Michael Schumacher konnte beim Start an Jenson Button vorbeiziehen

Formel 1 2010

— 30.05.2010

Mercedes mit solidem Ergebnis zufrieden

Michael Schumacher und Nico Rosberg fahren in einem spannenden Rennen auf die Plätze vier und fünf - "Mehr war nicht drin"

Michael Schumacher und Nico Rosberg belegten beim spannenden Grand Prix der Türkei die Plätze vier und fünf und verbesserten sich damit gegenüber ihren Startplätzen jeweils um eine Position. Der Kerpener überholte beim Start Jenson Button und fuhr auf Rang vier vor, fiel am Ende der Runde aber wieder auf Platz fünf zurück.

Schumacher legte in Runde 14 seinen einzigen Boxenstopp ein und wechselte von der weicheren auf die härtere Reifenmischung. Rosberg folgte einen Umlauf später. Eine schnelle Runde vor dem Boxenstopp sowie die sehr gute Arbeit der Boxenmannschaft hielten ihn vor dem angreifenden Robert Kubica. Zu Rennmitte drohte Regen, doch es blieb bei ein paar unbedeutenden Tropfen. Nach der Kollision der beiden Red Bull in Runde 40 fuhren die beiden Mercedes-Piloten auf den Plätzen vier und fünf, die sie bis ins Ziel hielten.

Guter Start für Schumacher

"Mein Rennen begann wie erhofft, denn ich konnte Jenson Button gleich beim Start überholen", sagt Schumacher. "Aber ich hatte nicht genug Grip - in der Formationsrunde waren wir sehr langsam gefahren und der Reifendruck war zurück gegangen. Deswegen und weil die McLaren einen höheren Topspeed hatten, konnte ich Jenson nicht lange hinter mir halten. In der ersten Runde hatte ich ohnehin Probleme, das Auto auf der Strecke zu halten."

"Danach hielt ich meine Position und rückte nach dem Ausfall von Sebastian Vettel einen Platz auf. Das war's", so die Zusammenfassung des Rekordweltmeisters. "Es war ein Rennen ohne Probleme, aber auch ohne weitere Chancen. Ich hörte, dass an der Spitze einiges los war und für die Fans war das bestimmt eine gute Show. Alles in allem war es für uns ein positives Rennen. Wir machten einen Schritt nach vorne und waren vor den Ferrari und damit können wir ganz zufrieden sein."

"Der fünfte Platz heute ist für mich in Ordnung. Ich war über weite Strecken etwas schneller als Michael, aber zum Überholen reichte es nicht", so Rosberg, der seinem Teamkollegen lange Zeit wie ein Schatten folgte. "Zudem musste ich aufpassen, da Robert Kubica hinter mir hartnäckig attackierte." Der Pole hätte sich beim Reifenwechsel beinahe am Deutschen vorbeischieben können.

Rosberg sollte auf Abstand gehen

Zwischenzeitlich ließ sich Rosberg kurz etwas hinter dem Teamkollegen zurückfallen. "Ich hatte kein Problem mit den Reifen, sondern mir wurde gesagt, dass ich mich zurückfallen lassen soll", sagt der 25-Jährige. "Denn wenn Regen kommt und wir gleichzeitig an die Box kommen müssen, brauche ich mindestens vier, fünf Sekunden, sonst verliere ich Positionen, wenn ich mich hinter Michael anstellen muss."

"Ich musste mich so weit zurückfallen lassen wie möglich, aber ich konnte nicht die fünf Sekunden langsamer machen, denn ich hatte so viel Druck von hinten. Also habe ich versucht, so viel Platz wie möglich zu lassen", meint Rosberg, der sich lange Zeit mit Robert Kubica duellierte. "Dann ging der Regen vorbei und ich bin wieder zu Michael aufgeschlossen."

"Für mich war der spannendste Teil des Rennens die Runden vor und nach meinem Boxenstopp. Hier war ich sehr schnell und zusammen mit der guten Arbeit unseres Teams schaffte ich es, vor den nachfolgenden Autos zu bleiben", sagt der gebürtige Wiesbadener erleichtert. "Obwohl wir immer noch schneller werden müssen, bin ich doch froh, dass wir heute das bestmögliche Ergebnis erzielten."

Brawn und Haug fordern weitere Fortschritte

"Eine solide Leistung, mit der beide Fahrer das Potenzial des Autos ausschöpften", so die Bilanz des Teamchefs. Ross Brawn erklärt: "In der Anfangsphase hielten wir uns bewusst zurück, da wir die Führungsgruppe nicht attackieren konnten und wir deshalb unsere Reifen für die zweite Rennhälfte schonen wollten. Michael, Nico und das Team zeigten mit unserem Auto sehr gute Arbeit und unsere Boxenstopps waren einmal mehr beeindruckend."

Der erfahrene Brite war mit den technischen Fortschritten seiner Mannschaft zufrieden. "Glückwunsch an alle heute. Dank der harten Arbeit aller im Werk machten wir mit unseren neuesten Verbesserungen ordentliche Fortschritte, aber es liegt auch noch viel Arbeit vor uns", so Brawn. "Die Plätze vier und fünf für Michael und Nico waren hier das bestmögliche Ergebnis für uns, denn unser Speed war nur im letzten Renndrittel einigermaßen okay", fasst Norbert Haug zusammen.

"Wir wissen sehr genau, dass wir uns weiter deutlich steigern müssen und das werden wir mit Sicherheit schaffen", verspricht der Mercedes-Motorsportchef. "Glückwunsch an McLaren und Lewis Hamilton zum 71. Sieg für Mercedes-Benz seit unserem ersten Grand Prix-Sieg mit David Coulthard in einem McLaren Mercedes in Melbourne 1997. Vier Autos mit Mercedes-Benz Motor kamen heute unter den ersten Fünf ins Ziel, das ist besonders für unsere so hart arbeitende Motorenmannschaft ein bemerkenswertes Resultat. Gratulation und Glückwunsch an Euch alle."

Fotoquelle: xpb.cc


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