Mark Webber ruft sein Red-Bull-Team nach Istanbul zur Einigkeit auf

Formel 1 2010

— 01.06.2010

Webber ruft Red-Bull-Team zur Einigkeit auf

Mark Webber erinnert daran, dass bei einem jungen Team wie Red Bull Fehler passieren können - Aber auch der Umgang damit müsse noch gelernt werden

Während weiter heiß über den denkwürdigen Istanbul-Crash der beiden Red-Bull-Piloten diskutiert wird, versucht Mark Webber, die Wogen zu glätten. Er ruft sein Team zur Einigkeit auf - das sei der einzige Weg, aus dem Malheur gestärkt hervorzugehen. Webber äußert sich aber auch zu den unterschiedlichen Aussagen aus dem Team, wer denn nun die Schuld an dem Unfall trage. Sein Fazit: Das Team müsse auch noch lernen, wie man mit so etwas umgeht.

"Die Leute müssen bedenken, dass wir immer noch ein sehr junges Team sind", sagt Webber in einem Interview auf der Red-Bull-Internetseite. "McLaren jede Woche schlagen zu wollen, ist kein einfaches Ziel, aber eines, das Red Bull erreichen will. Wir haben gezeigt, dass wir gegen sie ankämpfen können, das können wir uns also hoch anrechnen. Aber auf der anderen Seite lernen wir noch. Leider war unsere Lektion in der Türkei nicht die einfachste, aber auch Teams wie Ferrari und McLaren hatten schon solche Tage."

"Sie wissen, wie hart es sein kann, wenn es schlecht läuft. Wir müssen zurückschlagen, als Team einig auftreten und weitermachen", fordert Webber. Und an Einigkeit fehlt es derzeit auch in der Red-Bull-Chefetage in der Frage, wer nun welches Maß an Schuld an dem Unfall trägt. Webber meint, dass die Teamführung da etwas glücklicher und diplomatischer hätte agieren können.

"Wenn man jetzt zurückblickt, nachdem all das passiert ist, dann hätte man das ganz anders handhaben können", sagt der Australier. "Und das ist etwas, was wir als Team lernen müssen. Für uns ist die Situation neu, dass beide die Meisterschaft anführen und gemeinsam Rennen anführen. Das Team gemeinsam mit den Fahrern, wir alle müssen lernen, wie wir solche Situationen in Zukunft besser handhaben. Das ist alles, was wir daraus lernen können."

Abgesehen von dem verpassten Sieg in Istanbul ist Webber mit dem bisherigen Saisonverlauf äußerst zufrieden. "Das Team hat mit dem Auto einen tollen Job gemacht und Sebastian und ich liegen sehr, sehr dicht beieinander. Mal ist er besser, mal ich, Ich hatte zuletzt ein paar sehr gute Rennen", lautet seine Zwischenbilanz.

"In der Türkei hatten wir einen engen Fight, aber ich werde weiter mein Bestes geben. Mehr kann ich nicht tun. Ich gebe 100 Prozent, denn das muss man auf diesem Level auch tun", so Webber. "Man will aus jeder Session und aus jedem Rennen das Maximum herausholen. Und das lief bisher wirklich gut. Das war jetzt ein kleiner Rückschlag, aber wir alle hatten schon schlimmere Tage. Ich hatte auf jeden Fall schon schlechtere Tage, also werde ich mich zurückmelden und wir werden weiter Gas geben."

Fotoquelle: xpb.cc


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