Nach Technikchef James Key verlässt auch Nachfolger Mark Smith Force India

Formel 1 2010

— 02.06.2010

Aderlass bei Force India: Mark Smith & Co. zu Lotus

Nach Technikchef James Key verlässt auch Nachfolger Mark Smith Force India: Mike Gascoyne lotste ihn und zwei weitere Designer zu Lotus

Der Aderlass bei Force India geht weiter: Das Team von Adrian Sutil muss nach dem Abgang von Technikchef James Key zu Sauber zu Saisonbeginn nun den nächsten Verlust verkraften. Auch Keys Nachfolger Mark Smith verlässt den indischen Rennstall und geht zu Lotus, wo er ebenfalls den Posten als Technischer Direktor bekleiden wird. Mit im Gepäck: Die Force-India-Designer Lewis Butler und Marianne Hinson. Mike Gascoyne wird weiterhin als Technikchef fungieren.

Klar ist, dass Gascoyne, der vor seiner Tätigkeit bei Lotus ebenfalls bei Force India im Einsatz war, hinter dem Transfer steckt: "ich bin besonders froh, Marianne und Lewis bei Lotus begrüßen zu dürfen und ich freue mich schon darauf, wieder mit Mark Smith zusammenzuarbeiten", wird der Brite in der Presseaussendung des Teams zitiert. "Wir waren schon bei Jordan, Renault und Force India ein Team." Bei den Lotus-Neuzugängen handelt es sich um eine eingespielte Truppe, wie Gascoyne bestätigt: "Lewis und ich waren gemeinsam bei Force India, Lewis arbeitete auch mit Mark Smith bei Red Bull und Marianne und ich kennen einander seit 1999, als ich ihr den ersten Job in der Formel 1 bei Jordan verschaffte, wir kennen uns also alle sehr gut."

Mike Gascoyne überschüttet die Lotus-Neuankömmlinge förmlich mit Vorschusslorbeeren: "Das erste Rennauto von Mark Smith bei Jordan war der 199, der erfolgreichste Jordan-Formel-1-Wagen." Dann habe man bei Renault gemeinsam "mitgeholfen, das Team wieder auf das oberste Treppchen zu bringen und alles für die zwei Weltmeistertitel vorzubereiten." Jetzt freut sich der Brite vor allem darauf, dass Smith das Potenzial von Lotus erkannt habe und dabei helfen wolle, das Team in die vorderen Ränge der Startaufstellung zu bringen.

Diese Aufgabe hatte Smith schon bei Red Bull, doch beim Team in Milton Keynes scheiterte er 2006: Das Auto war zu schwer, zudem hatte man das Kühlsystem falsch eingeschätzt. Der RB2 wurde rund um einen Cosworth-Motor konstruiert. Dass das Ferrari-Aggregat jedoch mehr Kühlung benötigt, hatte man übersehen. Die Entscheidung von Lotus, die Designer-Truppe zu verstärken, ist jedoch ganz klar nachvollziehbar, zumal vor allem die wenig ausgefeilte Aerodynamik der wunde Punkt des aktuellen Lotus T127 ist.

Dementsprechend erfreut ist auch Teambesitzer Tony Fernandes über die Verstärkung der Design-Truppe: "Ich fühle mich geehrt, dass diese fantastischen Talente ihre Karrieren und ihr Vertrauen an Lotus knüpfen und die großartige Zukunft erkennen, die wir alle hier haben werden. Die Formel 1 ist eine kleine Welt und die Tatsache, dass sie zu unserem Team kommen, zeigt, wie viel wir in so kurzer Zeit erreicht haben." Fernandes nützt die Chance gleich, um Werbung für sein Team zu machen: "Niemand wird uns daran hindern, die bestmöglichen Leute zu holen, wir werden ihnen die beste Arbeitsumgebung und die perfekte Atmosphäre bieten, um ihr Potenzial freizumachen und uns dabei zu helfen, an die Spitze zu kommen."

Fotoquelle: Force India


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