Das Ende vom Lied: Mark Webber (links) und Sebastian Vettel in der Auslaufzone

Formel 1 2010

— 31.05.2010

Horner: "Wir müssen unbedingt zurückschlagen"

Teamchef Christian Horner über den Unfall seiner beiden Red-Bull-Fahrer und die Konsequenzen aus dem teaminternen Zwischenfall in der Türkei

Beim Grand Prix am Bosporus hatte Red Bull den Doppelsieg bereits vor Augen, doch statt vielen WM-Punkten gab's für die Mannschaft von Teamchef Christian Horner in der Türkei vorrangig nur eines: Frust. Mark Webber und Sebastian Vettel waren in Führung liegend miteinander kollidiert und warfen so einen fast sicheren Doppelsieg weg. Nun sollen sich die Gemüter erst einmal beruhigen.

Dafür plädiert Teamchef Horner nach dem siebten Saisonrennen der Formel 1: "Wir müssen uns jetzt mit beiden Fahrern hinsetzen und diese Geschichte besprechen", sagt der ehemalige Rennfahrer. "Wir müssen unbedingt zurückschlagen. Es ist aber unausweichlich so, dass es gelegentlich zu Zwischenfällen kommt, wenn du zwei Jungs hast, die an der Spitze kämpfen", meint Horner.

"Nur will man solche Manöver eben nicht in seinem eigenen Team sehen. Das müssen wir nun klären", stellt Horner heraus und fügt hinzu: "Mark und Sebastian müssen sich die Situation objektiv anschauen - aber was passiert ist, ist passiert", so der Brite. "Für das nächste Rennen müssen wir aus dieser Situation lernen, damit wir uns nicht noch einmal in einer solchen Lage befinden."

Aber wer hat den folgenschweren Crash denn nun zu verantworten? Horner widerspricht Helmut Marko, dem Motorsport-Konsulenten von Red Bull, der Webber als den Auslöser der Kollision abstempelte. "Beide sind schuld daran", gibt Horner nach dem Grand Prix zu Protokoll. "Hätten sie sich gegenseitig Platz lassen müssen? Aber natürlich. Sie sind beide gestandene Rennfahrer."

"Die McLaren-Piloten haben Rücksicht aufeinander genommen. Sie haben ebenfalls ein hartes Duell miteinander ausgetragen, aber von diesen Autos ist keines in den Leitplanken gestrandet", erläutert Horner. "Wir bitten unsere Jungs immer um eines: Sie dürfen sich gegenseitig angreifen, aber sollen sich dabei doch bitteschön den nötigen Platz lassen. Genau das hat am Sonntag nicht funktioniert."

"Sie waren viel zu weit auf der linken Seite der Strecke. Sebastian startete sein Manöver und zog anschließend zu früh nach innen. Sie haben sich schlichtweg nicht genug Spielraum gelassen, so einfach ist das", bringt es der Red-Bull-Teamchef auf den Punkt. "Die Fahrer haben eben ihren eigenen Kopf, doch beide fahren sie für das Team. Das ist ihnen bewusst und bisher hat das auch gut geklappt."

Horner erinnert an Malaysia und andere Gelegenheiten, wo sich seine Piloten die nötige Luft zum Atmen ließen. Nicht so in der Türkei - und prompt profitierte die Konkurrenz. "Wir haben McLaren insgesamt 28 Punkte auf dem Silbertablett serviert. Das ist sehr enttäuschend für die Jungs, die so viel Arbeit verrichtet haben", hält das Teamoberhaupt fest. "Das ist einfach nur überaus frustrierend."

Fotoquelle: xpb.cc


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