Gerhard Berger glaubt, dass Mark Webber den Unfall hätte verhindern können

Formel 1 2010

— 04.06.2010

Berger: "Webber hätte den Unfall verhindern können"

Der ehemalige Formel-1-Pilot Gerhard Berger ist davon überzeugt: In Istanbul hätte es nicht zu einer teaminternen Kollision bei Red Bull kommen müssen

40 Runden lang führte Mark Webber den Großen Preis der Türkei an, dann tauchte sein Teamkollege Sebastian Vettel auf einmal neben ihm auf: Der junge deutsche setzte zu Beginn des letzten Renndrittels zum Überholmanöver an, das in der inzwischen berühmten Stallkollision von Red Bull mündete. Für den früheren Formel-1-Piloten Gerhard Berger ist klar, wer die Schuld daran trägt.

Der Österreicher hat den Grand Prix am Bosporus aufmerksam verfolgt und beschreibt den Hergang aus seiner Sicht: "Sebastian kommt schneller aus der letzten Kurve. Er ist schon auf Hälfte der Geraden neben Webber. Dass Webber ihm nur die dreckige Spur offen lässt, ist zunächst legitim. Doch als es passiert, hat Vettel bereits eine halbe Wagenlänge Vorsprung", sagt Berger.

"Mark muss wissen, dass er gegen seinen Teamkollegen fährt, und da muss er ihm die Luft zum Leben lassen. Es muss ihm klar sein, dass Vettel abfliegt, wenn er auf der dreckigen Spur bremst", wird der ehemalige Rennfahrer von 'Auto, Motor und Sport' zitiert. "Deshalb muss er ihm wenigstens so viel Platz lassen, dass Sebastian zwei Rädern auf die Spur bekommt, die ihm Grip bietet."

Entsprechend lautet Bergers Antwort auf die Schuldfrage von Istanbul: "Webber hätte den Unfall verhindern können, aber er hat es nicht. Hätte Vettel einen McLaren gefahren, dann kann man es so machen, wie es Webber gemacht hat. Dann muss er nicht nachgeben", findet Berger, der die Vorgeschichte des Crashs nicht kommentieren will, denn "die kenne ich nicht aus erster Hand."

Fotoquelle: xpb.cc


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