar, dass wir nach vorne kommen können. Es ist toll, wenn man an einem solchen Weg teilhaben darf. Man muss immer die Hoffnung haben, mal ein richtig konkurrenzfähiges Auto zu bekommen. Das ist ein wichtiger Teil dessen. Auch der Fahrer ist wichtig. Man ist nicht so lange dabei, wenn man keinen guten Job abliefert. Man muss immer sein Bestes geben und irgendwann zahlt sich das dann aus. Ohne Frage ist dies das konkurrenzfähigste Auto, das ich jemals hatte."

Red Bull ist auf der Hut

Frage: "Fahrt ihr hier mit dem F-Schacht? Wer wird der größte Konkurrent? McLaren oder Ferrari?"
Webber: "Wir geben dem F-Schacht am morgigen Freitag eine Chance. In Barcelona waren wir - vor allem im Qualifying - sehr schnell. Es wird schwierig, noch einmal so dominant zu sein. In Monaco war schon alles wieder deutlich enger zusammen. Von Strecke zu Strecke können sich die Dinge verschieben. Sogar im Rennen kann es plötzlich etwas anders aussehen. Das war in Barcelona der Fall."

"Lewis war in Barcelona der härteste Verfolger. Man sollte also davon ausgehen können, dass McLaren auch in Istanbul nahe dran sein wird. Aber wir dürfen auch Ferrari nicht unterschätzen. Auch Mercedes nicht, wenn die ein sauberes Wochenende erwischen. Viele Jungs können uns gefährlich werden. Wir sehen nichts als sicher an. Wir müssen ganz bestimmt weiter hart arbeiten."

Frage: "Wie stark ist der Wettbewerb zwischen dir und Sebastian?"
Webber: "Jeder andere Starter ist ein Konkurrent - das gilt für uns alle.Natürlich sind wir uns der unterschiedlichen Fahrzeugstärken bewusst. Es ist doch klar, dass ich an diesem Wochenende wohl nicht gegen Jarno kämpfen werde. Ich werde wohl im Verlauf der Saison mehr Kämpfe mit Sebastian ausfechten. Er sitzt in einem tollen Auto, er ist schnell und es gibt zwischen uns einen gesunden Wettbewerb. Es ist kein Geheimnis, dass wir uns gegenseitig schlagen wollen. So muss es doch auch sein. Es gibt eine gute Balance im Team. Es gab Zeiten, da war Sebastian nahezu unantastbar. Ich hoffe, das wird in Zukunft nicht mehr so oft der Fall sein. Es ist aber ein toller Kampf."

Frage: "Wann hast du eigentlich letztmals drei Rennen in Folge gewinnen können?"
Webber: "Ich habe in der Formel 3000 oft gewonnen, aber vielleicht nicht dreimal in Folge. Ich weiß nicht. Vielleicht war es in der Formel Ford."

Fotoquelle: xpb.cc


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