Vor 40 Jahren verunglückte Teamgründer Bruce McLaren

Formel 1 2010

— 02.06.2010

Bruce McLaren vor 40 Jahren verunglückt

Heute vor 40 Jahren verunglückte der neuseeländische McLaren-Gründer Bruce McLaren in Goodwood tödlich, doch sein Geist lebt weiter

Der McLaren-Triumph in der Türkei kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn nur wenige Tage nach dem Doppelschlag von Lewis Hamilton und Jenson Button am Bosporus jährt sich der Todestag von Firmengründer Bruce McLaren zum 40. Mal. Aus diesem Grund wurde das Erfolgswochenende auch in McLarens Brand Centre, dem verspiegelten Motorhome im Fahrerlager, zelebriert - auf den großen Bildschirmen zeigte man Fotos des am 2. Juni 1970 tödlich verunglückten McLaren.

Für viele Formel-1-Fans ist der Name McLaren untrennbar mit Ron Dennis verbunden - der ehemalige Mechaniker von Jochen Rindt bei Brabham übernahm 1980 den Rennstall mit Sitz in Woking, die wie eine Zigarettenschachtel bemalten rot-weißen Boliden rasten durch die großen Erfolge in die Herzen vieler Rennfans rund um den Erdball. Dabei vergaß man oft, dass das Team ursprünglich neuseeländische Wurzeln hat.

Schon zu Lebzeiten eine Legende

Von dort stammt Bruce McLaren, der insgesamt 101 Grands Prix bestritt, 1963 den Rennstall gründete und drei Jahre später beim Grand Prix von Monaco mit seinem Team in die Formel 1 einstieg. Bereits davor war der "Kiwi" der jüngste Grand-Prix-Sieger seiner Zeit, als er mit 22 für das Cooper-Team in Long Beach gewann. Erst 44 Jahre später brach Fernando Alonso diesen Rekord, inzwischen ist Sebastian Vettel der jüngste Pilot, der je einen Grand Prix gewann. 1968 gelang McLaren etwas ganz Besonderes: Als fahrender Teambesitzer siegte er in Belgien. Die größten Erfolge erzielte McLaren mit seinem Rennstall aber in der US-amerikanischen CanAm-Serie. Die damals in Orange gehaltenen Boliden fuhren alles in Grund und Boden. Von 1967 bis 1969 triumphierte man in 20 von 23 Rennen.

Im Alter von nur 32 Jahren verunglückte Bruce McLaren bei einer CanAm-Testfahrt im englischen Goodwood. Der Geist des Neuseeländers lebt aber auch heute im inzwischen von Martin Whitmarsh geführten Team weiter, bestätigt dieser: "Bruce machte sich nicht nur als begabter Fahrer einen Namen, sondern auch als pragmatischer Ingenieur mit viel Inspiration, Visionen und Hingabe beim Versuch, die größten Teams des Motorsports zu schlagen. Dieses Ethos gilt auch heute noch, darauf baute Ron Dennis mit viel Sorgfalt auf, als er beim Team 1980 die Kontrolle übernahm."

Was von Bruce McLarens Geist übrig bleibt

Whitmarsh fährt fort: "Durch Rons Führung und Verwaltung bleibt McLaren ein Unternehmen mit viel Leidenschaft für Technologie und Ingenieurstum, das sich von anderen durch seinen besonderen Sinn für Wettbewerb, die Liebe zum Detail und die Leidenschaft, der Beste zu sein, unterscheidet." Und das sind keine leeren Worte: Die McLaren-Boliden zeichnen sich tatsächlich durch ihre Detailverliebtheit und Ästhetik aus - Attribute, auf die man in Woking nach wie vor viel Wert legt.

Und natürlich durch die großen Erfolge: Seit dem Tod von Bruce McLaren feierte der Rennstall 163 Grand-Prix-Siege, zwölf Fahrer-WM-Titel sowie acht WM-Titel bei den Konstrukteuren. Doch nicht nur das, merkt Martin Whitmarsh an: "Bruces Werte erlaubten es uns, sechs siegreiche Jahrzehnte zu erleben. Wir wurden mit Siegen in der Formel 1, der nordamerikanischen CanAm-Serie, beim Indy 500, in der Formel 5000 und bei den 24 Stunden von Le Mans belohnt."

Inzwischen versucht der Boss der McLaren-Gruppe, Ron Dennis, die Marke McLaren mit dem MP4-12C auch bei den Straßen-Sportwägen zu etablieren und positioniert das Unternehmen als Konkurrent für Mercedes. Die Marketing-Strategie basiert freilich auf den großen Erfolgen im Motorsport, die auch Pilot Lewis Hamilton im Alter von nur zehn Jahren beeindruckten, als er Ron Dennis gestand, er wolle für sein Team fahren. Der Rest ist Geschichte. "Wir tragen den Namen von Bruce McLaren und ich bin stolz auf das, was er erreicht hat", sagt der Weltmeister von 2008. "Nur so konnte Ron sein Erbe antreten. Heute ist McLaren etwas ganz Besonderes und ich bin stolz, ein Teil davon zu sein und zu sehen, wie sein Name weiter lebt."

Fotoquelle: Grand Prix Photo/xpb.cc


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