Kamui Kobayashi war am Freitag etwas schneller als Pedro de la Rosa

Formel 1 2010

— 28.05.2010

Sauber: Gute Balance, aber zu wenig Grip und Topspeed

Pedro de la Rosa und Kamui Kobayashi spulen am Freitag ein solides Programm ab - Peter Sauber freut sich über Standfestigkeit des C29

Sauber wird beim Grand-Prix-Wochenende in Istanbul offenbar im soliden Mittelfeld fahren können. Das lassen zumindest die Plätze 13 und 14 für Kamui Kobayashi und Pedro de la Rosa in den Freien Trainings am Freitag vermuten. "Für mich fühlt sich die Balance des Autos gut an. Aber wir haben Defizite in zwei Bereichen. Zum einen fehlt uns Grip, zum anderen sind wir auf der Geraden zu langsam", sagt der Japaner.

"Wenn man an einem Problem arbeitet, ist das schnell kontraproduktiv für das andere. Aber wir werden den richtigen Kompromiss finden", so Kobayashi weiter. Der Formel-1-Rookie erlaubte sich zu Beginn des Nachmittags einen Dreher, konnte aber unbeirrt weiterfahren. "Ich habe das Fahren hier sehr genossen, und weil wir keinerlei Schwierigkeiten mit dem Auto hatten, war es ein produktiver Tag für uns."

"Am Nachmittag haben wir ein sehr gutes Testprogramm mit einem intensiven Reifenvergleich gefahren, in dem wir die härtere Prime-Mischung mit der weicheren Option-Variante verglichen", erklärt de la Rosa. "Wir haben heute eine umfangreiche Rennvorbereitung erledigt, und das hat sehr gut funktioniert. Über größere Distanzen waren die Zeiten gut und ziemlich konstant. Für einzelne Runden mit neuen Reifen müssen wir noch die richtige Balance finden", fasst der Spanier zusammen.

"Es war ein recht normaler Freitag, an dem wir das übliche Programm erledigt haben", so die nüchterne Bilanz von Technikchef James Key. "Wir haben an der Abstimmung der Autos für diese Rennstrecke gearbeitet und uns mit den Reifen auseinandergesetzt. Es gibt erhebliche Balanceveränderungen bei unterschiedlichem Kraftstoffgewicht und den beiden Reifenmischungen, das müssen wir für das Qualifying und das Rennen ins Kalkül ziehen."

"Ansonsten gab es keine technischen Probleme, und die Fahrer sind einigermaßen zufrieden mit den Autos", meint der Brite. "Ich denke, im Renntrimm ist unser Tempo akzeptabel. Mit weniger Gewicht müssen wir noch schneller werden, aber wir wissen, in welche Richtung wir arbeiten müssen. Im Mittelfeld geht es sehr eng zu, wir müssen das maximal Mögliche aus den Autos herausholen."

"Gut ist, dass wir sehr viel zum Fahren gekommen sind", freut sich Peter Sauber gegenüber 'Speedweek' über je 34 Runden seiner Piloten. "Das hat es uns erlaubt, sehr viele verschiedene Lösungen auszuprobieren. Wir liegen im vorderen Mittelfeld, aber es wäre schon sehr optimistisch zu behaupten, dass wir morgen an einer Top-Ten-Platzierung knabbern werden. Wir glauben, dass Hülkenberg unmittelbar vor uns in unserem Bereich liegt, aber um die Fahrer davor zu schnappen, da bräuchten wir etwas Hilfe der Gegner."

Fotoquelle: xpb.cc


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