Es geht auch anders: Sebastian Vettel und Mark Webber sind wieder Freunde

Formel 1 2010

— 03.06.2010

Red Bull zieht Schlussstrich unter Istanbul-Vorfall

Nach einem Krisengipfel im Red-Bull-Werk in Milton Keynes haben Sebastian Vettel und Mark Webber das Kriegesbeil begraben

Bei Red Bull haben sich alle wieder lieb. Nach tagelangen Diskussionen um den Unfall von Sebastian Vettel und Mark Webber im Grand Prix der Türkei gab es am Vormittag ein Krisengespräch im Werk in Milton Keynes. Im Anschluss an das Treffen gab die Mannschaft eine Presseerklärung heraus, in der es heißt, dass man unter den Vorfall einen Schlussstrich gezogen habe.

An der Sitzung nahmen neben den beiden beteiligten Piloten auch Teamchef Christian Horner, Technikleiter Adrian Newey und Red-Bull-Konsulent Helmut Marko teil. "Es war ein positives Treffen", heißt es von Red Bull, "das einen Schlussstrich unter die Vorkommnisse in Runde 40 in Istanbul zieht. Das Team ist nun voll auf den kommenden Grand Prix in Kanada fokussiert."

Die Schlichtung hatte sich bereits angekündigt, nachdem Webber erklärt hatte, er wolle die Sache einfach schnell abhaken und nach vorne schauen. "Das Team hat uns in eine tolle Position gebracht und was passiert ist, war nicht gut", wird Vettel zitiert. "Es tut mir für das Team sehr leid, dass wir die Führung im Rennen dadurch verloren haben."

"Mark und ich sind Rennfahrer, die auf der Strecke gegeneinander kämpfen", sagt der Heppenheimer nach dem Krisengipfel. "Wir sind Profis. Die Geschichte ändert nichts an unserer Zusammenarbeit. Wir sind ein tolles Team mit einem guten Spirit. Ich freue mich nun auf Kanada." Die Worte des jungen Deutschen lassen durchklingen, dass er sich womöglich in Milton Keynes einen kleinen Rüffel eingefangen hat.

"Es ist schade für das Team, dass wir beide die Chance verloren haben, das Rennen zu gewinnen", fasst Webber nach dem Meeting zusammen. "Das ist der Sport. So etwas passiert eben mal, auch wenn es nicht vorkommen sollte. Für alle Beteiligten tut es mir leid. Sebastian und ich werden dafür sorgen, dass sich so etwas nicht wiederholt. Wir arbeiten ohne Probleme weiter zusammen. Genug geredet: Es ist vorbei. Jetzt schauen wir auf Kanada."

Fotoquelle: xpb.cc


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