Ferrari zeigt ausgerechnet vor dem Jubiläums-Rennen Schwäche

Formel 1 2010

— 29.05.2010

"Alarmstufe Rot" bei Ferrari vor dem 800. Grand Prix

Nach der enttäuschenden Qualifying-Leistung in Istanbul schrillen bei Ferrari die Alarmglocken, schnelle Verbesserungen für das Auto müssen her

Im Entwicklungskampf scheint Ferrari etwas ins Hintertreffen geraten zu sein. Auf der aerodynamisch anspruchsvollen Rennstrecke schaffte Felipe Massa mit 0,787 Sekunden Rückstand in der Qualifikation zum Großen Preis der Türkei lediglich Position acht. Teamkollege Fernando Alonso wurde gar nur Zwölfter. Nun schrillen bei den Italienern die Alarmglocken, denn man darf den WM-Titel-Zug jetzt nicht verpassen.

"Wir waren langsamer als unsere Hauptgegner", so Massa. "Wir müssen aus diesem Grund sehr hart arbeiten, um wieder um Top-Platzierungen kämpfen zu können. Das steht außer Frage. Selbst wenn dies eine Strecke ist, die ich sehr mag, konnte ich heute nicht besser abschneiden als auf dem achten Platz."

"Das Team und ich können damit nicht zufrieden sein, aber wir müssen ruhig reagieren und die Gründe analysieren, die zu dieser Situation geführt haben. Nun werden wir uns auf das morgige Rennen konzentrieren. Dieses wird hart werden, wir werden jedoch alles versuchen und unser Bestes geben."

"Es ist nichts Seltsames passiert", analysiert Alonso nüchtern. "Der zwölfte Platz ist das, was wir nach dem heute Gesehenen verdienen. Ich hatte nicht ausreichend Geschwindigkeit, und wenn neun Fahrer innerhalb von einer halben Sekunde liegen, so wie das heute im zweiten Qualifying-Teil der Fall war, ist ein Wimpernschlag entscheidend, ob man Vierter oder Zwölfter ist. In meinem Fall war Letzteres der Fall. Ich denke nicht, dass ich heute besser hätte abschneiden können. Ich fuhr praktisch dreimal dieselbe Zeit."

"Morgen wird es schwierig, und wir werden defensiv fahren, aber wir werden versuchen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Ich denke nicht, dass das heutige Wetter, mit den etwas niedrigeren Temperaturen, einen Einfluss auf dieses Ergebnis hatte. Schon im ersten Qualifying-Teil realisierten wir, dass wir nicht auf dem höchsten Niveau konkurrenzfähig sind, und dass es schwierig werden würde, es in den dritten Qualifying-Durchgang zu schaffen. Die Balance des Autos ist in Ordnung, das war auch gestern der Fall, als wir schneller waren."

"Dies sind sicherlich nicht die Positionen, von denen wir gerne in den 800. Grand Prix in der Geschichte der Scuderia starten wollten", so Teamchef Stefano Domenicali. "Aber wir müssen ehrlich sein und zugeben, dass unsere Leistung heute nicht unseren Erwartungen entsprochen hat. Wir müssen sofort reagieren, schon beim morgigen Rennen, wenn wir versuchen werden, so viele Punkte wie möglich nachhause zu bringen."

"Danach müssen wir die Entwicklung unseres Autos beschleunigen, um auf jedem Streckentyp konkurrenzfähig zu sein. Heute hat Felipe das Maximum erreicht, nutzte das Potenzial seines Autos und seine Reifen aus. Fernando hatte keinen perfekten zweiten Qualifying-Teil und verpasste den Sprung in den letzten Teil des Qualifyings. Wenn die Abstände so knapp sind, benötigt es nur sehr wenig, um herauszufallen."

"Dies war für uns ein sehr frustrierendes Qualifying", so Chefingenieur Chris Dyer. "Wir haben ein definitiv besseres Ergebnis erwartet als dieses. Der F10 war im Qualifying nicht schnell genug, um konkurrenzfähig zu sein. Zumindest scheint auf Basis dessen, was wir gestern gesehen haben, die Situation über die Distanz hinweg besser zu sein."

"Morgen werden wir es im Rennen mit einem steilen Berg zu tun bekommen, den wir erklimmen müssen. Aber wir nehmen nichts als gegeben hin und versuchen, beide Autos in den Punkten ins Ziel zu bekommen. Unglücklicherweise werden beide Fahrer von der schmutzigen Seite der Strecke starten, was definitiv ein Nachteil ist."

"Felipe leistete großartige Arbeit, schaffte es, in den dritten Qualifying-Durchgang zu kommen, und hat das letzte Quäntchen Leistung aus dem Auto gequetscht. Fernando war nach seinem ersten Versuch im zweiten Qualifying-Durchgang auf Messers Schneide, und zu Beginn seines zweiten Versuchs bekam er keine perfekte Runde hin. Auf der nächsten Runde waren die Reifen nicht mehr auf ihrem Optimum."

Fotoquelle: xpb.cc


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