Laut David Coulthard sind beide Fahrer Schuld an der Kollision

Formel 1 2010

— 01.06.2010

Coulthard: Red Bull behandelt beide Fahrer gleich

Ex-Red-Bull-Pilot David Coulthard kann sich nicht vorstellen, dass Sebastian Vettel innerhalb des Teams bevorzugt behandelt wird

Die Kollision zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber beim Groen Preis der Trkei hat unter den stndigen Beobachtern der Formel 1 eine Diskussion darber ausgelst, ob der junge Deutsche bei Red Bull womglich bevorzugt behandelt wird. Experten wie Martin Brundle wunderten sich darber, dass man seitens der Teamleitung Webber die Schuld an dem Unfall zuschreibt.

"Das Team kann von Webber nicht erwarten, dreimal hintereinander die Pole-Position zu erringen, in den vergangene beiden Rennen alle, einschlielich seines Teamkollegen, von der Strecke zu fegen, und dann pltzlich sofort zurckzustecken, wenn Vettel das erste Mal einen berholversuch startet", so Brundle in seiner 'BBC'-Kolumne.

Der Verdacht liegt also nahe, dass Red Bull im Zweifelsfall lieber Vettel siegen sehen will als Webber. Zumal der Australier selbst nach dem Rennen sagte, dass die Journalisten vielleicht herausfinden wrden, warum Vettel pltzlich schneller geworden sei, wenn sie nur tief genug "graben".

Ex-Red-Bull-Pilot David Coulthard sieht die Sache allerdings etwas differenzierter. Zwar knne man nicht leugnen, dass Vettel in diesem Jahr als mglicher jngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte marketingtechnisch attraktiver sei als Webber. Schlielich sei Red Bull zu Marketingzwecken im Formel-1-Geschft und ein siegreicher Vettel wrde sicherlich eine strkere Werbewirkung haben.

Aber: "Ich glaube echt nicht, dass es an dem Umstand, dass Vettel pltzlich schneller als Webber war, irgendetwas Verdchtiges war", so Coulthard in seiner Kolumne im 'Telegraph'. "Glaube ich, dass die beiden Fahrer gleichwertiges Material und die gleichen Mglichkeiten erhalten? Hand aufs Herz, ja."

Webbers Aussagen unmittelbar nach dem Rennen seien nicht berzubewerten. "Er war sauer, dass er ein Rennen verloren hat, dass er sonst vielleicht gewonnen htte. Er ist direkt von der Siegerehrung zur Pressekonferenz gegangen. Er hat die Welt immer noch durch das Visier seines Helms gesehen", so Coulthard.

Wenn sich Webber erst einmal beruhigt habe, werde er die Erklrung des Teams akzeptieren, wonach Vettel bis zu der Kollision mehr Benzin habe sparen und deshalb lnger die volle Motorleistung habe abrufen knnen. Zu dem Unfall haben aus Sicht des Red-Bull-Markenbotschafters beide Fahrer ihren Teil beigetragen. "Webber htte ihm mehr Platz lassen knnen und Vettel htte gerade auf den Bremspunkt zufahren knnen. Beide htten mehr tun knnen, um es zu vermeiden."

Fotoquelle: xpb.cc


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